Tango libre (2012)

Filmhandlung und Hintergrund

Tragikomödie über einen Gefängniswärter, der durch die Begegnung mit einer ungewöhnlichen Frau im Tangokurs seine Prinzipien über Bord wirft.

Jean-Christoph hat nur eine einzige emotionale Bezugsperson, einen Goldfisch. Und den hegt und pflegt er seit 15 Jahren. JC, wie er von allen genannt wird, gehört zu den Männern, an die man sich nicht erinnert. Brav erledigt er seinen monotonen Job als Gefängniswärter, Highlight seines tristen Lebens ist der wöchentliche Tangokurs. Dort trifft er auf Alice, eine junge und attraktive Frau, die zeigt, dass es nicht nur um technische Perfektion, sondern um den lockeren Wechsel zwischen Verführung und Zurückweisung geht, um das manipulative Spiel mit dem Körper. Wenig später sieht er sie wieder – im Besucherraum, wo sie mit zwei Häftlingen spricht, der eine ihr Mann, der andere ihr Liebhaber. Die Faszination für die Unbekannte bringt den peniblen Mann dazu, gegen die Regeln seines Berufs zu verstoßen. Frédéric Fonteyne lässt zwei Welten aufeinanderprallen, die rigide des zugeknöpften Einzelgängers und die der gefühlvollen Alice. Anne Paulicevech spielt diese Lady, die sein eng umrissenes Universum zum Einsturz bringt mit delikater Leichtigkeit und Leidenschaft. Die rhythmisch wie eine Milonga komponierte Tragikomödie hinterfragt wie Fonteynes vorherige Filme die Funktion von Blick und Sehen. So wird “Tango Libre” die Geschichte eines unsichtbaren Mannes, der alles um ihn herum beobachtet, wie auch die Geschichte von offenen und versteckten Blicken des Begehrens. Als Vierter im Bunde stört JC das Love-Triangle, und als der Gatte erfährt, dass Alice mit dem Kontrolleur draußen in der Freiheit Tango tanzt, packt ihn die Eifersucht. Er möchte mithalten und bald schwingen unter der Leitung eines Zellengenossen die schweren Jungs im Knast etwas ungelenk die Hüften beim Tango Argentino, eine köstliche Einlage. Auch wenn manchmal etwas viel geredet wird beim leidenschaftlichen Wirbel, alle Protagonisten sind zum Knuddeln, nicht nur der ständig cholerische Sergi López als Ehemann, sondern vor allem François Damiens hin- und hergerissen zwischen Gesetz und Gefühl. mk.

Gefängniswärter JC hat seit 15 Jahren nur eine Bezugsperson, seinen Goldfisch. Penibel erledigt er seinen Dienst. Highlight seines monotonen Alltags ist der wöchentliche Tangokurs. Als er dort die verführerische Alice trifft, ahnt er, dass es wohl mehr im Leben gibt als Pflichterfüllung. Dass die junge Frau kurz darauf im Knast zwei Häftlinge besucht, ihren Mann und ihren Lover, bringt den braven Beamten in die Bredouille und bald dazu, seine Prinzipien und Regeln über Bord zu werfen.

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Tango libre
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