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"Star Wars 7": Regisseur J.J. Abrams reagiert auf umstrittenste Szene des Films

Nach dem Kinobesuch von “Star Wars 7: Das Erwachen der Macht” herrschte bei den Zuschauer vor allem Gesprächsbedarf wegen einer bestimmten Szene. Der Auftakt zur neuen Trilogie bot eine Wendung, die unter Fans der Reihe unterschiedlich aufgefasst wurde, von Entsetzen über Ablehnung bis hin zu Verständnis war alles dabei. Nun hat sich J.J. Abrams zu diesem einschneidenden und kontroversen Moment geäußert und seine Sicht der Dinge dargelegt. 

Achtung: Der folgende Artikel enthält Spoiler für “Star Wars 7: Das Erwachen der Macht”!

Es ist selten eine leichte Entscheidung, einen beliebten Charakter sterben zu lassen. Der fiktive Tod kann für ein Studio einen realen Einbruch beim Verkauf von Fanartikeln bedeuten, ganz zu schweigen von den wütenden Protesten derer, die ihre Identifikationsfigur nicht missen möchten. Bei dem Tod von Han Solo (Harrison Ford) in “Star Wars 7: Das Erwachen der Macht” war dies nicht anders.

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Zumal hier mit J.J. Abrams jemand an der Entscheidung beteiligt war, der ein Fan der Original-Reihe ist, was sicherlich keine angenehme Situation war. Doch der Regisseur steht weiterhin hinter diesem Schritt, auch wenn ein Teil des Publikums sich mit dem Abschied von Han Solo nicht anfreunden kann. In einem Interview mit Fandango ging J.J. Abrams erstmals detailliert darauf ein, warum er das Abenteuer von Han Solo brutal beendete und wie Harrison Ford auf das Schicksal seines Charakters reagierte:

“Er hat lange darüber nachgedacht und er hat es verstanden. Er verstand, warum es so wirksam war und ich glaube, dass es zum Teil daran lag, weil Harrison selbst – Han, der Charakter – so viel vor sich hatte. Er hatte so viel Leben, Kampfes- und Abenteuerlust – das war der richtige Moment, um so etwas zu tun. Wenn wir das Gefühl gehabt hätten, die Figur wäre am Ende, wäre es nicht so wuchtig gewesen. Der Umstand, der es so bedeutungsvoll gemacht hat, war nicht, wem es passiert oder wie, sondern dass es einem Charakter widerfährt, der so lebendig zum Zeitpunkt seines Ablebens war.” 

Bereits beim Dreh der alten Trilogie wollte Harrison Ford den Heldentod sterben, doch George Lucas lehnte es damals ab. Im zweiten Anlauf wurde Ford sein “Wunsch” also nun gewährt, wobei J.J. Abrams darauf bedacht war, diesem Tod auch einen Nutzen zu geben. Der besteht laut dem Regisseur darin, Kylo Ren (Adam Driver) zur Dunklen Seite der Macht zu bringen, denn durch den Mord an seinem Vater hat dieser die letzten Zweifel ausgeräumt, die ihn davon abhielten, ein Sith zu werden.

Wie es mit Kylo Ren weitergeht und ob er den Vatermord nicht doch bedauern wird, erfahren wir ab dem 14. Dezember 2017, wenn “Star Wars: Episode 8” in den deutschen Kinos startet. J.J. Abrams wird daran nicht mehr beteiligt sein; Regie und Drehbuch stammen diesmal von Rian Johnson (“Looper“).

 

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