The Life and Death of Peter Sellers (2004)

The Life and Death of Peter Sellers Poster
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Filmhandlung und Hintergrund

The Life and Death of Peter Sellers: Biopic über den charismatischen, brillanten Komödianten und seinen Aufstieg vom Radiosprecher zu einem der besten Filmkomiker der Welt.

In den 50ern macht der junge Peter Sellers (Geoffrey Rush) sehr zur Freude seiner ebenso ehrgeizigen wie dominanten Mutter Karriere als Komiker beim Radio und träumt derweil vom Film. Als er mit Tricks und viel Talent einen Fuß in die Tür von Hollywood gesetzt hat, wächst die Unzufriedenheit mit seinem spießigen Familiendasein und den mangelnden Herausforderungen der Komödien von Blake Edwards (John Lithgow). Sellers leistet sich Affären mit Stars und Starlets, probiert Drogen aus und strebt – leider erfolglos – nach Anerkennung als Charakter-Mime.

Glaubt man diesem fesselnden, hochkarätig besetzten Biopic von Stephen Hopkins (“Lost in Space”), muss der beliebte Darsteller des Inspektor Clouseau schon ein rechtes Scheusal gewesen sein.

Vom beliebten BBC-Radiosprecher gelang Peter Sellers in den 60er Jahren der Aufstieg zu einem der besten Filmkomiker der Welt. Angetrieben von seiner dominanten Mutter, muss sich Sellers nicht nur mit seiner Popularität, sondern auch mit seinen Frauenbeziehungen und vor allem mit seinen vielen Persönlichkeiten arrangieren.

Anfang der sechziger Jahre steigt Peter Sellers mit “Der rosarote Panther” vom BBC-Liebling zum Mega-Star auf. Stets von Selbsthass und Unsicherheit geplagt und dank seiner infantilen Wutausbrüche von den Regisseuren gehasst, kommt Sellers nie mit sich selbst ins Reine. Aufgrund seiner autoritären Mutter in Sachen Frauen schwer gestört, scheitert auch seine zweite Ehe mit der schwedischen Schönheit Britt Ekland. In der Folge entwickelt sich Sellers entwickelt zunehmend zu einem immer exzentrischer werdenden Einsiedler.

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Man muss nur die Beziehungen von Peter Sellers zu seiner Mutter und zu Anne, seiner ersten Frau, isoliert betrachten, um zu bemerken, dass der Film nicht Sellers’ Leben historisch akkurat nachzeichnen möchte: Von der Mutter wurde er stets angetrieben, sie war zeitlebens die wichtigste Person in seinem Leben; und von Anne holte er sich zu allen Zeiten Ratschläge, ohne ihre Unterstützung in allen Lebenslagen – Ehekrisen, Trauer – wäre er völlig lebensunfähig gewesen.

    Diese Beziehungskonstellationen sind ein starkes Stück und keinesfalls glaubhaft – doch was kann glaubhaft sein bei einem Film über einen der größten Filmkomiker überhaupt, dessen Innerstes ihm selbst stets ein Rätsel war?

    Das ist die Stärke des Films: er ist stets flirrend, er oszilliert zwischen Informationen zu Sellers’ Leben und der Darstellung des großen Unbekannten, das sich hinter den öffentlichen Masken verbarg. Sellers war ein Meister darin, komische Figuren zu erfinden und zu verkörpern, Inspektor Clouseau oder Dr. Seltsam sind nur die bekanntesten. Immer, wenn Sellers auftrat, versteckte er sich hinter exzentrischer Skurrilität, und, so behauptet es der Film, dieses Fehlen einer eigenen Persönlichkeit war für ihn Zeit seines Lebens eine schwere Last.

    Die Suche nach der eigenen Existenz, nach dem eigenen Charakter, das trieb ihn an, und dabei stand er sich bei der Suche selbst im Weg. Immer wieder greift der Film zurück auf die Sellers-Filme, wandelt sich in eine James-Bond-reife Verfolgungsjagd zwischen Star und Regisseur, als Sellers das Set der 007-Persiflage „Casino Royale“ verlässt, oder Sellers erscheint in seiner jungenhaften Schwärmerei für die Loren wie eine seiner bizarr-trotteligen Figurenerfindungen, wenn er mit Scheuklappen jede Realität flieht und kindisch die große Diva umschwärmt. In diesen Momenten gelingt es dem Film, die Komik, den Witz eines Peter-Sellers-Film aufzunehmen und weiterzutransportieren. Und dann wieder rückt eine Schulterkamera den Figuren aufdringlich nahe, setzt sie in Halbschatten und lässt ein geheimnisvolles Gefühl von Bedrohtheit aufkommen – Sellers privat ist nicht beizukommen, er verliert sich irgendwo zwischen all den Rollen, die er spielte, der wirkliche Sellers in seinen Filmen und Geoffrey Rush in seiner brillanten Sellers-Darstellung in diesem Film. Denn immer wieder, an Schlüsselszenen von Sellers’ Leben, tritt der Film von sich selbst zurück, zeigt in einem Blick hinter die Kulissen seine Gemachtheit, und er lässt wichtige Personen aus Sellers’ Leben – der Vater, die Mutter, Anne, Stanley Kukbrick, Blake Edwards – die Person Peter Sellers kommentieren – in diesen Momenten werden auch sie von Geoffrey Rush – oder von Peter Sellers – gespielt, Sellers tritt neben sich und betrachtet sich selbst aus der Perspektive einer wirklichen Figur, die der Film für seine Zwecke neu erfunden hat. Sellers, der Mensch, bestand aus unzähligen Figuren, denen der Film noch mehr hinzugefügt hat – und es ist genau dieses Facetten-Dasein, das Sellers definiert, das Sellers nie als sein wirkliches Selbst anerkannt hat, das diesen traurigen Clown ausmacht – ein Mensch, für die Leinwand, für die Darstellung geboren, doch nicht für ein zufriedenes wirkliches Leben.

    Fazit: Großartiges Porträt eines der größten Filmkomiker überhaupt, der an seinem eigenen Witz verzweifelte.
  • Regisseur Stephen Hopkins leitet Oscar-Preisträger Geoffrey Rush durch eine darstellerische Tour de force in der facettenreichen Rolle des brillanten Komikers Peter Sellers. Hopkins zeigt das schwierige Privatleben des Schauspielers zwischen dominanter Mutter und schönen Freundinnen und beleuchtet sein geniales Talent genauso wie sein bisweilen albtraumhaftes Innenleben.

Darsteller und Crew

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