Till Eulenspiegel (2003)

Till Eulenspiegel Poster
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Filmhandlung und Hintergrund

Till Eulenspiegel: Sehr freie Zeichentrickadaption des populären Stoffes um den anarchischen Clown für die ganze Familie.

Während sich Till Eulenspiegel auf dem Stadtfest von Boomstadt amüsiert, verschwindet sein Großvater, der schrullige Zauberer Marcus, bei einem Experiment spurlos. Till muss seine Annäherungsversuche an die schöne Bürgermeistertochter fürs erste unterbrechen und drei schwierige Aufgaben bewältigen, um Opi zu retten. Danach fordert eine Intrige am Königshof seinen ganzen Einsatz: Gemeinsam mit General Pickelhaube bereitet die gerissene Fürstin Katarina einen Staatsstreich gegen den beliebten König Rupert vor.

500 Beteiligte aus aller Herren Länder und das stattliche Budget von 15 Millionen Euro standen Munich Animation zur Verfügung, um die deutsche Zeichtrick-Antwort auf die internationale Disney-/Dreamworks-Übermacht ins Rennen zu schicken.

Till Eulenspiegel will in Boomstadt seinen Großvater Marcus besuchen. Doch als er nach Überlistung der Torwachen in der Stadt anlangt, ist Opa verschwunden. Auf der Suche nach ihm wird der clevere Schelm in eine handfeste Palast-Intrige verwickelt, lernt die Liebe in Gestalt der Bürgermeistertochter Nele kennen und muss drei Aufgaben, die ihm der Magische Spiegel stellt, lösen.

Till Eulenspiegel will in Boomstadt seinen Großvater Marcus besuchen. Doch er scheitert bereits an den Wachen, weil er den überzogenen Wegezoll nicht zahlen kann. Als er endlich in Verkleidung eines Zirkuspferdes das Stadttor passiert, muss er erfahren, dass Marcus spurlos verschwunden ist. Auf der Suche nach dem Opa wird der clevere Till nicht nur in eine Palast-Intrige verwickelt, er lernt auch die Liebe kennen und muss obendrein noch drei Aufgaben, die ihm der Magische Spiegel stellt, lösen.

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Kritikerrezensionen

  • Nach “Die furchtlosen Vier”, einer sehr freien Adaption des berühmten Märchens über die Bremer Stadtmusikanten, und der dänisch-irisch-deutschen Koproduktion “Hilfe, ich bin ein Fisch” präsentiert Eberhard Junkersdorf nun sein bisher aufwändigstes und teuerstes Zeichentrickprojekt. Für “Till Eulenspiegel” machte Junkersdorf nicht nur ein Budget von 15 Millionen Euro locker, er fungiert obendrein auch als Produzent und Regisseur in Personalunion.

    Die Abenteuer von Till Eulenspiegel, jenes anarchisch-frechen Clowns, der – angeblich – im 14. Jahrhundert um Braunschweig herum seine derben Streiche trieb, waren schon mehrfach Grundlage für Realverfilmungen. Unter anderem adaptierte DEFA-Regisseur Rainer Simon 1975 den Stoff mit Winfried Glatzeder in der Titelrolle für die Leinwand und der Franzose Gérard Philipe inszenierte als Regisseur und Koautor 1956 sich selbst als “Till Eulenspiegel, der lachende Rebell”. Junkersdorf hatte nach eigenen Angaben die Wahl zwischen einem Werk über Münchhausen oder einem über Eulenspiegel – er entschied sich wegen des anarchischen Potenzials für Letzteren.

    Wie schon bei “Die furchtlosen Vier”, der es 1997 in den deutschen Kinos auf achtbare 800.000 Besucher brachte, begnügt sich der vom Realfilm-Produzenten zum Animations-Experten umgesattelte Filmemacher auch hier nicht mit einer Aneinanderreihung lustiger Streiche. Der renommierte US-Drehbuchberater Christopher Vogler versah das Skript mit einem klaren Handlungsstrang: Till Eulenspiegel will in Boomstadt seinen Großvater Marcus besuchen. Doch er scheitert bereits an den Wachen, weil er den überzogenen Wegezoll nicht zahlen kann. Als der trickreiche Till endlich in Verkleidung eines Zirkuspferdes das Stadttor passiert, muss er erfahren, dass Marcus verschwunden ist. Auf der Suche nach dem Opa wird der clevere Schelm nicht nur in eine handfeste Palast-Intrige verwickelt, er lernt auch die Liebe in Gestalt der Bürgermeistertochter Nele kennen und muss obendrein noch drei Aufgaben, die ihm der Magische Spiegel stellt, lösen, um am Ende Marcus in seine Arme zu schließen.

    Schon von Anfang an wird klar, dass wir es bei diesem Till mit einer Art gewaltfreien Robin Hood zu tun haben. Zwar prellt dieser anfangs die Wache um zwei Goldstücke, aber nur um diese an der nächsten Ecke einer Bettlerin und ihren Kindern zuzuwerfen. Dieser sympathische Zug der Identifikationsfigur wird noch durch Tills Aussehen verstärkt: roter Haarschopf, Sommersprossen – fast glaubt man, man hätte es mit einer Art männlicher Pippi Langstrumpf zu tun. In Wirklichkeit wurde Tills Physiognomie jedoch der des britischen Komikers Lee Evans, der den Titelhelden im englischen Original seine Stimme leiht, nachempfunden. Ganz klar auf den internationalen Markt ausgerichtet, verblüfft “Till Eulenspiegel” obendrein mit originellen Kamerafahrten, farbenfroh gezeichneten Figuren und dem Spagat, eine Geschichte für Erwachsene wie Kinder gleichermaßen interessant aufzuarbeiten. Denn während die Älteren sich an Tills Anarcho-Humor und einem Hauch Gesellschafts-Kritik erfreuen können, dürfen die Jüngeren über die Eule Cornelius, den tollpatschig-gutmütigen Hünen Lamme oder das putzige Küken Ducky lachen. Sieht man von der kurz gehaltenen Sequenz, in der Eulenspiegel mit einer Armee von Skeletten kämpft, einmal ab, so dürfen sich auch die ganz Kleinen auf ein ungetrübtes Animationsabenteuer freuen.

    Und weil sich auch die Liste der Synchronstimmen wie das Who is Who des deutschen Films liest – unter anderem sind die “Der Schuh des Manitu”-Protagonisten Christian Tramitz (als Cornelius) und Rick Kavanian (als Magischer Spiegel) sowie Mario Adorf (als Bürgermeister), Veronika Ferres (als Nele) und Katharina Thalbach (als Katharina) mit an Bord – hat dieser Eulenspiegel durchaus das Zeug zum Blockbuster, sprich: anders als bei “Die furchtlosen Vier” und “Hilfe, ich bin ein Fisch” sollte die Eine-Million-Zuschauer-Hürde dieses Mal zu knacken sein. lasso.

Darsteller und Crew

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