Spy - Susan Cooper Undercover (2015)

Originaltitel: Spy
Spy - Susan Cooper Undercover Poster
Nicht mehr im Kino.
Userwertung (2)
  1. Ø 3.5
Kritikerwertung (4)
  1. Ø 3.5

Filmhandlung und Hintergrund

Spy - Susan Cooper Undercover: Aberwitzige Spionagekomödie, in der Melissa McCarthy als CIA-Schreibtischtäterin auf einmal an vorderster Front gegen Bösewichte kämpfen muss.

Susan Cooper ist eine der besten Agentinnen der CIA, ist aber zu einem Schreibtischjob verdammt: Per Funk gibt sie den anderen Spionen im Feld die nötigen Informationen für ihre Einsätze. Ihre große Chance ergibt sich, als man in Rom der verschlagenen Aristokratin Raina Boyanov das Handwerk legen will – ganz zum Missfallen des selbstgefälligen Superspions Rick Ford, der wenig von Frauen im Einsatz hält. Schnell stellt sich aber heraus, dass der Fall ohne die als amerikanische Hausfrau getarnte Susan nicht zu knacken ist.

Eine CIA-Schreibtischtäterin muss an vorderster Front kämpfen, als dem Geheimdienst die Spione ausgehen. Aberwitzige Spionagekomödie, in der Melissa McCarthy zum dritten Mal mit ihrem “Brautalarm“-Regisseur Paul Feig arbeitet.

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Frauen in heroischen Hollywood-Rollen waren schon immer eine Seltenheit. Ein Glück, dass Regisseur Paul Feig diesen Missstand früh erkannte und seither vorzugsweise Filme dreht, in denen starke Frauenfiguren im Mittelpunkt stehen. „Brautalarm“ wurde zu einer Art „weibliches ‚Hangover‘“, „Taffe Mädels“ zeigte uns, dass das testosterongetränkte Genre der Buddy-Komödie auch aus weiblicher Sicht funktioniert und spätestens mit „Spy – Susan Cooper Undercover“ sagt sich Feig nun endgültig vom konventionellen Gender-Denken los uns inszeniert eine Spionage-Actionkomödie frei von geschlechtsspezifischen Klischees. Im Mittelpunkt steht einmal mehr Melissa McCarthy, die schon mehrmals zuvor mit Feig zusammenarbeitete und auch in dessen nächstem Projekt „Ghostbusters“ eine tragende Rolle spielen wird. Als Susan Cooper mimt sie diverser Trailer zum Trotz nicht etwa erneut den fettnäpfchentretenden Tollpatsch, sondern zeigt ihren männlichen Starkollegen, wo der Agenten-Hammer hängt. Gerade noch Schreibtischtäterin darf sie nach dem Tod ihres Außendienst-Kollegen Bradley (göttlich: Jude Law) nämlich endlich selbst an die Front, um der fiesen Ungarin Raina Boyanov (Rose Byrne) das Handwerk zu legen.

    Paul Feig weiß ganz genau, welche Knöpfe er wann zu drücken hat, um aus einer biederen Bond-Persiflage das Optimum an Alleinstellungswert herauszuholen. Ähnlich des phänomenalen Blockbusters „Kingsman“ ist auch „Spy“ keine bloße Nachdichtung, sondern in erster Linie eine Verneigung vor den charmanten Gentleman-Spionen, deren Herkunft Feig anschließend gekonnt unterläuft. In seinem Film gibt es nämlich nicht nur den aalglatten Agenten (Law) und den Vorzeige-Actionheld (Jason Statham in der sich selbst demontierenden Rolle seines Lebens), sondern vorzugsweise eben auch die Damen, die das Geschehen so richtig aufmischen. In erster Linie ist es natürlich McCarthy selbst. Ihre Rolle der Protagonistin mutet zwar zunächst wie die einer typischen grauen Maus an, doch mit der Zeit wächst sie nicht nur emotional über sich hinaus, sondern entdeckt obendrein auch ungeahnte Nahkampf-Fähigkeiten. Ihr direkter Gegenspieler ist mit Rose Byrne („Das hält kein Jahr..!“) ebenfalls weiblich; Byrne spielt ihre herablassende Schurkenrolle der Raine so genial und selbstgenießend, dass man als Zuschauer nicht genug von ihrer Anwesenheit bekommt. Das Zuschauen ihrer ultimativen Superzicken-Attitüde hat einen ähnlichen Unterhaltungswert wie die Eskapaden der eigentlichen Heldin. Kurzum: In „Spy“ wird es trotz der auslandenden zwei Stunden nie langweilig.

    Was abseits der pointierten Treffsicherheit innerhalb der Texte jedoch am meisten beeindruckt, ist die handwerkliche Raffinesse. Mit einer Vielzahl an Explosionen, (blutiger) Schießereien und Verfolgungsjagden steht „Spy“ seinen ernstgemeinten Vorbildern in nichts nach. Paul Feig legt seine persönliche Leidenschaft für „James Bond“ und Co. in jede Szene und liefert damit ein buntes Potpourri verschiedenster Genre-Einflüsse ab, das vielleicht nicht einmalig ist, in seiner Qualität allerdings vor Konsequenz und Passion nur so strotzt. Und das ist im modernen Hollywoodkino tatsächlich recht selten geworden.

    Fazit: Regisseur Paul Feig liefert mit „Spy – Susan Cooper Undercover“ eine der Actionkomödien des Jahres ab. Sein Film besticht mit punktgenauer Komik, niveauvoller Action und einem Cast, dem der Spaß an der Freude ins Gesicht geschrieben steht.
  • Aberwitzige Spionagekomödie, in der Melissa McCarthy als mausige CIA-Schreibtischtäterin auf einmal an vorderster Front kämpfen muss.

    Aller guten Dinge sind drei. Zumindest was die Zusammenarbeit von Regisseur Paul Feig mit seinem Star Melissa McCarthy angeht. Mit “Brautalarm” machte er sie zum Star; “Taffe Mädels” bestätigte den Status der Ulknudel. Und nun “Spy – Susan Cooper Undercover”, der einerseits gelungenste, andererseits auch aberwitzigste ihrer gemeinsamen Filme, der weniger eine betont feministische Parodie auf Agentenfilme im Stil von “Austin Powers” ist, sondern ein clever im Genrekino verankertes Starvehikel, der sämtliche komischen Vorzüge McCarthys ins rechte Licht rückt. Und weil man in den USA ein R-Rating nicht scheute, ist gewährleistet, dass McCarthy ihrem unerhörten Mundwerk keinen Riegel vorschieben muss. Und Feig kann auch bei der Ausgestaltung in die Vollen gehen: Ein paar der komischsten Sequenzen nutzen groteske Gewaltszenarien: Während man lauthals lacht, ist man auch schockiert: Dürfen die das wirklich? Sie dürfen. Und das ist gut so.

    Diese Susan Cooper ist maßgeschneidert für Melissa McCarthy, eine geniale CIA-Agentin, die ihre Arbeit allerdings komplett an ihrem Schreibtisch sitzend verrichten muss, von wo aus sie einem von Jude Law herrlich eitel und selbstverliebt gespielten Superagenten Anweisungen und Infos per Ohrstöpsel zuflüstert. Ein perfekt eingespieltes Team, das allerdings jäh voneinander getrennt wird, als der CIA sich an die Fersen der durchtriebenen Waffenhändlerin Rayna Boyanov setzt. Nun wird Susan selbst auf Globetrotter-Mission geschickt, in der Verkleidung einer dicken Hausfrau aus dem amerikanischen Hinterland -sehr zum Missfallen des erfahrenen Machos Richard Ford: ein atemberaubend komischer Jason Statham, der überhaupt kein Problem damit hat, sich fortwährend selbst auf den Arm zu nehmen. Fortan hetzt man über den Globus, um der bösen Boyanov doch noch das Handwerk zu legen, und nutzt jede erdenkliche Situation, Action mit gelungenen Gags anzureichern, während Susan mehr und mehr in ihre neue Rolle hinein- und über sich selbst hinauswächst.

    “Spy” ist natürlich deshalb so gelungen, weil er sich offenbar nicht besonders ernst nimmt, unter der auf Hochglanz polierten Oberfläche aber durchaus einen subversiven Spaß daran hat, gängige Genre-Stereotypen ad absurdum zu führen und auf den Kopf zu stellen. Und Melissa McCarthy freien Lauf zu lassen. ts.
  • Vergnügliche Sommerunterhaltung, nicht trotz, sondern auch wegen Melissa McCarthy.
  • Melissa McCarthy und Paul Feig enttäuschen auch in ihrer dritten gemeinsamen Komödie nicht und "Spy - Susan Cooper undercover" ist unterhaltsames Popcorn-Kino ohne höheren Sinn, das dank einiger schöner Gags, ironischen Spitzen gegen selbstverliebte Actionhelden und straffem Tempo für einen gelungenen Kinoabend sorgen kann - vorausgesetzt, man ist bereit, über die ein oder andere derbe Zote hinwegzusehen.
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