Tanz der Vampire (1967)

Originaltitel: The Fearless Vampire Killers
Tanz der Vampire Poster
Nicht mehr im Kino.
Userwertung (5)
  1. Ø 3.6
Kritikerwertung (2)
  1. Ø 0

Filmhandlung und Hintergrund

Der kauzige Professor Abronsius (Jack MacGowran) und sein ängstlicher Gehilfe Alfred (Roman Polanski) wollen in Transsilvanien auf Vampirjagd gehen und diese unliebsame Spezies ausrotten. Tatsächlich kommen sie dem blutsaugenden Graf Krolock (Ferdy Mayne) schon bald auf die Spur, der die schöne Wirtstochter Sarah (Sharon Tate) auf sein Schloss entführt hat. Dort angekommen erwartet die ungebetenen Gäste der alljährliche Tanz der Vampire.

Roman Polanski hat einen Klassiker der Horrorkomödie geschaffen, der auch Jahrzehnte später noch beim Publikum für gute Unterhaltung sorgt. Immer wieder sehenswert und höchst amüsant!

Der alte Professor Abronsius und sein junger Adlat Alfred reisen Ende des vorigen Jahrhunderts ins winterliche Transsylvanien, um dem Mythos der Vampire auf den Grund zu gehen. In einer einsamen Ansiedlung in den Bergen wird man zufällig Zeuge, wie der benachbarte Graf Krokow zu nächtlicher Stunde mit roher Gewalt sein Recht auf die erste Nacht mit der schönen Tochter des örtlichen Gastwirts durchsetzt. Ohne zu zögern nehmen Abronsius und der bereits über beide Ohren verliebte Alfred die Spur der Entführten auf und erreichen Krokows Anwesen gerade rechtzeitig zu einer großen Ballveranstaltung.

Ein alter Professor und sein ängstlicher Gehilfe wollen in Transsylvanien Vampire jagen und ausrotten, was ihnen jedoch nicht gelingt, da das letzte Opfer der Mutanten, das sie gerettet zu haben meinen, auch infiziert worden ist.

Videos und Bilder

Auf DVD & Blu-ray (1)

Kritiken und Bewertungen

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  • „Wertvoll”

    Das Prädikat gilt in erster Linie der Regie und der eindringlichen Kameraarbeit. Es ist Polanski, gelungen, in den beiden Milieus der Kneipe und des Schlosses außerordentlich suggestive Bildfolgen einzufangen, bei denen auch die sorgfältige Verwendung der Farbe auffällt. Bereits in der Farbe baute er Gegenwelten auf, bis dann schließlich bei dem glänzend arrangierten Ball der Vampire der schimmelige Grau-Grünton vollends die Leinwand bedeckt, nachdem sich auch die beiden Verfolger der Vampire in Vampirkostüme verkleidet haben.
    Auch auf der Ebene der Schauspielkunst hat der Film recht beachtliche Qualitäten, vor allem bei dem Darsteller des Professors. Eine Überraschung ist Polanski selbst in der Rolle des Assistenten. Hier zeigt er ein sehr frisches schauspielerisches Talent und bringt dem Film ein neues, interessantes Gesicht ein. Die übrigen Rollen sind angemessen besetzt. Es ist Polanski bei dem vorliegenden Stoff nicht immer gelungen, die Persiflage des Horrorfilms durchzuhalten. Augenscheinlich verliebte er sich mehr und mehr in die Atmosphäre des Horrorfilms, so daß er streckenweise selbst einen allerdings exzellenten Horrorfilm gedreht hat. In solchen Bildfolgen verhilft ihm allein der Professor zu der notwendigen ironischen Distanz.

    Leider hat der Dialog am Schluß des Films einen penetrant ernsten Geschmack, wenn plötzlich die Ausbreitung des Bösen in der Welt bemüht wird. Dieser eine Satz wäre imstande, hinterrücks den ganzen Film umzubringen. Der Ausschuß war aber der Meinung, daß man diesen Satz überhören sollte und vor allem in dem gesamten Film nicht nach einer tieferen Bedeutung suchen darf.

    Der Film hat einige Längen, besonders während der Exposition. Im Wirtshaus, aber auch in vereinzelten Passagen während der Verfolgungen durch das Schloß, dominiert die sehr temperamentvolle Kameraarbeit und die Methode Polanskis, seine Gruseleffekte immer dann einzusetzen, wenn sie der Betrachter gar nicht erwartet, das heißt umgekehrt: auf Gruseleffekte zu verzichten, wo der Betrachter mit Sicherheit damit rechnet. Das gibt dem Film einen hinreichend komischen Aspekt.
    Der Ausschuß möchte zusammenfassend noch einmal betonen, daß die Qualitäten des Films in der filmischen Gestaltung, also in der Regie, der Kameraarbeit und der gut akzentuierten Musik liegen.

    Quelle: Deutsche Film- und Medienbewertung (FBW)

Kritikerrezensionen

  • Blendend schön photographierte, aufwendig inszenierte Horrorkomödie von Stimmungsmagier Roman Polanski, der hier selbst in der Rolle des etwas tölpelhaften (Anti-)Helden Alfred an der Seite seiner später von Charles Manson ermordeten Ehefrau Sharon Tate vor die Kamera tritt. Mit Wonne knöpft sich Polanski zu parodistischen Zwecken wohlbekannte Gruselklischees vor und arbeitet virtuos mit den Mitteln Slapstick und Ethnic Jokes, was sich freilich in der deutschen Version (z.B. aus falsch verstandener Rücksichtnahme auf jüdische Mitbürger) nicht immer so lustig anhört. Ein rundes Vergnügen, das auch Jahrzehnte nach seiner Premiere nichts an Effektivität eingebüßt hat.

Darsteller und Crew

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