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The Signal (2014)

The Signal Poster
Nicht mehr im Kino.
Userwertung (1)
  1. Ø 3
Kritikerwertung (3)
  1. Ø 4

Filmhandlung und Hintergrund

The Signal: Visuell erstaunlicher Science-Fiction-Thriller über smarte Collegestudenten, die einer weitaus höheren Intelligenz begegnen.

Auf einem Roadtrip machen Nic und Jonah mit Nics Freundin Haley einen Abstecher in die Wüste Nevadas. Bis dorthin haben die Studenten die Spuren eines brillanten Hackers verfolgt, der ihnen überlegen scheint. Als sie nachts die Quelle des Signals entdecken, kommt es zu einer unheimlichen Konfrontation, bei der Nic und Haley ohnmächtig werden und Jonah spurlos verschwindet. Wieder bei Bewusstsein, findet sich Nic als Gefangener in einer unterirdischen Forschungseinrichtung wieder, in dem ein Wissenschaftler irritierende Fragen stellt.

Zwei smarte Hacker suchen nach dem Ursprung eines Signals und geraten in eine auswegslose Situation. Visuell erstaunlicher Science-Fiction-Thriller, der mit minimalen finanziellen Mitteln ein Maximum an Wirkung erzielt.

Videos und Bilder

Auf DVD & Blu-ray (2)

Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Intelligente Science Fiction mit großartigen Bildern. Ein Film, dem das gelingt, was es im Kino nur selten gibt: den Zuschauer zu überraschen.
  • In William Eubanks’ Sundance-Entdeckung werden menschliche Neugier und Selbstüberschätzung mit albtraumhaften Erfahrungen bestraft.

    In Massachusetts Institute of Technology (MIT) können selbst Hausmeister Genies sein (“Good Will Hunting”) und spätere Superhelden mit Stretchqualitäten (“Fantastic Four”) ausgebildet werden. In “The Signal” ist die US-Eliteschmiede das akademische Heim der zwei smarten Protagonisten, aber auch das Jagdterritorium einer weitaus höheren Intelligenz.

    Als die zwei Freunde Nic (Brendon Thwaites, demnächst “Hüter der Erinnerung – The Giver”) und Jonah (Beau Knapp) am MIT erstmals die digitalen Spuren von Nomad entdecken, wird der mysteriöse Superhacker, der überall Zugriff, sogar auf ihre eigenen, professionell geschützten Laptops findet, auf Anhieb zur Obsession. So wird ein Roadtrip, an dessen Ende in Kalifornien Nics Freundin abgesetzt werden soll, spontan zu einem kurzen Abstecher in die Wüste Nevadas genutzt. Dort nämlich haben die Freunde die Quelle des Hacker-Signals geortet, dort machen sie nachts eine schockierende Entdeckung, die sie schließlich in eine unterirdische Forschungseinrichtung bringt, in der ein neugieriger Wissenschaftler (Laurence Fishburne) mit sanfter Penetranz zunehmend merkwürdige Fragen stellt.

    “The Signal” beginnt als Beziehungsdrama, in dem das körperliche Trauma Nics seine große Liebe sabotiert, streift in einer außerordentlich atmosphärischen und unheimlichen Sequenz den Horrorfilm und dabei explizit das “Blair Witch Project” und mündet schließlich in einen Science-Fiction-Stoff, der sogar noch Berührung mit dem Superhelden-Genre aufnimmt. Die Enthüllung des zentralen Mysteriums, was mit den Kids geschah und noch geschieht, serviert Koautor Eubanks gut dosiert, durchsetzt die Enträtselung mit Fluchtversuchen, die Spannung generieren. Dabei geht die Fantasie des Zuschauers bereitwillig spazieren, nimmt im Verlauf des Plots Korrekturen vor und muss dann doch erleben, dass vertrautere Genremotive die kühnsten Thesen ablösen. Somit konzentriert sich das Erstaunen schwerpunktmäßig auf Kamera- und Effektarbeit, die nie erahnen lässt, dass Eubanks seinen zweiten Kinofilm mit einem kleinen Millionen-Budget stemmte. Ein Signal für Kompetenz, dass Hollywoods Talentscouts längst aufgefangen haben. kob.
  • Der Science-Fiction-Thriller "The Signal" schickt drei junge Leute auf eine unheimliche Odyssee der Verluste. Neugierig folgen sie der Spur eines bösen Hackers und bezahlen einen hohen Preis: Die Freiheit, die körperliche Unversehrtheit und die geistige Orientierung kommen ihnen abhanden. Über ihr Schicksal bestimmen mysteriöse Menschen in Schutzanzügen. Der zweite Spielfilm des amerikanischen Regisseurs William Eubank ("Love") gleicht einem ideenreichen und sehr spannenden Albtraum, in dem sich das Gesicht der Realität immer nur in Bruchstücken offenbart.

    Die Dramaturgie funktioniert äußerst geschickt nach dem Prinzip, die Erforschung der unbekannten Wahrheit als einen Parcours mit Etappen zu gestalten. Der Rollstuhlpatient fühlt und ahnt längst, dass seine Lage düster ist. Aber er weiß nicht, ob er wirklich von Aliens kontaminiert ist und was mit ihm geschehen wird. Die Geschichte entpuppt sich als inspirierte Variation des klassischen Sci-Fi-Themas Area 51. Um das geheimnisvolle militärische Forschungsgebiet in der Wüste von Nevada ranken sich seit vielen Jahrzehnten die Verschwörungstheorien von Ufologen. Der Film greift geschickt die Hauptaspekte auf, vermeidet es dabei aber tunlichst, die unheimliche Ungewissheit mit eindeutigen Antworten zu zerstören.

    Stilistisch wartet der Film mit abwechslungsreicher Vielfalt auf. Es gibt mit der Kamera von Nic und Jonah aufgenommenes, verwackeltes Material, als sie in das einsame Haus des Hackers eindringen. Später erinnert sich Nic manchmal in traumähnlichen Flashbacks an Naturbilder, an glückliche Momente mit Haley oder an das Joggen. Und er scheint enorme Kräfte zu haben, die ihm kaum bewusst sind. Sie offenbaren sich mit gezielt, aber sparsam eingesetzten Spezialeffekten, die sich weder abnutzen, noch in eine Superhelden-Euphorie münden. Die traurige Endzeitstimmung liegt nicht bleiern über der Geschichte, sondern eher wie ein luftiger Schleier, der wieder entfernt werden könnte. Bis zur abschließenden Kaskade von Enthüllungen bleibt der Film seinem Prinzip treu, dass jede Entdeckung die Tür zu einem neuen Labyrinth von Fragen aufstößt.

    Fazit: Der Science-Fiction-Film "The Signal" entwickelt mit beeindruckendem Ideenreichtum ein spannendes, albtraumhaftes Szenario, in dem es keine Gewissheiten gibt.
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