The Saint - Der Mann ohne Namen (1996)

Originaltitel: The Saint
The Saint - Der Mann ohne Namen Poster
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Filmhandlung und Hintergrund

The Saint - Der Mann ohne Namen: Der Krimi-Serien-Klassiker "Simon Templar" in einer prächtigen Filmfassung, in der Val Kilmer in Bond-Manier den Bösewicht zur Strecke bringt.

Für den emotional erkalteten Simon Templar ist kein Einbruch zu schwierig. Sein Leben ändert sich, als der Mann der vielen Masken die junge Wissenschaftlerin Emma kennenlernt. Weil sie erfährt, daß der Milliardär Tretiak plant, der erste Zar eines neuen russischen Reiches zu werden, gerät Emma in Lebensgefahr – und Templar in das größte Abenteuer seines Lebens.

Simon Templar ist ein Meisterdieb, der sein Aussehen blitzschnell mit den unterschiedlichsten Masken verändern kann. Weil er seine wahre Identität stets hinter den Namen diverser Heiliger verbirgt, wird er ehrfurchtsvoll “The Saint” genannt. Bevor sich der berufsmüde Templar zur Ruhe setzt, nimmt er noch einen letzten Auftrag an. Dieser treibt ihn in die Arme der schönen Wissenschaftlerin Dr. Russell, der er die revolutionäre Formel für die “kalte Fusion” abjagen soll. Da begeht der Dieb einen entscheidenden Fehler: Er verliebt sich in sein Opfer.

Meisterdieb Simon Templar will sich zur Ruhe setzen. Doch dann verliebt er sich in die Wissenschaftlerin Emma, der er eine Formel für die “Kalte Fusion” abjagen soll. Er wechselt Fronten und legt sich damit mit dem mächtigen Milliardär Tretiak an. Spielfilm nach der erfolgreichen Fernsehserie.

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Es erschien als unmögliche Mission, im Spannungsfeld zwischen kosmopolitischem James-Bond-Abenteuer und der technokratischen Präzisionsarbeit von “Mission: Impossible” einen neuen Erfolgsansatz für einen High-Tech-Thriller mit prägnanter Heldenfigur zu finden. Philip Noyce ist das Kunststück mit seiner düster-schizophrenen Reanimation des altgedienten TV-Serienhelden “Simon Templar” gelungen – auch wenn der Kommerz der Kunst in diesem ambitioniert-altmodischen Adventure-Bilderbogen aus Techno-Gadgets, großen Gefühlen und ausgedehnten Verfolgungsjagden so manches Schnippchen schlägt: Wenn auch nur bedingt gelungen, befindet sich der vorbildlich vermarktete “Saint”, der eigentlich ein Sünder ist, auf dem Weg in himmlische Umsatzgefilde.

    Ein spannender und faszinierend schillernder Typ ist dieser Simon Templar schon, den sich Philip Noyce nach zweifacher Inszenierung des simpel strukturierten Tom-Clancy-Bürokraten Jack Ryan in “Stunde der Patrioten” und “Das Kartell” vorgenommen hat. Wenig erinnert bei diesem Meisterdieb der 1000 Masken an die makellosen Manieren eines Roger Moore, der die von Leslie Charteris in den dreißiger Jahren als Romanheld erfundene Figur in der TV-Serienversion vor 30 Jahren verkörperte. In Noyces handwerklich geradezu perfektem Spionagethriller ist Templar ein gebrochener Mann, der, so erfährt man im gelungenen Dickens-artigen Prolog, sich Zeit seines Lebens die Schuld am tragischen Unfalltod einer geliebten Mitschülerin gegeben hat. Um nicht in den Wunden der Vergangenheit wühlen zu müssen, lebt der Gentleman-Söldner, der seine Einbruchstalente meistbietend am offenen Markt anbietet, ohne erkennbare Identität, stets versteckt hinter zahllosen Masken und den Namen diverser Heiliger. Auf die Frage, wer sich tatsächlich hinter den Verkleidungen verberge, weiß selbst Simon keine Antwort. Als er einen letzten Auftrag des megalomanischen Russen Tretiak annimmt, der schönen Wissenschaftlerin Dr. Russell die revolutionäre Formel für “kalte Fusion” abzujagen, kommt dem unmoralischen Namenlosen die Liebe ins Gehege. Diese reizvolle, weil komplex-komplizierte, Ausgangssituation bei der Jagd durch Moskau, Berlin, London und Oxford überzeugend in ein 70-Mio.-Dollar-Unterhaltungsspektakel mit Stunts, Action und Sensationen einzubauen, bedarf es des perfekten Ineinandergreifens aller Elemente des Films. Anstatt sich aber auf das perfekte Auskalibrieren der vorsichtig aufkeimenden Romanze, die gleichzeitig auch Psychotherapie ist, und halsbrecherischer Actionsets konzentrieren zu können, muß sich Noyce mit einem lachhaften Drehbuch der Profis Jonathan Hensleigh und Wesley Strick und dem selbstgefälligen Auftreten von Hauptdarsteller Val Kilmer herumschlagen. Wie sich der zwar als schwierig bekannte, dafür zumeist aber zuverlässige Star durch die diversen Masken chargiert, überschreitet mehr als einmal die Grenze zum unfreiwillig Komischen: Seinen Auftritt als glatzköpfiger, dickbäuchiger Spießer mit Überbiß mag man noch als Jerry-Lewis-Zitat akzeptieren, wie er aber als überheblicher Pseudo-Jim-Morrison (“The Doors” lassen grüßen!) das Herz von Elisabeth Shue stiehlt, ist ein wenig viel des Guten. In ihrem einfältigen Part als in Prada-Doktorkittel gewandetes Superhirn kann man die gute Schauspielerin manchmal bemitleiden: Neben dem unberechenbaren und arroganten Kilmer, dessen Ego den meisten Platz der Breitwandbilder einnimmt, wird jeder Funken Tiefgang im Keim erstickt. Gut, denn wenn Noyce die an sich so spannende Geschichte über den Wandel des “Saint” vom Sünder zum Heiligen einmal verläßt, um kräftig Gas zu geben, sind die Bilder atemberaubend. Denn obwohl sich der Regisseur beim Aufbau der Geschichte deutlich am Kalten-Krieg-Thriller der sechziger Jahre orientiert, kann es die Action jederzeit mit den gelungensten Genrebeispielen aufnehmen. Vor allem die düsteren Bilder einer im Zerfall begriffenen Stadt, die sich beim Dreh in Moskau wohl aufdrängten, verleihen dem Film ein ganz eigenes Flair. So ist er auch ein passables Megabudgetmovie mit blendenden kommerziellen Aussichten geworden. Aber wenn man sieht, wie lieb- und ideenlos “The Saint” mit seinen Figuren umgeht (vor allem auf die Ausarbeitung des schwelenden Vater-Sohn-Konflikts zwischen dem sinistren Tretiak und seinem Handlanger-Sprößling wartet man vergebens – simple Bösewichte waren den Filmemachern wohl genug), dann kann man sich des Eindrucks nicht erwehren, daß eine Chance verschenkt wurde, einen großen Film zu machen. ts.

Darsteller und Crew

News und Stories

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