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The Crazies (2010)

The Crazies Poster
Nicht mehr im Kino.
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Filmhandlung und Hintergrund

The Crazies: Atmosphärisch dichter postapokalyptischer Horrorthriller, in dem verseuchtes Wasser die Bewohner einer Kleinstadt in mörderische Maniacs verwandelt. Remake des Schockers von George A. Romero aus dem Jahr 1973.

Merkwürdige Dinge gehen vor in der einstmals so beschaulichen Kleinstadt Ogden Marsh im ländlichen Iowa: Einwohner der Stadt wandeln sich ohne erkennbaren Grund zunächst in somnambule Eigenbrötler, um dann in gewaltsamen Attacken alles und jeden anzufallen und in Stücke zu reißen. Die Behörden überlassen das Dorf seinem Schicksal und lassen es vom Militär hermetisch abriegeln. Also muss Sheriff David Dutton auf eigene Faust einen Weg finden, sich, seine schwangere Frau Judy und Freunde vor dem Zugriff von Zombies und Soldaten zu retten.

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Momentan erscheint es fast, als würde Horror-Altmeister George A. Romero von seinen Schülern überholt. Während dessen letzten Zombie-Schlachtplatten bestenfalls durchschnittlich ausfielen, überzeugten sowohl Zack Snyder mit "Dawn of the Dead" als auch Breck Eisners "The Crazies", zwei Remakes, die durchaus eindringlich das soziale Unbehagen der Sechziger und Siebziger in die Gegenwart übertragen. Staat und Militär werden hier als natürliche Feinde des US-Bürgers dargestellt, die im Ernstfall nicht zu Hilfe eilen, sondern die Opfer gnadenlos jagen und in eine Art Konzentrationslager stecken. Im Ausnahmezustand sind amerikanische Bürgerrechte nichts mehr wert und der Einzelne der Willkür des Staates ausgesetzt. Die soziale Ordnung erweist sich als brüchig und nur oberflächlich intakt.

    Im Grunde stellte Romeros Original nur eine Variante seines gefeierten „Night of the Living Dead“-Kultfilms dar, allerdings ohne das fantastische Element und die kunstvolle Schwarzweiß-Fotografie. „The Crazies“ gilt als eines der Paradebeispiele des US-Paranoia-Kinos der Siebziger, das trotz effektvoller Dramaturgie an seiner Low-Budget-Machart, der rohen Inszenierung, den hölzernen Darstellerleistungen (und bei uns zudem an einer schwachen Synchronisation) krankt. Natürlich wartet das Indie-Remake mit zwei halbwegs populären Stars (Rhada Mitchell. Timothy Olyphant) und einer weitaus professionelleren Handhabung der technischen Details wie Lichtsetzung, Produktionsdesign und Kameraführung auf.

    Eisner und seine Autoren, darunter Scott Kosar, der schon das überzeugende „Texas Chainsaw Massacre“- und das weniger gelungene „Amityville Horror“-Remake verfasste, variieren die Flucht einer kleinen, verschworenen Gruppe vor dem mörderischen Virus namens „Trixie“ mit bewährten Standardsituationen wie eine losgelöste Knochensäge, die hier ein Eigenleben entwickelt wie sonst nur Gegenstände in Disney-Cartoons, oder die nur scheinbar menschenleere Tankstelle, welche bald ihre tückischen Überraschungen offenbart. Diese Odyssee der beiden Pärchen durch eine feindselige Umgebung erweist sich als wahres Minenfeld, was Eisner zwar ohne wirklich überraschende Wendungen, aber mit Gespür für Tempo und Spannungsaufbau in Szene setzt. Dabei hält er geschickt die Balance aus Horror- und Actioneinlagen, so dass die in düsteren Farben fotografierte Schreckensvision sich nicht zu einseitig auf Splattermomente verlässt. Gleichsam zeigt man sich bemüht, trotz aller Stereotypen die Charaktere mit glaubwürdigen Eigenschaften auszustatten.

    Angesichts Eisners überproduziertem, lärmenden Hollywood-Flop „Sahara“ überrascht das Ergebnis doch positiv. Inzwischen wird der Autor und Regisseur, Sohn des Ex-Disney-Chefs Michael Eisner, als Hollywoods Topspezialist für Remakes gehandelt. Bleibt zu hoffen, dass seine künftigen Arbeiten diesen Anspruch einzulösen vermögen. „The Crazies“ stellt hierfür schon einmal eine viel versprechende Prämisse dar.

    Fazit: Effektvolles, sozialkritisches Horror-Remake um einen mörderischen Virus – zwar kaum originell, aber packend umgesetzt.
  • Atmosphärisch dichter postapokalyptischer Horrorthriller, in dem verseuchtes Wasser die Bewohner einer Kleinstadt in mörderische Maniacs verwandelt.

    Wutschäumende Zombies auf Menschenjagd gehören schon lange zum Standardrepertoire des Horrorgenres: Seien es geradlinige Schocker wie “28 Days Later” und “I am Legend” oder famose Komödien wie “Shaun of the Dead” und “Zombieland”. In diesem Fall handelt es sich um ein Remake von George A. Romeros gleichnamigen Horrordrama von 1973, der von “Sahara”-Regisseur Breck Eisner einen filmischen Facelift erhielt.

    Die Handlung spielt jetzt in einem Kaff in Iowa, wo sich Sheriff David Dutton (“Hitman” Timothy Olyphant) gezwungen sieht, seinen Nachbarn zu erschießen, als dieser droht, Amok zu laufen. Immer mehrere Bewohner beginnen sich seltsam zu benehmen: Sie starren zunächst apathisch ins Leere und werden schließlich angriffslustig. Unter anderem schlachtet ein zuvor harmloser Jedermann seine Familie ab, der Schuldirektor diszipliniert seine Schüler mit drastischen Maßnahmen und der amtliche Leichenbeschauer beginnt seine Obduktionen an Lebenden auszuführen. Dutton und sein Deputy Clank (Joe Anderson vollzieht eine beeindruckend nuancierte Wandlung vom Sympathieträger zum Wüterich) entdecken, dass ein abgestürztes Militärflugzeug für die Freisetzung des tödlichen Virus verantwortlich ist. Inzwischen ist das Städtchen unter Quarantäne gesetzt worden und das Militär beginnt eine erbarmungslose Desinfizierungskampagne gegen Erkrankte und Gesunde. Clank, Dutton und seine schwangere Frau Judy (Radha Mitchell, horrorerprobt mit “Silent Hill” und “Rogue”) versuchen daraufhin aus der kontrollierten Zone auszubrechen, um ihr Leben zu retten. Kein leichtes Unterfangen, sind sie doch von blutrünstigen Zombies und schießwütigen Soldaten umzingelt.

    Während sich bei der Story nichts Neues findet und man sich insbesondere an “28 Weeks Later” erinnert fühlt, besticht Eisners Inszenierung mit straffem Erzähltempo und düster bedrohlichem Ambiente. Dieses wird von Mark Ishams melancholischen Score noch zusätzlich hervorgehoben. Auch das geschickte Filmen der weitläufigen, ebenen Landschaft trägt zur deprimierenden Stimmung dieser Endzeitvision bei. Es finden sich etliche Splatter-Szenen mit bluttriefenden Brutalitäten, doch diese kommen nicht übertrieben zum Einsatz. Stattdessen wird Spannung auch mit Andeutungen und Ausblendungen erzeugt. Interessant ist auch die Thematisierung eines uramerikanischen, eisernen Überlebenswillens, der das Wohl des Individuums über das der Gemeinschaft stellt. ara.
  • Ein weiteres Romero-Remake, das aus alt neu machen möchte. Nicht vollkommen schlecht, und doch flüssiger als überflüssig.
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