The Fighter (2010)

The Fighter Poster
Nicht mehr im Kino.
Userwertung (0)
  1. Ø 0
Kritikerwertung (2)
  1. Ø 4.5

Filmhandlung und Hintergrund

The Fighter: Packendes Drama über zwei Brüder aus einer Arbeiterstadt, die von einer Karriere als Boxer träumen, davor aber erst eine tiefe Talsohle durchschreiten müssen.

Es sah so aus, als könnte Dicky ein Großer werden. Doch nach einem verlorenen Titelkampf gegen Sugar Ray Leonard stürzt der Junge aus dem Arbeiterstädtchen Lowell ab. Sein jüngerer Bruder Micky versucht, in Dickys Fußstapfen zu treten, verliert aber Kampf um Kampf. Erst als es seiner Verlobten Charlene gelingt, ihn dazu zu bringen, sich von seiner Familie, seinem kaputten Bruder und seiner unerbittlichen Mutter loszusagen, macht er Karriere. Als er die Chance erhält, um den Weltmeistertitel zu kämpfen, reicht Micky seiner Familie die Hand zur Versöhnung.

Videos und Bilder

Auf DVD & Blu-ray (1)

Kritiken und Bewertungen

So werten die User (0)
5
 
0 Stimmen
4
 
0 Stimmen
3
 
0 Stimmen
2
 
0 Stimmen
1
 
0 Stimmen
So werten die Kritiker (2 Stimmen)
5
 
1 Stimme
4
 
0 Stimmen
3
 
0 Stimmen
2
 
0 Stimmen
1
 
0 Stimmen

Wie wertest Du? Klicke auf einen der Sterne:

Kritikerrezensionen

  • „The Fighter“ basiert auf einer wahren Geschichte. Eine Geschichte, die Mark Wahlberg – zugleich Hauptdarsteller und Produzent des Films – schon lange interessiert und für deren Verfilmung er lange gekämpft hatte. Kein Wunder eigentlich, klingt sie doch wie von einem Hollywood-Autor erdacht: zwei Brüder aus ärmlichen Verhältnissen, der eine ein gescheiterter Ex-Boxer, der andere ein wenig erfolgreicher Aktiver, die nach jeder einzelnen Niederlage, die das Leben ihnen bereitet, doch wieder aufstehen und weiterkämpfen, ganz egal, wie viele Prügel sie dabei beziehen.

    Micky Ward war als Boxer genau so, wie man es bei einer Biographie voller privater und sportlicher Rückschläge erwarten würde: einer, der einstecken konnte, der einstecken können musste, weil seine Gegner oft die bessere Technik mitbrachten und das bessere Training absolviert hatten. Aber ebenso einer, der im Ring niemals aufgab und bereits verloren scheinende Kämpfe durch einen überraschenden K.O. doch noch für sich entscheiden konnte.

    Drei Jahre hatte Wahlberg sich auf die Rolle des Micky Ward vorbereitet, begann parallel zu seinen anderen Projekten mit einem intensiven Boxtraining, noch bevor überhaupt feststand, dass er den Film würde realisieren können. Eine Herzensangelegenheit. Das wird nicht zuletzt dadurch deutlich, dass Wahlberg als Produzent auch ein finanzielles Risiko mit der Verfilmung der Geschichte von den boxenden Brüdern einging.

    Doch das Risiko hat sich gelohnt. „The Fighter“ wurde mit zwei Golden Globes und zwei Oscars ausgezeichnet, und das völlig zurecht. Vor allem Christian Bale spielt den crackabhängigen Dicky Eklund unglaublich authentisch. 15 Kilo hat der Schauspieler für die Rolle abgenommen, er präsentiert einen wenig attraktiven Körper, der schon nicht mehr drahtig, sondern ausgemergelt wirkt, er erscheint ungepflegt, mit tiefen Augenringen und dem Ansatz einer Glatze am Hinterkopf. Christian Bale sieht in „The Fighter“ aus, als müsste man sich tatsächlich Sorgen um ihn machen.

    Auch die frischgebackene Oscar-Preisträgerin Melissa Leo wirkt absolut überzeugend als Alice. Die Mutter von Micky und Dicky ist die Matriarchin der Familie, und die Sage und Schreibe sieben Schwestern der beiden Boxer, die zusammen mit Alice in einer heruntergekommenen Wohnung leben und jede Entscheidung der Mutter unterwürfig gutheißen, stellen so etwas wie die Perversion des Chors in der antiken Tragödie dar.

    „The Fighter“ ist nicht nur ein Sportlerdrama, sondern auch ein Familienportrait, das in ungeschminkten Bildern die ärmliche Verhältnisse der Familie und der ganzen Stadt Lowell darstellt. Es geht nicht nur um den sportlichen Wettkampf, sondern auch um die Kämpfe des alltäglichen Lebens: um so banale, aber nichtsdestotrotz notwendige Dinge wie Geld, um Achtung und Respekt, um Liebe und Freundschaft.

    Mark Wahlberg spielt Micky Ward als einen, der diese Kämpfe stoisch bestreitet, fast mechanisch, einen nach dem anderen. Dass er sich auch in seinem neuen Film nicht zum ausdrucksstarken Mimen mausert, kommt ihm dabei ganz gelegen. Für die Emotionen sind ohnehin die anderen Figuren zuständig, Dicky oder Alice etwa, während Micky meist passiv bleibt und irgendwie sein Leben über sich ergehen lässt – die wenigen Szenen, in denen er dann doch emotional aktiv wird, wirken dadurch umso stärker.

    Im Ring kann Mark Wahlberg außerdem mit seiner enormen physischen Präsenz überzeugen. Die Boxkämpfe inszeniert Regisseur David O. Russell nicht in Hochglanzbildern oder Zeitlupenaufnahmen, wie es etwa bei den „Rocky“-Filmen der Fall ist. Stattdessen gibt es grobkörnige Bilder, die einen dokumentarischen Charakter haben. Das sorgt für Authentizität und verstärkt den Eindruck, dass wir es mit einer wahren Geschichte zu tun haben. Einer, die wunderbar unprätentiös erzählt ist und einem in Erinnerung bleibt.

    Fazit: Glaubwürdiges Drama um zwei Brüder, die sich als Profiboxer durchschlagen, mit einem außergewöhnlich guten Christian Bale – sehr sehenswert!
  • Packende Boxersaga mit emotionalem Punch, die auf dem turbulenten Werdegang des Weltergewicht-Champions Mickey Ward basiert, der entgegen aller Erwartungen triumphierte.

    Die Hauptrolle übernimmt Mark Wahlberg (“Die etwas anderen Cops”), der sich damit den lang gehegten Traum verwirklicht, den Underdog aus Lowell, eine Industriestadt in der Nähe Bostons, zu spielen. Der ehemalige Rapper fungiert zudem als Produzent des von David O. Russell mit Schwergewicht auf zwischenmenschliche Beziehungen und authentischen Lokalkolorit inszenierten Arbeiterklassedramas. Dies bedeutet nach “Three Kings” und ” I Heart Huckabees” bereits die dritte Zusammenarbeit der beiden. Insgesamt vier Autoren waren für das Drehbuch zuständig, darunter Scott Silver, der Eminens autobiografisch gefärbtes Drama “8 Mile” skriptete. Ebenfalls um Authentizität bemüht ist Christian Bale in der Oscar-verdächtigen Rolle von Wards cracksüchtigen Halbbruder und Trainer Dicky Eklund. Wie zuvor für “Der Maschinist” (2004) verlor Bale eine Menge Gewicht und ließ sich darüber hinaus seine Haare ausdünnen. Somit verkörpert er glaubhaft Wards sieben Jahre älteren Bruder, obwohl er tatsächlich jünger ist als Wahlberg. Mit seiner elektrisierenden Performance schauspielert er regelrecht Kreise um den im Gegensatz auf stoisches Understatement setzenden Wahlberg. Erinnerungen werden wach an Mohammed Ali, der einst im Ring vergleichbar elegant um seine Opponenten herumtänzelte.

    Mit grobkörnigen Heimfilmaufnahmen wird die Passion beider Brüder fürs Boxen bereits in Kindheitstagen etabliert. Dicky ist durch seinen Kampf gegen Sugar Ray Leonard 1978 zum “Stolz von Lowell” geworden. In der Gegenwart (Anfang der Neunzigerjahre) gerät der längst Vergessene wieder in den Fokus, diesmal allerdings in einer HBO-Dokumentation über Cracksüchtige. Seine Selbstzerstörung weitet sich alsbald unweigerlich auf Mickey aus, da Dicky und ihre gemeinsame Mutter Alice (Melissa Leo aus “Betty Anne Waters”) ihm einen schlechten Fight nach dem anderen organisieren. Als Dicky schließlich, wie nicht anders zu erwarten, im Gefängnis landet, beginnt Mickeys Aufstieg. Mit Hilfe seiner neuen Freundin Charlene (die “Verwünscht”-Beauty Amy Adams zeigt einmal mehr, dass sie zu den besten Darstellerinnen ihrer Generation gehört) trennt er sich von seiner herrischen Mutter, die bislang seine Managerin war, und seinen sechs anmaßenden Schwestern, die einer Meute bissiger Hunde gleichen. Hatte Mickey zuvor eine schmerzhafte Abreibung und Niederlage nach der nächsten einstecken müssen, wendet sich nun das Blatt. Wie ein wilder Stier walzt Mickey, höchst spannend und realitätsnah in Szene gesetzt, von Sieg zu Sieg. Der Weltmeisterschaftskampf in London erweist sich schließlich als mitreißende Tour de Force und als sportliches Highlight.

    Der harten Kampfkomponente werden tiefgehende Emotionen entgegengesetzt, die vor allem durch eine gewisse tragikomische Note Mickeys finalen Triumph umso überwältigender gestalten. Gewisse Parallelen zu “The Wrestler” sind unverkennbar: Beide Filme singen das hohe Lied auf das “salt of the earth”, ohne in Larmoyanz oder Sentimentalität zu verfallen: Gerade die kompromisslose Echtheit sorgt für nachhaltige Emotion. Elia Kazan und Robert Rossen wären stolz. ara.

Darsteller und Crew

News und Stories

  • Gbenga Akinnagbe übernimmt die Hauptrolle im Boxer-Drama "Heart Baby!"

    Boxer-Stories mit ordentlich Herz haben spätestens seit Sylvester Stallone erstmals als Rocky in den Ring stieg Konjonktur. Dass es Sly auch noch mit über 70 nicht lassen kann, stellt er in Creed unter Beweis, der am 14. Januar 2016 bei uns anläuft. Doch Rocky ist längst nicht der einzige Boxer auf der großen Leinwand, der die Gunst des Publikums für sich gewinnen konnte. Mit Filmen wie The Fighter oder Southpaw...

  • Jennifer Lawrence für Darren Aronofskys nächsten Film gehandelt

    Mit Filmen wie The Wrestler, Black Swan und The Fighter erntete der Regisseur Darren Aronofsky viel Kritikerlob und traf auch den Nerv des Publikums. Sein letztes Projekt Noah mit Oscar-Preisträger Russell Crowe als biblischer Arche-Konstrukteur konnte an den großen Erfolg der Vorgänger allerdings nicht mehr ganz anknüpfen. Laut "Variety" soll nun in seinem nächsten Film mit Jennifer Lawrence wieder ein Oscar-prämierter...

  • Darren Aronofsky im Gespräch für Biopic über Motorbike-Legende Evel Knievel

    Nachdem Darren Aronofskys Bibel-Epos Noah mit Oscar-Preisträger Russell Crowe nicht ganz den Nerv der Filmfans traf, wird der Star-Regisseur, der mit Filmen wie The Wrestler, Black Swan und The Fighter einige der größten Kritikerlieblinge der letzten Jahre auf die große Leinwand brachte, für die Inszenierung der Biografie des weltberühmten US-amerikanischen Motorrad-Akrobaten und Stuntman Robert Craig Knievel Jr...

  • Gyllenhaal als Boxer
    • 0

    Gyllenhaal als Boxer

    Am Wochenende ist ein erstes Szenenfoto aus Antoine Fuquas Boxerdrama "Southpaw" aufgetaucht, das Hauptdarsteller Jake Gyllenhaal im Ring zeigt.

Kommentare