The Punisher (2004)

The Punisher Poster
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Filmhandlung und Hintergrund

The Punisher: Marvel-Comicverfilmung über einen Spezialagenten und dessen gnadenlosen Rachefeldzug nach dem Mord an seiner Familie durch die Mafia.

Als Spezialagent Frank Castle (Thomas Jane) der Mafia-Oberliga zu dicht auf den noblen Zwirn rückt, antwortet das organisierte Verbrechen mit der Ermordung von Frau und Sohnemann. Außer sich vor mühsam gezügeltem Hass hängt Castle daraufhin Polizeimarke und komplette Zivilisation an den Nagel, um sich fortan als rasender Unterwelträcher nur mehr der direkten Ermordung aller greifbaren Schwarzwesten zu widmen.

Einer der düstersten und nihilistischsten Marvel Comic-Helden erhebt gute 15 Jahre nach dem rohen, aber effektiven Goldblatt-Vorgänger sein Haupt auf der Leinwand, um ganz ohne Superkräfte dem Begriff Bodycount eine neue Dimension zu verleihen. John Travolta, Rebecca Romijn-Stamos und Samantha Mathis sind mit von der Partie.

Das angenehme Dasein von Spezialagent Frank Castle wird mit einem Mal zerstört, als seine Frau und sein Sohn Zeuge eines Mafia-Verbrechens und von den Killern beseitigt werden. Daraufhin schwört Frank unerbittliche Rache, bewaffnet sich und beginnt einen erbarmungslosen Rachefeldzug gegen den Mob. Als Richter, Geschworener und Henker in einer Person gelangt er so bald zu zweifelhafter Berühmtheit.

Sein Name ist Frank Castle. Er ist Undercover-Agent und er ist der Beste. Bis bei einem Einsatz der Sohn des Unterwelt-Bosses Howard Saint stirbt und letzterer daraufhin die gesamte Familie des Agenten inklusive seiner Frau und seines Sohnes bei einem Massaker auslöscht. Castle überlebt, schwer verletzt und von bitteren Rachegelüsten getrieben. Als titelgebender Racheengel kehrt er einige Zeit später nach Miami zurück und es beginnt eine nie dagewesene Vergeltungsschlacht, bei der Saints gesamtes Imperium dran glauben muss.

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • The Punisher basiert auf einem Marvel Comic, der seit den 70er Jahren publiziert wird, und ist somit ein weiterer Film in einer langen Serie von Comicverfilmungen, die in den letzten Jahren das Licht der Leinwand erblickten.

    Im Gegensatz zu den bekannten Comicverfilmungen, erwartet den Zuschauer hier kein Superheld mit übermenschlichen Kräften oder angeborenen Fähigkeiten. Frank Castle ist ein Mann, der seiner Kraft und seine Willensstärke aus dem emotionalen Verlust seiner Familie schöpft. Er lebt angetrieben von Vergeltung, Rache und Hass.

    The Punisher geht mit seiner Tradition als Rachethriller sehr ironisch um. Die Dialoge sind oftmals klischeehaft und damit zwangsläufig (unfreiwillig?) komisch. Mit seinem markigen Aussehen und coolen Onelinern reiht sich Tom Jane in die Tradition des klassischen Actionhelden ein.

    In gewohnt emotional geladenen Bildern zelebriert Regisseur Jonathan Hensleigh, bekannt geworden durch Drehbücher zu Actionblockbustern wie Armageddon und The Rock, eine Bildästhetik, die den Einfluss von Michael Bay, Jerry Bruckheimer und Werbeclips erahnen lassen. So darf die Superzeitlupe ebenso wie die untersichtigen Hero-Shots des Hauptdarstellers nicht fehlen.

    Ein Indiz dafür, dass The Punisher sich tatsächlich nicht ernst nimmt, ist die Kampfszene zwischen Frank Castle und dem Profikiller The Russian, gespielt vom Wrestler Kevin Nash. Während durch die Wohnung laut italienische Operettenmusik tönt, liefern sich die beiden einen fast schon slapstickartigen Kampf.

    Keine Frage, The Punisher ist kein anspruchsvoller Film, aber jeder der auf harte Action steht, die fast schon absurden Rächersprüche akzeptiert und sich darüber amüsieren kann, wird voll auf seine Kosten kommen. Und - wer hätte schon gedacht, dass der Punisher auch ein Pyrotechniker ist...

    Fazit: Sinnfreies, aber unterhaltsames Actionkino für jeden, den eine platte Handlung genauso wenig abschreckt wie unfreiwillig komische Lonesome-Rider-Sprüche. Denn dann ist es wahres Popcornkinovergnügen.
  • Der kantigste aller Marvel-Helden, der unapologetische und nihilistische Punisher, ist bereit für seinen zweiten filmischen Einsatz. Auf die unterschätzte Pulp-Verfilmung von Mark Goldblatt von 1988, in der Dolph Lundgren auf der Höhe seiner Kraft böse Buben bestrafte, geht Drehbuchautor Jonathan Hensleigh (“Armageddon”) in seinem Regiedebüt nicht weiter an, obwohl beide Filme Brüder im Geiste und der neue “Punisher” glatt als Prequel durchgehen könnte. Denn hier erzählt Hensleigh ohne Mätzchen und Schnickschnack, wie es zum rot sehenden Superhelden kommen konnte. Hoher Bodycount ist Pflicht, und Thomas Jane gibt in hautengem Leibchen und Ledermontur den Charles Bronson.

    An die beste Zeit des Actionfilms fühlt man sich zurückerinnert in diesem deftigen Vigilanten-Szenario. Damals, als Explosionen noch Explosionen waren, Männer noch Männer, die Schergen des Oberbösewichts maschinengewehrgarbenweise ins Gras beißen mussten und Namen wie Schwarzenegger und Stallone Programm waren. Ein Hauch von “Phantom-Kommando” oder “City Cobra” weht durch diesen schnörkellosen und angenehm konventionellen Film. Würde der Marvel-Stempel nicht auf diesem Projekt prangen, könnte man sich “The Punisher” auch als nahen Verwandten früher Filme mit Steven Seagal (“Hard to Kill”) oder Jean-Claude Van Damme (“Ohne Ausweg”) vorstellen. Vermutlich deshalb macht er auch so viel Spaß, obwohl Hensleigh als Regisseur eher als Grobmotoriker auffällt und auch das Drehbuch dauerhaft im Ton schwankt. Eleganz oder gestalterische Kniffe muss man anderswo suchen. Hier wird eisern ein Bein vors andere gesetzt, um von A nach B zu kommen, auch wenn das gerade am Anfang so manche Länge bedeutet.

    Bevor Thomas Jane (“Deep Blue Sea”) nämlich seinen erklärten Anspruch, den zünftig kernigen Action-Macho auf die Leinwand zurück kehren zu lassen in die Tat umsetzt, lernt man erst einmal den Florida-Cop Frank Castle als prima Familienmensch kennen. Seiner Lady hat er nach einem letzten Einsatz geschworen hat, das Pistolenhalfter an den Nagel zu hängen. Dass just bei diesem Einsatz der Sohn des Industriemagnaten Howard Saint ums Leben kam, führt dazu, dass Saints Frau die Ermordung Castles mitsamt seiner gesamten Familie anordnet. In einer erbarmungslosen Sequenz wird der Auftrag ausgeführt; nur Frank selbst überlebt schwer verletzt. Seine Identität ist jedoch ausgelöscht. Als Punisher steigt er aus den Trümmern seiner Existenz und rüstet sich als Cop, Richter und Henker in Personalunion zur Bestrafung. Ein Subplot über drei Verlierertypen (darunter Rebecca Romijn-Stamos, bei der Hensleigh tatsächlich das Kunststück gelang, sie unattraktiv aussehen zu lassen), die im gleichen Haus leben wie der Punisher und seine Freundschaft suchen, erweist sich als Rohrkrepierer. Von den muskulösen Actionsequenzen lässt sich das jedoch ebenso wenig behaupten wie vom Showdown, in dem der Punisher seinem Namen alle Ehre macht.

    Vor allem ist es Thomas Janes Film. Bislang eher als amerikanische Ausgabe von Christopher Lambert belächelt, kommen ihm sein viriles und doch verletzliches Auftreten und seine stahlblauen, bohrenden Augen zugute. Vor allem gefällt seine Bodenerdung, die an Typen wie McQueen, Bronson oder Marvin erinnert und sich blendend mit John Travoltas gnadenlos überzogenen Sahnehäubchen als Edelbösewicht Saint verträgt. Gewiss, der Film hätte ökonomischer erzählt werden können. Aber wie Hensleigh hier den echten Actionfilm wiederbelebt und gleichermaßen Schwarzenegger und Shakespeare zitiert, wird er dem 1974 auf der Höhe der Vigilantenwelle geschaffenen Comic allemal gerecht. ts.

Darsteller und Crew

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