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The Riot Club (2014)

The Riot Club Poster
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Filmhandlung und Hintergrund

The Riot Club: Emotional intensives, bissiges Drama nach einem Bühnenstück über eine elitäre Studentenverbindung in Oxford, die ihre vermeintliche Überlegenheit in einem Dinner ohne Grenzen zelebriert.

Er ist exquisit, legendär und geht auf einen Mord zurück: Der Riot Club. Einst wurde ein junger Student aus Oxford, der sich Lord Riot nannte, vom wütenden Ehemann der Frau, mit der er Sex hatte, erstochen. Seine Freunde gründeten daraufhin die Studentenverbindung, in der nur eines zählt: Ansehen, Herkunft und Geld. Im 21. Jahrhundert ist der Riot Club immer noch aktiv und darf immer nur 10 Mitglieder zählen. So werden die beiden Studenten Alistair (Sam Claflin) und Miles (Max Irons), beide aus gutem Hause kommend, in den Club eingeführt und schließlich zum alljährlichen Dinner eingeladen. Dieser Abend steht nur unter einem Stern: edel dinieren und exzessiv trinken. Sogar eine Prostituierte wird eingeladen, um den zehn jungen Herren Spaß zu bereiten. Als diese sich allerdings nicht auf deren erniedrigendes Spiel einlassen will, kochen die Emotionen bei einigen Mitgliedern so langsam hoch. Als dann noch das teure Perlhuhn auf der Speisekarte fehlt und der Alkohol weiter in Strömen fließt, nimmt die Veranstaltung unvorstellbare Ausmaße an...

In “The Riot Club” sind einige bekannte Gesichter zu sehen, die man aus anderen Filmen wohl eher kennen dürfte: Sam Claflin spielt in der “Die Tribute von Panem”-Reihe Katniss Everdeens Verbündeten Finnick Odair, während Douglas Booth aus Darren Aronofskys “Noah” bekannt ist. Die Prostituierte Charlie wird von der “Game of Thrones”-Darstellerin Natalie Dormer verkörpert und auch Max Irons konnte in der Literaturverfilmung “Seelen” bereits zeigen, was er kann. Doch letzterer besitzt noch ein anderes Merkmal, der ihn bekannter macht, immerhin trägt er den Nachnamen seines Vaters, Schauspieler Jeremy Irons.

Videos und Bilder

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Das spannende Ensembledrama "The Riot Club" rechnet sehr kritisch mit dem Klüngel der britischen Upper Class ab. Die dänische Regisseurin Lone Scherfig ("An Education", "Italienisch für Anfänger") verfilmt mit kühlem Blick eine Geschichte, die auf dem Theaterstück "Posh" von Laura Wade basiert. Die Autorin hat auch das Drehbuch verfasst.

    Die jungen Snobs des 1776 gegründeten, fiktiven Riot Clubs an der Universität Oxford zählen sich selbst bereits zur Elite des Landes. Beim traditionellen Jahresessen schlagen sie regelmäßig über die Stränge und pfeifen auf ihre Manieren. Das Drama verfolgt mit glaubwürdiger Präzision, wie eine zunächst harmlos wirkende Gemeinschaft unter bestimmten Umständen ins Kriminelle kippen kann.

    Schon die stilvolle, traditionsreiche Universität übt eine unwiderstehliche Faszination auf den Betrachter aus. Da verspricht der Hipster-Club mit seinen coolen Jungs und ihren Ausschweifungen nur noch eine weitere Steigerung des elitären Gefühls. Also treten die Neulinge Alistair und Miles dem Riot Club gerne bei. Man ist gespannt, wie sich diese unterschiedlichen Charaktere einfügen werden. Alistair, der immer im Schatten seines Bruders stand, ist ein ernster Mensch, der sogar die Diebe, die ihn auf der Straße attackieren, über den korrekten Sprachgebrauch belehrt. Der Film stellt ihn in Konkurrenz zu dem offenen, umgänglichen Miles. Dieser hat politisch ganz andere Ansichten und sogar eine Freundin. Alistair kann mit Zurücksetzung schlecht umgehen, was aber auf die meisten Clubmitglieder zutrifft. Wegen ihrer völlig überzogenen Ansprüche bringen sie sich im Gasthof in peinliche Situationen.

    Der Blickwinkel des Films verengt sich zunehmend auf die Eskalation im Gasthof. Die Individuen stehen nicht mehr im Mittelpunkt des Interesses, sondern die Gruppendynamik und damit auch die Absicht des Films, Missstände anzuprangern. Insbesondere der Wandel, der die Figur des Alistair betrifft, verzichtet allzu rasch auf Zwischentöne und nimmt einen gewollt drastischen Verlauf. Was einem aber Schauer über den Rücken jagt, ist schließlich die nüchterne Erkenntnis, wie gut der Club funktioniert.

    Fazit: Der dramatische Ensemblefilm "The Riot Club" ist nicht nur spannend, sondern übt auch ätzende Kritik am Standesdünkel einiger Oxfordstudenten aus gutem Hause.
  • In Lone Scherfigs Theaterverfilmung entlarven sich Englands zukünftige Leader als gebildete Idioten.

    Dass Wissen wie auch analytisch-rhetorische Kompetenz nur Teilfaktoren von Intelligenz sind, weist “The Riot Club” mit bitterer Schärfe nach. Qualitäten wie soziale und emotionale Intelligenz fehlen der jungen, in akademischen Exklusivverbindungen geschmiedeten britischen Elite. Das hat Folgen für die Evolution der Gesellschaft, nicht aber für den verzogenen Nachwuchs von Reichtum und Aristokratie – demonstriert in einem Lächeln, das dieses packende Drama pointiert beschließt.

    Zu Beginn dieser Adaption eines Theaterstücks von Laura Wade glaubt man sich im Brit-Pendant zu US-Collegefilmen, in denen Vergnügen exzessiv ausgelebt wird. Zwei Neuzugänge in Oxford, der sympathisch-bescheidene Miles (Max Irons) und der arrogant-frustrierte Alistair (Sam Claflin), geraten in den Sog der titelgebenden Geheimverbindung, die für den Club und dessen alljährliches Dinner ohne Grenzen zwei neue Rekruten sucht. Im atmosphärischen Mix aus “Wiedersehen in Brideshead” und “The Skulls – Alle Macht der Welt” erlebt man im heiter-entspannten Ton den Aufnahmeritus wie auch die Romanze von Miles mit Kommilitonin Lauren – eine normale junge Frau, die den Oberschichtzögling erdet. Dieser Öffnung von Wades Vorlage folgt die theaterhafte Verdichtung von Raum und Zeit an einem einzigen Schauplatz. Ein kleiner Landgasthof, der sein Überleben in einer betuchteren Klientel sieht, richtet das rituelle Dinner des “Riot Club” aus. Sobald das Saufgelage beginnt, verschärft sich der Ton, werden Anstandsfassaden fallen gelassen, bis der Abend nach verbalen und körperlichen Erniedrigungen in einem gewalttätigen Finale eskaliert.

    Trotz einer etwas simplen Polarisierung zwischen Normalvolk und Statuskönigen führt die Dänin Lone Scherfig (“An Education”) die Begriffe von Gentleman und Elite überzeugend ad absurdum, zeigt aber auch die unverminderte Potenz eines sich selbst schützenden Systems. Der mit vielen interessanten und kompetenten britischen Newcomern besetzte Film kennt letztlich nur in den drei nennenswerten Frauenfiguren (Studentin, Wirtstochter, Escortgirl) und einem ohnmächtigen Gastwirt Charaktere, die sich mit Stärke und Moral die Sympathie des Zuschauers verdienen. Der Club selbst ist ein menschlicher Dschungel, den man nur mit der Machete in der Hand betreten möchte. kob.
  • Mit "Italenisch für Anfänger" (2000) schaffte sie ihren filmischen Durchbruch. Die dänische Regisseurin Lone Scherfig. Jetzt adaptierte sie das erfolgreiche Bühnenstück "Posh" von Laura Wade und machte daraus einen Film.
    Seine Lordschaft Riot war zu Lebzeiten ein Feingeist, progressiver Denker und Gelehrter und ein Mensch mit einem ausschweifendem Lebensstil.
    Solange, bis ein gehörnter Ehemann 1776 ihn flagranti mit seiner Ehefrau erwischte und dem Lord das Licht ausblies. Zu seinen Ehren gründeten seine Freunde den Riot Club um die Dekadenz aufrecht zu erhalten.
    Diese Tradition hat sich bis heute fortgesetzt. Jedes Jahr wird bei einem Dinner die Sau rausgelassen. Und immer sind es stets zehn Mitglieder die dem Zirkel angehören.
    Das ist der Einstieg zu diesem Film. Das neue Semester in Oxford beginnt und der Club hat Schwierigkeiten. Es fehlen ihm zwei Mitglieder. Nur mit der Zahl 10 kann das alljährliche Dinner stattfinden.
    Die Wahl fällt auf Miles (Max Irons) und Alistair (Sam Claflin). Für Miles ist es eine Überraschung, während Alistair nichts anderes erwartet hat, war doch sein älterer Bruder Präsident des legendären Zirkels.
    So kann also das tradionelle Dinner in einem Pub zelebriert werden. Schnell läuft der Abend aus dem Ruder und endet mit einem Exzess. Es wird Blut fließen und einer wird dafür bezahlen müssen.
    Fast ein Sittengemälde, dass aber sehr schwerfällig daher kommt und einige Zeit braucht um Fahrt aufzunehmen. Wobei die dramatische Entwicklung vorhersehbar ist.
    Es wirft aber gleichzeitig einen treffenden Blick auf die britische Gesellschaft, und in die geheime Welt der Dining Societies, in der sich die britische Elite selbst feiert und gegenseitig fördert.
    Der aktuelle Premierminister David Cameron, war ebenfalls Mitglied im berüchtigten "Bullingdon Club".
    106 Minuten - ein Film den man nicht unbedingt sehen muss.
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