Star Wars: Episode III - Die Rache der Sith (2005)

Originaltitel: Star Wars: Episode III - Revenge of the Sith
Star Wars: Episode III - Die Rache der Sith Poster
Nicht mehr im Kino.
Userwertung (3)
  1. Ø 3
Kritikerwertung (2)
  1. Ø 4

Filmhandlung und Hintergrund

Star Wars: Episode III - Die Rache der Sith: Abschluss von George Lucas' Saga über die Verführung, Verbannung und Erlösung eines Jedi.

Nach drei Jahren Krieg jagt General Obi-Wan Kenobi (Ewan McGregor) noch immer seinem Erzfeind Count Dooku (Christopher Lee) hinterher. Zur Beunruhigung der schwangeren Padme (Natalie Portman) nutzt daheim der endgültig vom Bösen korrumpierte Kanzler (Ian McDiarmid) die Gelegenheit, um den jungen Anakin Skywalker (Hayden Christensen) mit Versprechungen von unbegrenzter Macht auf die dunkle Seite zu ziehen. Eine Konfrontation mit Obi-Wan Kenobi scheint unausweichlich.

Rund drei Jahrzehnte nach den spektakulären Anfängen setzt George Lucas, der Vater des modernen Blockbuster-Kinos, seiner Saga das diesmal besonders dunkel gefärbte Krönchen auf.

Während sich der Krieg der Republik gegen die Separatisten verschärft, benutzt Kanzler Palpatine die Situation zum Ausbau seiner Macht. Immer mehr zieht er den Jedi Skywalker auf seine Seite, missbraucht seine Angst um den Verlust der großen Liebe, um ihn für seine Pläne zu gewinnen. Schließlich vollzieht sich die Wende, die Anakins Familie, viele Leben und die Ordnung in der Galaxie zerstört.

Nichts weniger als das Rätsel um den Sinneswandel des schmucken Jung-Jedis Anakin zum bösen Helmträger wird im vorerst letzten Abenteuer der Sternensaga gelüftet. Zuvor aber gibt’s noch ausgiebig interstellare Klonkriege sowie die mit den Zwillingen Luke Skywalker und Leia schwangere Amidala zu bestaunen und es gilt, den fiesen Sith-Lord Sidious schachmatt zu setzen, bis es schließlich zur finalen Auseinandersetzung zwischen dem immer böser werdenden Anakin und seinem tief enttäuschten Ex-Mentor Obi-Wan Kenobi kommt.

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Schon alleine das Wissen, dass noch einige Geschehnisse fehlen, die für die Vorbereitung der allzu bekannten drei Teile fehlen, lassen folgendes vermuten: dieser dritte Teil hat noch einiges an Tragik in der Hinterhand.

    Die beiden vorigen Teile werden zur bloßen Vorbereitung für diesen Höhepunkt. Während George Lucas sich Teil eins und zwei komplett hätte sparen können, lohnt sich dieser dritte wieder. Das, was auf jeden Fall passieren muss bündelt sich relativ am Ende. Man fühlt sich als wäre man bei der Geburt eines Planeten dabei wenn Darth Vader entsteht, Leia und Luke das Licht der Welt erblicken und R2-D2 und
    C-3PO verschachtert werden.

    Was in den Vorgängern nur Kindertheater war, wird erwachsen, wie es die Figuren auch werden. Und nicht nur die Figuren, auch die sie verkörpernden Schauspieler sind älter geworden und scheinen in ihren Rollen erst jetzt so richtig zuhause zu sein, sie geben ihnen ganz neue Facetten.

    Vorne dran steht Hayden Christensen, der im zweiten Teil der Trilogie seiner Figur nur erste zarte aber etwas gewollte Anklänge von Interesse an Macht verlieh. Diese Seite kommt jetzt endgültig zur Geltung. Anfangs wankelt er noch hin und her zwischen der guten und der dunklen Seite der Macht. Bis er sich für die eine entscheidet.

    Von der dunklen Seite wird er verführt und weil er etwas zu verlieren hat, was ihm wichtiger ist, als sein Jediritter Kodex kommt es dazu. Vor allem die Verlockungen des Bösen stellt der Schauspieler Christensen faszinierend und schillernd dar. Erst durch ihn gewinnt die dunkle Seite einen charismatischen Anhänger, während die Bösen sonst immer abstoßend waren (Darth Maul und andere).

    Auch Ewan Mc Gregor ist mit zunehmendem Alter seiner väterlichen Mentorenaufgabe für seinen jüngeren Schützling Anakin Skywalker besser gewachsen. Er strahlt eine Güte aus, die ihn zum glaubhaften Gutmenschen alias Jediritter macht, der felsenfest im Guten verankert ist. Unverführbar stellt er den Gegenpol zu Kanzler Palpatine dar, der an Anakins Gewissen zerrt.

    Die Kinderbreikonsistenz hat George Lucas hinter sich gelassen. Er scheut es nicht, dem Film die Momente zuzugestehen, die als würdige Einleitung für die alten Teile (IV-VI) sein müssen.
    Darth Vader lebt nicht zum Vergnügen unter einer schwarzen Maske. Warum und vor allem wie er da hineinkam entbehrt nicht an Tragik. Schonungslos wird diese Verwandlung dargestellt.
    Ganz besonders hart hat diese Szene, die hier der Spannung halber nicht ausgetreten werden soll, Hayden Christensen getroffen. Er zeigt sich hier nackter als er ohne Kleidung je sein könnte. Verletzlich und wehrlos.

    Interessant zu beobachten ist, warum Anakin Skywalker zu Darth Vader wurde. Diese Ereignis, das ja das einzige war, was einen die beiden anderen Teil bei der Stange hielt, hat eine einfache aber eine plausible Lösung.

    Zu bemängeln ist, dass hier zwar endlich wieder mehr Handlung da ist, aber trotz alledem gibt es einige Längen in den ersten zwei Vierteln. Die ständigen Kämpfe nerven auf die Dauer und ziehen das, worauf alle warten nur hinaus.

    Zu kritisieren ist auch, dass eine einzige Frau eine sprechende Rolle hat und das ist Padmé. Die anderen Frauen sind lediglich Staffage. Komparsen mit großen Brüsten im Hintergrund. Und selbst Padmé hat ihren einstigen Kämpfergeist verloren. Sie ist zum Hausmütterchen mutiert. Gut, sie ist schwanger und kann sich vielleicht nicht mehr in allzu viele lebensbedrohliche Situationen begeben, aber sie ist zu einer rein passiven, auch am politischen Geschehen kaum mehr interessierten Figur geworden. Sie ist nur noch die heimliche Ehefrau von Anakin Skywalker und wartet, völlig overdressed, in ihrem beeindruckend ausgestatteten Appartement auf Besuch vom geliebten Mann.

    Man kann vielleicht nicht sagen, dass Star Wars wieder da angekommen ist, wo es einst herkam, aus einer weit, weit entfernten Galaxis wo die Lebewesen sich bekriegten, wo Gut gut war und Böse böse. Wo die Guten mit esoterischen Weisheiten ihr Leben meisterten und die Bösen alle Regeln, übersinnliche Kräfte zu erlangen, übertraten.

    Dieser dritte Teil ist der heutigen Zeit angepasst, deshalb ist es zum Beispiel auch möglich, dass R2 mehr Gimmicks installiert hat als in den von der Zeitachse her späteren Teilen. Aber man kann sagen, „Die Rache der Sith“ schließt den Kreis zu Teil IV recht würdevoll. Fast alle wichtigen Figuren tauchen schon hier auf, das wirklich Böse ist wieder zurückgekehrt. Ein bisschen von der Magie hat sich wieder eingeschlichen und wird auch nicht gleich von einem Übermaß an technischer Protzerei übergewalzt.

    Fazit: Ein recht würdevolles Bindeglied das sich zwischen die allzu langweiligen und peinlichen ersten zwei Teile und die alte Saga einfügt. Der Kampf Gut gegen Böse geht weiter.
  • Es ist vollbracht! Ein Vater stirbt, wird als Vader wiedergeboren, doch kein irdischer Jedi muss fürchten, wie er von der dunklen Seite der Macht verführt zu werden. Denn die Rache der Sith wird keinen Zorn zeugen unter den Schülern von Master Lucas, der mit dem Abschluss der Skywalker-Saga die Erwartungen auf einen starken, düsteren Abschied erfüllt. Alle losen Enden werden verknüpft und die Saat gesät für eine neue Hoffnung mit Nonstop-Action und einem Heldenfriedhof, der von Millionen besucht werden wird. “Die Furcht vor Verlust ein Pfad zur dunklen Seite ist”, weiß Yoda. Nicht nur deshalb sollte der Verleih eine kommerzielle Enttäuschung bei diesem Blockbuster nicht befürchten.

    Nach den Kinderjahren von “Episode I” und dem Romantikkitsch von “Episode II” bietet das Finale Grande wenig Angriffsflächen für die Fangemeinde. Lucas, der die Anakin-Amidala-Lovestory nie wirklich in den Griff bekam, zieht sich hier auffallend daraus zurück. Wenige Szenen thematisieren die Schwangerschaft und Anakins Angst, seine Frau zu verlieren – das Hauptmotiv für seine Annäherung an die dunkle Seite, die ihm verspricht, den Tod zu überwinden. Auch wenn Amidala im letzten Akt wieder in die Handlung eingreift, bleibt diese Beziehung skizzenhaft, wird überlagert von der Vater-Sohn-Dynamik zwischen dem Jedi und Kanzler Palpatine, der das Isolationsgefühl des Waisen benutzt, um ihn auf seine Seite zu ziehen. Wundern über die Attraktion der Schattenfraktion, die auch in der Faszination der Vader-Figur zum Ausdruck kommt, muss sich keiner. Sind die Jedi heroische, aber distanzierte Geschöpfe, die ihre Gefühle kontrollieren und damit nicht zulassen, leben die Sith mit ihren Emotionen, sind damit trotz ihrer Ziele und Taten menschlicher als die entrückten Nobelkrieger. Lucas ist fasziniert von diesem Aspekt, zeigt die Zerrissenheit Anakins und die Kluft zwischen rational und emotional.

    Wie schon in den ersten Prequels wird eine starke neue Figur als Repräsentant des Bösen eingeführt. General Grievous, eine komplette CGI-Kreation, verbindet als Cyborg Organisches und Mechanisches und hat als Anführer der Droiden-Armee Palpatine entführt. Das resultiert zu Beginn des Films in der einzigen, aber eindrucksvollen Raumschlacht und schließlich in der Tötung Count Dookus durch den jungen Skywalker. Ein Mosaikstein im Masterplan des Kanzlers, der in seinem Schützling das Misstrauen gegen die Jedi sät, die vermeintlich Senat und Republik kontrollieren wollen. Als Anakin trotz seiner Leistungen nicht zum Master ernannt wird, geht die Saat auf. Das Drehbuch trennt Meister und Schüler, lässt Obi-Wan Grievous verfolgen, damit das Gift Palpatines bei Anakin wirken kann. Mit der Enttarnung des Kanzlers als Sith Lord und dem Duell mit Jedi-Master Windu, der im Kampf eherne Ordens-Regeln bricht, vollzieht sich die Wende, bricht Anakins Weltbild zusammen. Vom väterlichen Mentor, der alle Jedi töten will, als Darth Vader getauft, wird dieser zur Vernichtungsmaschine, die sogar Kinder tötet. Parallelen zum Dritten Reich, die bereits in der ersten Trilogie deutlich wurden, sind offensichtlich – auch in der Architektur. Auf einem Vulkanplaneten kommt es schließlich zur finalen, in ihren Effekten nicht immer überzeugenden Abrechnung zwischen Obi-Wan und seinem Schüler, vollzieht sich der letzte Schritt der Verwandlung Vaders.

    Sein erstes Schnaufen ist eine opernhafte Verbeugung vor den Erwartungen der Fans, denen sich der ganze Film verpflichtet hat. Viele traumhafte Panoramen gibt es zu bestaunen, wie auch zahlreiche rasante Laserduelle und Verfolgungsjagden. In den Actionszenen dominiert das Element Mensch, dominiert der Zweikampf, der so viele Gliedmaßen und Opfer kostet wie kein Teil der “Star Wars”-Reihe zuvor. Wie gewohnt werden viele unterschiedliche Planeten in den Plot integriert, darunter auch der Heimatplanet der Wookies, die allerdings nur ein kurzes Gastspiel geben. Auch wenn Hayden Christensen das emotionale Spektrum seiner Figur nicht ausspielen kann, wird die Tragödie Vaders, die in verblendeter Wahrnehmung und kompletter Verstümmelung gipfelt, deutlich. Darauf kam es Lucas an, der keinen Grund hat, sich mit Yodas “Versagt ich habe” zu solidarisieren. Alles fügt sich, alles endet, und trotz kleiner Defizite ist es eine Leistung des Films, dass man diesen Abschied wirklich bedauert. kob.

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