The Wolf of Wall Street (2013)

The Wolf of Wall Street Poster
Nicht mehr im Kino.
Userwertung (6)
  1. Ø 3.7
Kritikerwertung (2)
  1. Ø 3.5

Filmhandlung und Hintergrund

The Wolf of Wall Street: Leonardo DiCaprio als vom eigenen Größenwahn berauschter Aktienbetrüger. Geniales Finanzdrama von Martin Scorsese.

1987 verliert Jordan Belfort (Leonardo DiCaprio) seinen Job als Börsenmakler an der Wall Street wegen einer Finanzkrise. Akzeptablen Alternativen beraubt, beginnt er daraufhin eine Arbeit bei einer kleinen, zwielichtigen Firma, deren Erfolg darauf beruht, naiven Kunden riskante Aktien zu verkaufen. Durch seine aggressive Art kann Jordan schnell überraschende Erfolge aufweisen und gelangt zu einem kleinen Vermögen. Zusammen mit seinem neu gewonnenen Freund Donnie Azoff (Jonah Hill) und einigen Bekannten gründet er die Firma Stratton Oakment. Ihr Konzept ist genauso simpel wie illegal: Sie preisen wertlose Aktion als garantiert gewinnbringend an und verkaufen sie an ahnungslose Personen. Nach einem Artikel im Magazin Forbes rennen ihm junge Banker die Tür ein, da sie sich in seiner Firma den schnellen Weg zu Reichtum erhoffen. Dies geschieht auch tatsächlich und berauscht von seinem rasanten Erfolg, gleitet Jordan zunehmend in einen dekadenten Lebensstil ab. Er beginnt damit, eine ganze Reihe von harten Drogen zu konsumieren und nimmt auch vermehrt die Dienste von Prostituierten in Anspruch. Er beginnt eine Affäre mit Naomi Lapaglia (Margot Robbie) und verlässt für sie seine Frau. Durch den beispiellosen Erfolg wird auch das FBI auf Stratton Oakment und sein leitendes Personal aufmerksam. Dem leitenden Ermittler Patrick Denham (Kyle Chandler) scheint es ein persönliches Anliegen zu sein, Jordan zu überführen. Der exzessive Millionär versucht deswegen schnell sein illegal erwirtschaftetes Geld in die Schweiz zu bringen, bevor ihm das FBI zu nah kommt.

„The Wolf of Wall Street“ ist eine US-amerikanische, schwarze Komödie, die auf wahren Begebenheiten beruht. Die Regie übernahm Martin Scorsese, für den es die fünfte Zusammenarbeit mit Leonardo DiCaprio darstellte. Der Film wurde für fünf Oscars nominiert, konnte jedoch keine der Kategorien für sich entscheiden.

Videos und Bilder

Auf DVD & Blu-ray (2)

Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Nie zuvor wurde der verbrecherische Handel am Kapitalmarkt so virtuos und absurd zugleich in Szene gesetzt. Ein nicht unproblematischer, aber sehenswerter Film.
  • Jordan Belfort weiß, was er will: seinen ganz persönlichen Amerikanischen Traum. Als Nobody steigt der unerfahrene Youngster bei der New Yorker Börse ein und entwickelt sich schnell zu einem der erfolgreichsten Broker. Seine Abgebrühtheit und sein exzessiv-luxuriöser Lebensstil bringen ihm den Titel “Wolf of Wall Street” ein. Doch da dabei nicht alles mit legalen Mitteln zugeht, hat er bald das FBI am Hals. Erfolg, Geld, Sex, Macht:?Martin Scorsese bleibt einem seiner Lieblingsthemen treu und setzt einer zwielichtigen Persönlichkeit seiner Heimatstadt ein Denkmal. Seine fünfte Zusammenarbeit mit Leonardo DiCaprio basiert auf Belforts wahrer Geschichte. Im tollen Ambiente der 80er Jahre angesiedelt, liefert das Dreamteam, wie nicht anders zu erwarten, perfekt inszenierte Kinounterhaltung. Aus den bestens besetzten Nebenrollen stechen v. a. Matthew McConaughey und ein großartiger Jonah Hill heraus.

    Fazit: Mehr ist nie genug:?Das Dreamteam zusammen auf Oscar-Kurs mit der wahren Geschichte eines gierigen Brokers.
  • Die Titelfigur des satirischen Börsenkrimis "The Wolf of Wall Street", Jordan Belfort, ist eine reale Person. Der kometenhafte Aufstieg des Brokers zum Multimillionär der 1990er Jahre führte schließlich ins Gefängnis, wenn auch nur für kurze Zeit. Auf der Basis von Belforts Memoiren erzählt Regisseur Martin Scorsese ("Hugo Cabret", "Shutter Island") eine exemplarische Geschichte über Gier. Ein Tausendsassa wie Jordan Belfort, der Coco Chanels Yacht besitzt, wird beneidet und bewundert von unzähligen Leuten, die selbst an das Prinzip der wundersamen Geldvermehrung glauben.

    An Jordans erstem Tag an der Wall Street erklärt ihm der zynische Broker Mark Hanna (Matthew McConaughey), dass es nur darum geht, sich das Geld der Kunden einzuverleiben. Zur Bekräftigung trommelt er sich an die Brust wie ein Gorilla und stimmt einen Rap an. Später skandiert Jordan in seiner Firma selbst Angriffsparolen, feiert Sexorgien und konsumiert Drogen, Drogen, Drogen. Sein Aufstieg mit halblegalen bis kriminellen Geschäften auf dem wenig regulierten Börsenmarkt spiegelt den amerikanischen Traum: Wer reich ist, hat recht. Jordan hält sich für unbesiegbar: Moral ist etwas für Arme.

    Scorsese zeigt minutiös, wie sich der vom Forbes-Magazin als „Wolf der Wall Street" bezeichnete Jordan zum Affen macht. In einer Szene robbt er, von seiner Lieblingsdroge außer Gefecht gesetzt, auf dem Bauch zu seinem Ferrari, weil es geschäftlich das Schlimmste zu verhindern gilt. DiCaprio gibt für die Rolle alles, inklusive ironischer Distanz: Einmal nennt ein FBI-Agent Jordan einen „kleinen Mann" und dieser fühlt sich entlarvt als Emporkömmling, der Luxus mit Leistung verwechselt.

    Gerade weil Jordan kein wirklich berührender Charakter ist, rechtfertigt er keinen drei Stunden langen Film. Streckenweise aber wirkt die Energie der Inszenierung berauschend, mit ihrer Eleganz, den Bildern des euphorischen Taumels, dem frech eingestreuten Voice-Over und den musikalischen Ohrwürmern. So viel kreativer Pepp ist in Hollywood rar. Man versteht, warum Jordan nie genug kriegt, man versteht auch, warum Scorsese endlos weiterdrehen könnte: weil es so viel Spaß macht.

    Fazit: Martin Scorseses "The Wolf of Wall Street" ist eine berauschend inszenierte Satire über Geldgier, die ihrer betrügerischen Titelfigur jedoch zu lange huldigt.
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