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Starbuck (2011)

Starbuck Poster
Nicht mehr im Kino.
Userwertung (1)
  1. Ø 5
Kritikerwertung (2)
  1. Ø 3.5

Filmhandlung und Hintergrund

Starbuck: Komödie um einen 42-jährigen Kindskopf, der 20 Jahre nach einer Spermaspende mit Hunderten Kindern konfrontiert wird, die seine Identität herausfinden wollen.

Der 42-jährige Kindskopf David, Fleischlieferant im Familienbetrieb, gilt selbst engsten Angehörigen als Simpel, der zum Hobbykicker taugt, aber sonst für nichts. Das findet auch seine Freundin Valerie, die von ihm schwanger ist. Dann holt David seine Vergangenheit ein: Als anonymer Samenspender “Starbuck” zeugte er unwissentlich 533 Kinder. Die sind nunmehr erwachsen und suchen in einer Sammelklage nach ihrem Erzeuger. Zuerst entsetzt, beschließt David, sein verantwortungsloses Leben zu ändern: Er nähert sich inkognito seinen Söhnen und Töchtern an.

Ein 42-jähriger Kindskopf wird 20 Jahre nach einer Spermaspende mit hunderten Kindern konfrontiert, die seine Identität herausfinden wollen. Eine überraschende und tonal immer perfekte Wohlfühlkomödie, die ihre haarsträubende Geschichte pointiert und menschlich erzählt.

Videos und Bilder

Auf DVD & Blu-ray (1)

Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • So abwegig ist die Geschichte dieser schrägen kanadischen Komödie gar nicht. Ursprünglich trauten sich der Regisseur Ken Scott und sein Co-Autor aus Sorge um die Glaubwürdigkeit kaum, ihrem Titelhelden eine Schar von 150 Kindern anzudichten, aber dann erfuhren sie in den Medien von einem Samenspender, der 500 Kinder gezeugt hatte. Und trotzdem bleibt allein die Vorstellung, ein anonymer Spermienlieferant könnte plötzlich mit Hunderten von Nachkommen konfrontiert werden, die ihn kennen lernen wollen, albtraumhaft. Das ist doch der ideale Stoff für eine kühne Komödie.

    Aus dem absurden „Was wäre, wenn...“-Szenario weiß der Film ausgiebig Kapital zu schlagen. Der erste Sohn, dessen Namen David Wozniak erfährt, ist ein bekannter Fußballspieler. So macht das Vatersein Spaß: auf der Zuschauertribüne stehen und jubeln, ohne zuvor ein plärrendes Kleinkind am Hals gehabt zu haben. Dann aber trifft der stets unrasierte David, der es nicht mal schafft, der Altherrenmannschaft, in der er mit der Familie spielt, rechtzeitig Trikots zu besorgen, eine drogenabhängige Tochter. Und einen Straßenmusiker, einen Bademeister, einen schwerbehinderten Jungen, der im Heim lebt. Er mischt sich ein wenig in ihr Leben ein und erzählt seinem Freund, er wolle ihr Schutzengel sein. Als aber einer von ihnen, Antoine, ihn durchschaut und bei ihm einzieht, klagt David seinem Freund bald sein Leid.

    Patrick Huard stattet David mit dem perplexen Gesichtsausdruck eines an sich unbeschwerten Menschen aus, der niemals mit dem gerechnet hätte, was er im Grunde alles selbst verursacht hat. Das ist an sich schon eine sichere Bank für Situationskomik, aber auch der von Antoine Bertrand gespielte Freund und Anwalt sorgt mit seiner unverblümten, sittlich inkorrekten Ausdrucksweise für Stimmung. „Hör auf, deine Kinder zu treffen!“, rät er David, den er am liebsten für unzurechnungsfähig erklären möchte. Auch Davids Szenen mit der schwangeren Freundin, die ihn nur als Vater auf Probe akzeptieren will und in der Metzgerei mit dem Vater und den Brüdern bieten weitere Gelegenheit, den armen Mann in Konflikt mit der Realität zu bringen.

    Man möchte ja nicht wissen, was Menschen, die ihre Existenz einer Samenbank verdanken, über diesen Film denken. Denn oft weiß man selbst nicht genau, ob man den Luftikus, der mal da und mal dort ein bisschen den Papa spielt, noch sympathisch finden kann. Die Geschichte ist authentisch genug, um solche Gefühle in den Dialogen aufzugreifen. David muss erfahren, dass weder Freundin Valérie, noch der Anwalt oder der Vater und die Brüder Verständnis für den Samenspender Starbuck aufbringen, über dessen Kinder die Zeitungen berichten. David müht sich redlich, mit der Herausforderung zu wachsen. Dabei wird der Film zunehmend versöhnlich, was ebenfalls Spaß macht, wenn David beim Campingtreffen der Kinder ein bisschen erweiterte Familienidylle erlebt, ohne Angst vor Konsequenzen.

    Aber es liegt nicht nur an der ungewöhnlichen Geschichte, weshalb diese Komödie so locker und vergnüglich daherkommt. Der Witz und die leichte Atmosphäre, die selbst die ernsten Momente umspielt, entstehen vor allem dank der geschickten filmischen Erzählweise. Mal werden kurze Szenen zu kommentierender Musikbegleitung aneinandergereiht, dann wieder spielt die Bildfolge mit der Überraschung, der unpassenden Konfrontation, die einen grotesk daran erinnert, wie sehr man im Alltag selbst darauf vertraut, unangenehme Wahrheiten auszublenden.

    Fazit: Die kanadische Komödie „Starbuck“ konfrontiert einen Samenspender mit 142 seiner Kinder und spinnt diese absurde Fantasie mit Genuss als ziemlich realistisch fort.
  • Herzerwärmende Feel-Good-Komödie um einen 42-jährigen Taugenichts, der als Samenspender Hunderte Kinder gezeugt hat.

    Es ist ein wahrer Crowd Pleaser, der das Filmfest München eröffnet – und bereits in Toronto und am kanadischen Box Office das Publikum und die Kritiker gleichermaßen begeisterte: Ein verantwortungsscheuer Slacker wie aus einem Nick-Hornby-Roman erfährt von einem Anwalt, 533-facher Vater zu sein. 140 seiner durch anonyme Samenspenden vor zwei Dekaden unter dem Pseudonym “Starbuck” gezeugte Kinder suchen nun in einer Sammelklage ihren unbekannten Vater. Und nachdem er den Schock überwunden hat, kreuzt er bei ihnen auf, will jedoch seine Identität nicht Preis geben, denn der bei der Mafia hoch Verschuldete braucht Geld – und seine Freundin erwartet ein Kind von ihm.

    Wie leicht hätte diese Prämisse für einen vulgären Klamauk herhalten können, aber wie mühelos gelungen ist die leichte und doch tiefgehende Komödie des Kanadiers Ken Scott (“Sticky Fingers”): Reich an Esprit, Charme, treffenden Pointen und deftigem, aber niemals überstrapaziertem Witz, mit präzis getimten Wechsel zwischen Drama und Komödie, im besten Sinne rührend, ohne klebrig zu werden. Dazu noch in der richtigen Art kräftigere bis sensible Rocksongs und fertig ist ein fulminanter Gute-Laune-Film, der seine konventionellen Zutaten meisterhaft zum Sterne-Menü anrichtet.

    Die Figuren sind liebenswert und lebensecht, allen voran der sympathische David (Patrick Huard), ein knuffiger Kerl, der im Familienbetrieb Fleisch ausfährt und als Feierabendkicker selig wäre – wenn er nicht zu viele schlechte Entscheidungen getroffen hätte. Menschenkenner Ken Scott entfaltet das komische wie das tragische Potenzial gleichermaßen: Sein Leben umzukrempeln und sich zu bessern, ist schwieriger, als man glaubt. Flankiert von Buddy- und Loser-Komponenten fängt David an, sich inkognito als Claqueur, Schutzengel, Stalker und Freund seinen erwachsenen Kindern anzunähern. Das bedingt oft herrlich-haarige Situationen, aber er wächst an seinen abwechslungsreich gestalteten Aufgaben. Vorerst vertraut er sich einzig dem geistig behinderten Sohn an, doch das feste Vorhaben, seinen Nachwuchs glücklich zu machen, obsiegt zwangsläufig in Scotts philanthropischen Konzept, dass das Wunder des Lebens feiert. Als Vater auf Bewährung hat dieser David längst seine erwachsenen Schutzbefohlenen sowie das Publikum überzeugt, das mit einer Ode an eine sehr große Familie mit Glücksgefühlen geradezu verwöhnt wird. tk.

Darsteller und Crew

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