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The Forbidden Girl (2013)

The Forbidden Girl Poster
Nicht mehr im Kino.
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Filmhandlung und Hintergrund

The Forbidden Girl: Deutscher Low-Budget-Horror-Fantasy-Drama-Mix in 3D um einen Priestersohn, seine (un)tote Jugendliebe, Werwölfe und eine jünger werdende Hexe.

Priestersohn Toby verliert in einer einzigen Nacht seine große Liebe Kathy und seinen Vater durch einen Werwolfangriff . Die Polizei glaubt ihm nicht und lässt ihn für Jahre in eine Irrenanstalt wegsperren. Nach seiner Entlassung bekommt er eine Anstellung als Hauslehrer in einem abgelegenen Schloss. Die angeblich lichtkranke Nichte der uralten Hausherrin, die er unterrichten soll, entpuppt sich als seine Kathy. Doch sie erkennt ihn nicht wieder. Toby bekommt noch einmal eine Chance, seine große Liebe zu retten, doch muss er bereit sein, einen hohen Preis dafür zu zahlen.

Teenager Toby verliert in einer einzigen Nacht seine große Liebe und den verhassten Vater durch den vermeintlichen Angriff eines Werwolfs. Für die nächsten paar Jahre wandert der mordverdächtige Jüngling in die Psychiatrie, bevor er nach seiner Entlassung eine Anstellung findet als Hauslehrer auf einem abgelegenen Schloss. Dort scheint wenig mit rechten Dingen zuzugehen: Die Schlossherrin lebt in großer Heimlichkeit, ihr Diener verhält sich feindselig, von einer Schülerin fehlt zunächst jede Spur. Dafür erinnert viel an Tobys Verflossene.

Ein junger Mann mit dunkler Vergangenheit tritt den Hauslehrerposten in einem veritablen Spukschloss an. Ambitionierter und effektvoller Versuch aus deutschen Landen, international auf der Horrorwelle mitzureiten.

Videos und Bilder

Auf DVD & Blu-ray (2)

Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Gerade junge deutsche Filmemacher bekennen sich wieder zum internationalen Genrekino und erinnern damit ansatzweise an eine Tradition, die viel zu lange brach lag. Nach Andreas Marschalls Giallo-Hommage "Masks", die in einigen wenigen Kinos startete, bewegt sich Till Hastreiters mit dem in Englisch und in 3D gedrehten Gruselthriller "The Forbidden Girl" in die gleiche Richtung. Hastreiter ("Status Yo") schrieb schon das Drehbuch zur Spukgeschichte "7 Days to Die". Mit überschaubarem Budget drehte er in einem Thüringer Jagdschloss die streckenweise atmosphärische Geistermär um eine blonde Widergängerin, eine sich transformierende Hexe und einen diabolischen Werwolf, die einem gepeinigten Priestersohn die Sinne rauben.

    Nach dem trashigen Prolog mit dem chargierenden Roger Tebb als fanatischer Prediger, der seinem Sohn vergeblich jeden Umgang mit der holden Weiblichkeit untersagt – alles mit schwachen Masken in Karnevalsmanier inszeniert - möchte man das Fantasy-Projekt eigentlich schon abschreiben. Doch immerhin gewinnt die sinistere Story bei Toby Ankunft in der verwunschenen Spukvilla deutliche an Intensität, obwohl "The Fobidden Girl" nie ganz seinen amateurhaften Anstrich verliert.

    Hastreiter legt seinen Mystery-Plot als Hommage an das "Gothic Horror"-Genre, Mario Bava (man findet Motive aus den Meisterwerken "Die toten Augen des Dr. Dracula" und "Nachts, wenn Dracula erwacht") und Stanley Kubricks "Shining" an. Gerade Kubrick zitiert er in einer surrealen, absurden Traumsequenz direkt. Ohnehin entwickelt sich die unheimliche Liebesgeschichte zwischen Toby und Kathy bzw. Laura nicht gradlinig, sondern stets mit ironischen Brechungen. Das verhindert nicht, dass der Plot mitunter auf der Stelle tritt. Völlig nachvollziehbar wirken die Zusammenhänge ohnehin nicht: Wieso landet der Protagonist etwa ausgerechnet in der Residenz der fast schon mumifizierten Lady Wallace? Natürlich hängt der Prolog mit der restlichen Handlung zusammen, was ihn aber nicht weniger unplausibel erscheinen lässt.

    Insgesamt erweist sich das Projekt in Inszenierung, Darstellerleistungen und Effekten als reichlich disparat. Während die immerhin ökonomisch eingesetzten Masken nicht über Mummenschanz hinaus kommen, wirken die CGI-Effekte (unter anderem von Pixomondo) ebenso wie die Performance der beiden jungen Akteure zumindest annehmbar. Dagegen kann Klaus Tange als blondierter Ersatz-Klaus Kinski seinem Rollenvorbild nicht das Wasser reichen. Deutlich hebt Janette Hain als anfangs abschreckende, später verführerische, undurchsichtige Hausherrin das darstellerische Niveau, wobei es ihrer Präsenz sogar gelingt, sich gegen die schwache Maske zu behaupten. Bei Lady Wallace’ ausgefallenen Ring, der ihre diabolische Aura unterstützt, dürfte es sich um eigenen Schmuck handeln.

    Neben Hains Leistung ragt die hervorragende Kameraarbeit heraus, welche das bizarre Dekor unheimschwanger in Szene setzt. Leider stand uns nur ein Screener zur Verfügung, der jedoch einen positiven Eindruck der räumlichen Gestaltung erweckt. Ebenso spricht der "Excellence Award" der europäischen 3D-Produzenten auf der CINEC-Tagung 2012 für die Qualität der Stereoskopie-Fotografie. Über die Plotlöcher und dramaturgischen Schwächen kann diese Auszeichnung jedoch nicht hinweg täuschen.

    Fazit: Trotz uneinheitlicher Inszenierung und Schauspielerleistungen stellt "The Forbidden Girl" ein viel versprechender Schritt in Richtung deutsches Genrekino dar.
  • Till Hastreiter (“Status Yo”) realisierte in drei Jahren mit wenig Geld, dafür viel Hingabe und mit hochprofessioneller Unterstützung bei den Spezialeffekten einen Horrorfilm an heimischem Schauplatz in 3D. Sein Genre-Mix, in dessen Zentrum eine Liebesgeschichte steht, verbeugt sich vor klassischen Vorbildern der Vierzigerjahre. Die 3D-Effekte wurden bei der CINEC prämiert. Jeanette Hain ist in der Rolle der Hexe zu sehen.

Darsteller und Crew

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