The Broken Circle (2012)

Originaltitel: The Broken Circle Breakdown
The Broken Circle Poster
Nicht mehr im Kino.
Userwertung (2)
  1. Ø 5
Kritikerwertung (1)
  1. Ø 3.5

Filmhandlung und Hintergrund

The Broken Circle: Packende Liebesgeschichte eines unkonventionellen Paares, das mit der Krebserkrankung der Tochter fertig werden muss.

Didier besucht das Tattoo-Studio von Elise. Der Cowboy spielt Banjo in einer Bluegrass-Band, ist überzeugter Atheist, die coole Blondine erweitert stetig ihre Tätowierungen und ist gläubig. Spontan besucht sie den Auftritt seiner Band, zu dem er sie eingeladen hat. Sie verlieben sich. Elise zieht zu ihm, wird schwanger. Nach dem ersten Schock beginnt Didier mit der Renovierung des Hauses für die kleine Familie. Dann erkrankt Tochter Maybelle an Krebs. Das Paar steht ihr zur Seite, begleitet sie ins Krankenhaus.

Ein unkonventionelles Paar muss mit der Krebserkrankung der Tochter fertig werden. Packende Liebesgeschichte nach Theatervorlage, die zwischen träumerischer Leichtigkeit und herzzerreißender Dramatik schwankt.

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • "The Broken Circle" basiert auf einem Theaterstück von Johan Heldenbergh, der im Stück wie im Film auch die Rolle des Didier einnimmt. Die Erzählstruktur des Films ist im Schnitt entstanden und damit auch die Wirkung. Denn die Story ist eher konventionell und recht einfach: Liebe, Familie, Trauer und Trennung. Regisseur Felix Van Groeningen verschachteln aber die Zeitebenen, sie springen auf emotional assoziative Weise zwischen Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft. Das tut dem Film nicht nur gut, sondern macht ihn letztendlich auch aus.

    Ein wichtiges Element dabei ist die Musik. Bluegrass, die ursprüngliche amerikanische Volksmusik, ist ein wichtiges Bestandteil in Didiers und Elises Leben, auch in ihrer Liebe. Die Songs von Glück und Leid, von der Schönheit der Natur und von Gott spiegeln das Geschehen. Die Musik hat metaphysische Qualitäten und verleiht dem Film eine weitere Dimension – einen weiteren Resonanzboden sozusagen.

    Der Film beginnt mit einem sterbenskranken Mädchen, mit ihren verzweifelten Eltern, die wir erst in Rückblenden näher kennenlernen: Elise, mit über und über tätowiertem Körper, auf dem sie ihre Vergangenheit festhält, und Didier, Fan des amerikanischen Traums, ein Bluegrass-Sänger mit Kris-Kristoffersen-Bart und eigener Farm. Der Beginn ihrer Liebe wird zusammengeschnitten mit dem Tod ihrer Tochter. Das nimmt einerseits das Sentimental-Melodramatische, andererseits lässt van Groeningen durch die Filmmontage das Glück des Anfangs ins Leid einfließen.

    Das trifft direkt in das Grundthema des Films: Die Liebe in schweren Zeiten und den Umgang mit Verlust. Schließt sich der Kreis der Liebe zweier Menschen enger oder wird er Kreis gesprengt? Der Titel "The Broken Circle" bezieht sich genau darauf. Mit einer komplexen Erzähldramaturgie führt van Groeningen den Zuschauer nicht nur durch die Handlung, sondern durch die Emotionen seiner Protagonisten, einer Achterbahnfahrt nicht unähnlich. Das starke Fundament der Vorlage und die raffiniert eingesetzten filmischen Mittel von Schnitt und Musik bilden die emotional stets stimmige Atmosphäre des Films.

    Fazit: "The Broken Circle" ist ein emotional starker Film über Verlust und Trauer, über Liebesglück und Entfremdung, das bestimmt wird von der Bluegrass-Musik, die im Film angestimmt wird, und von der emotional-assoziativen Filmmontage.
  • Zwischen träumerischer Leichtigkeit und herzzerreißender Dramatik und getragen von Bluegrass-Musik erzählt Felix van Groeningen (“Die Beschissenheit der Dinge”) eine wunderbare und höchst tragische Liebesgeschichte.

    Van Groeningen, der in seiner Heimat Belgien bereits mit “Die Beschissenheit der Dinge” und auch mit diesem Film erfolgreich war, kann sich auf seine beiden wunderbaren Hauptdarsteller verlassen, den markanten Johan Heldenbergh, mit gebrochener Nase und wirrem Haar und Bart, der auch das als Vorlage dienende Bühnenstück schrieb, und die schöne Veerle Baetens. Die beiden sind ein wenig wie “Die Schöne und das Biest”, nur ohne das märchenhafte Ende. Sie sind zwei sehr gegensätzliche Menschen, Elise, eine nur äußerlich cool wirkende, leidenschaftliche Tattoo-Künstlerin, die sich auch selbst immer weiter tätowiert, er ein Cowboy, der Banjo in einer Bluegrass-Band spielt, und überzeugter Atheist ist. Sie streiten sich gerne ironisch wie ernsthaft. Die beiden verlieben sich Hals über Kopf, er hat sie in ihrem Studio angesprochen, sie ist spontan zu seinem Konzert gekommen. Bald singt sie in seiner Band, zieht zu ihm aufs Land. Als sie schwanger wird, schreckt er zurück, doch fängt er sich wieder. Als ihre Tochter Maybelle jedoch schwer an Krebs erkrankt, treten die Gegensätze stärker hervor. Als das Mädchen schließlich stirbt, können sie sich gegenseitig nicht mehr helfen, zerreißt ihre Beziehung.

    Van Groeningen erzählt nicht chronologisch, sonst wäre die Tragik der Geschichte vielleicht auch nicht zu ertragen, sondern er springt virtuos zwischen den Zeiten, ohne, dass es je aufgesetzt wirkt, und mixt so die guten und schlechten Zeiten des unkonventionellen Paares. Die dritte Hauptrolle spielt die von Björn Eriksson komponierte Musik. Sie rahmt die Handlung nicht nur ein, so eröffnet das titelgebende Stück den Film, sondern spiegelt bzw. kommentiert wie ein griechischer Chor die Stimmung, die Songs greifen teils auch in ihren Texten Überzeugungen der Figuren auf. Durch die Band-Auftritte sind die Songs ohnehin integraler Bestandteil der Handlung. Van Groeningen gelingt auf emotionaler wie musikalischer Ebene eine mitreißende Ballade, die im himmelhochjauchzenden Liebesglück genau wie in der tiefsten Verzweiflung die richtigen Töne trifft. hai.

Darsteller und Crew

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