Terminal (2004)

Originaltitel: The Terminal
Terminal Poster
Nicht mehr im Kino.
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Filmhandlung und Hintergrund

Terminal: Steven Spielbergs Flughafen-Dramödie basiert auf der wahren Geschichte eines osteuropäischen Emigranten, der seit über zehn Jahren ohne Papiere an einem Terminal festsitzt.

Weil während seiner USA-Reise das Heimatland des osteuropäischen Bürgers Viktor Navorski (Tom Hanks) die diplomatische Anerkennung durch die USA verliert, sitzt der davon völlig überraschte Herr plötzlich als Staatenloser auf dem New Yorker Kennedy Airport fest. Noch dazu darf er diesen weder in die eine noch in die andere Richtung verlassen. Aus Tagen werden Wochen, aus Monaten sogar Jahre, in denen sich Viktor häuslich im Terminal einrichtet, Kumpels unter den örtlichen Arbeitern findet und die Liebe der adretten Stewardess Amelia (Catherine Zeta-Jones) gewinnt.

Für eine Viertelmillion Dollar kaufte Steven Spielberg die ebenso unglaubliche wie wahre Geschichte eines iranischen Emigranten in Paris, verlegte die Story flugs nach Amerika und besetzte die Hauptrolle mit seinem neuen Darstellerfavoriten Tom Hanks. Das Drehbuch lieferte Jeff Nathanson (“Catch Me If You Can”).

Während seiner Reise in die USA hat ein Krieg das Heimatland des osteuropäischen Emigranten Viktor Navorski von der Landkarte radiert. Weil sein Pass damit ungültig ist, kann er vom New Yorker Flughafen aus weder ausreisen, noch wird er in die Vereinigten Staaten gelassen. Weil die Bürokratie ratlos ist, wird das Terminal zu Navorskis neuem Zuhause, in dem er sich mit dem Flughafen-Personal anfreundet und sich in Stewardess Amelia verliebt.

Aufgrund diplomatischer Probleme verweigert man dem osteuropäischen Touristen Viktor Navorski am New Yorker Flughafen sowohl Ein- als auch Ausreise. In der Transitzone gestrandet und kaum des Englischen mächtig, fügt sich Viktor ergeben in sein Schicksal und richtet sich nach und nach häuslich ein. Bald verdient er etwas Geld als Kofferträger und Bauarbeiter, knüpft Freundschaften mit den Angestellten und verliert sein Herz an die süße Stewardess Amelia. Sie erfährt auch, was er stets in einer geheimnisvollen Dose bei sich trägt.

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Tom Hanks hat scheinbar eine Schwäche dafür, irgendwo zu stranden und sich dort einrichten zu müssen. Diesmal auf einem Flughafen. In diesem kalten und hektischen Umfeld versucht er, als Viktor Naborski, das Beste aus seiner Situation zu machen. Mit viel komischem Talent baut er sich aus zwei Sitzbänken ein Bett. Jeder, der schon mal auf einem Flughafen zu schlafen versucht hat, wird seine Bemühungen nachvollziehen können. Doch auch ohne diese grundlegende menschliche Erfahrung, zeigt sich Hanks in Hochform und bringt den Zuschauer oft zum Schmunzeln.

    Naborski ist ein Einzelkämpfer und hat einen Auftrag in Amerika zu vollbringen, über den im Terminal schon bald überall gemutmaßt wird. Als er lernt, sich zu verständigen, gewinnt er Freunde und füllt die sterilen, verglasten Terminals mit Leben. Ebenso bietet das Terminal mit seinen Shops alles, was er zum Auskommen benötigt, er findet Arbeit und kann sich ernähren. Sein gutmütiges Wesen taucht kalte Räume in warmes Licht. Den Karrierebewussten Paragrafenreiter Dixon hingegen umgeben Büros mit kalter, blauer Beleuchtung. Naborski nimmt Dixons Feindlichkeit jedoch nicht persönlich, bietet ihm sogar ein Geschenk an. Für Amelia Warren hingegen versucht er mit seinen geringen Mitteln ein romantisches Candlelightdinner mit Blick auf die Startbahn zu schaffen, da er sie außerhalb des Flughafens nicht zum Essen einladen kann.

    Dennoch erfahren wir über Naborski nur wenig. Im Mittelpunkt steht die Situation, der Aufenthalt im Terminal allein. Es gibt kein zuvor und kein nachher, denn dieser Raum ist staatenlos und zeitlos. In den Läden sind keine Geschichten zu finden, die ein Portrait des Terminals bereichern würden. Nur im Buchladen findet sich eine Verbindung zur Außenwelt.

    In der kleinen Welt des Terminals lernt Naborski in rührenden Lektionen schließlich auch, wie er sich in Amerika verhalten muss, wie dort das Leben funktioniert und wie er sich den Menschen nähern kann. Er gewinnt soviel Sympathie, dass letztlich Dixon die Kontrolle über die Situation verliert.

    Mit einer unverfänglichen und bewegenden Story verzaubert "Terminal" den Kinogänger und erzählt eine wunderschöne Geschichte in Spielberg-Manier. Aus dem unpersönlichem Flughafenterminal entwickelt sich für viele dort eine zweite "Heimat".

    Fazit: Eine mitreißende Geschichte mit ausgezeichneter Besetzung.
  • Für die meisten Reisenden ist ein Terminal lediglich kurze Zwischenstation, für den Protagonisten in Steven Spielbergs neuem Film wird es zwangsläufig zur neuen Heimat. Nach “Der Soldat James Ryan” und “Catch Me If You Can” markiert dies die dritte Zusammenarbeit von den beiden Oscarpreisträgern Spielberg und Tom Hanks. Mit der anrührend-idealistischen Story setzt der Regieveteran seine bewusste Tendenz zu leichtherzigerer Unterhaltung fort, auch wenn es sich dabei weniger um eine überschwängliche Komödie, denn mehr um eine tragikomisch-nachdenkliche Bestandsaufnahme der heutigen Gesellschaft vor dem hektischen Hintergrund eines Flughafen-Mikrokosmos handelt.

    Für ihr Drehbuch diente den Autoren Sacha Gervasi (“The Big Tease”) und Jeff Nathanson (“Catch Me If You Can”) das Schicksal eines iranischen Immigranten, der seit 1988 im Pariser Charles De Gaulle Flughafen lebt, als Inspiration. Ihre Hauptfigur ist jetzt ein osteuropäischer Tourist namens Viktor Navorski (Hanks) aus dem fiktiven Balkanstaat Krakozhia, der am internationalen Flughafen in New York landet. Da ihn ein unvermittelter militärischer Coup in seiner Heimat staatenlos gemacht hat, wird ihm weder die Ein- noch die Heimreise gewährt. Der leitende Homeland Security Beamte Frank Dixon (Stanley Tucci perfekt als pingelige Autoritätsfigur) kann dem kaum Englisch sprechenden noch verstehenden Navorski nur mit Mühe klarmachen, dass er bis auf weiteres in der International Transit Lounge verweilen muss. Dort ist Navorski in seinem abgetragenen Anzug und verbeulten Lederkoffer inmitten all der geschäftigen Fremden und glitzernden Fassaden der Konsumläden (beeindruckend realistisch mit viel Product Placement in einem Flugzeug-Hangar nachgebaut) ein völlig isolierter Castaway, um den sich keiner kümmert. Stoisch-gehorsam (wie es guten Filmkommunisten so eigen ist) ergibt er sich seinem Schicksal, ohne jedoch aufzugeben. Mit Forest Gumpscher Entschlossenheit findet er eine Schlafstelle in einem frisch renovierten Trakt und verdient sich Geld, indem er Gepäckwagen zum Automaten zurückschiebt und (nicht ganz glaubhaft) bei einer Baucrew anheuert. Im Laufe der Zeit entwickeln sich freundschaftliche Beziehungen zu verschiedenen Flughafenangestellten, wie Diego Luna, Kumar Pallana und Zoe Saldana, die wie er konstante Elemente in dem pulsierenden Chaos sind. Für die attraktive Stewardess Amelia (Catherine Zeta-Jones) mit Männerproblemen empfindet Navorski allerdings mehr als rein freundschaftliche Gefühle. Ihr vertraut er an, was sich in der geheimnisvollen Metalldose befindet, die er mit sich herumträgt und die beim lang gezogenen Finale zum Einsatz kommt.

    Hanks spielt den kleinen Mann, der sich von einer übermächtigen Bürokratie nicht unterkriegen lässt, ganz groß. Einmal mehr wartet er mit einer schauspielerischen Glanzleistung auf, indem er ohne viele Worte die Gefühle von Schock, Einsamkeit, Verwirrtheit sowie die Aufrichtigkeit und Charakterstärke seiner Figur vermittelt. Nicht nur scheint er aus einer anderen Kultur, sondern auch aus einer anderen (bedächtigeren) Zeit zu kommen, in der die Menschen noch Mitgefühl füreinander hatten. Ein nostalgischer Capra-esker Anstrich wie dieser ist für den Idealist Spielberg gewohntes Programm, was ihm Zyniker leicht als Rührseligkeit auslegen werden. Ein reifes Publikum auf der Suche nach stiller, emotional resonierender Abwechslung zu den lärmenden Sommer-Blockbustern, wird sich angesprochen fühlen. Sie werden auch den dezenten Score von John Williams und die tiefsaturierten, aussagekräftigen Bilder vom Kameraexperten Janusz Kaminski zu schätzen wissen. ara.

Darsteller und Crew

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