Sputnik (2013)

Sputnik Poster
Nicht mehr im Kino.
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Filmhandlung und Hintergrund

Sputnik: Originelles Kinderabenteuer um ein Mädchen aus der DDR, das ihren nach Westen geflüchteten Onkel zurückbeamen will.

Eine Welt bricht für die zehnjährige Friederike im Oktober 1989 zusammen, als sie erfährt, dass ihr über alles geliebter Onkel Mike nach West-Deutschland rübermacht. Nachdem sich die begeisterte Weltraumforscherin von diesem Schock erholt hat, beschließt sie mit ihren Freuden, den Onkel mit Hilfe einer selbstkonstruierten Maschine wieder in den Osten zurück zu “beamen”. Doch noch während des Experiments werden Friederike und Co. von der Realität eingeholt – die Mauer fällt, Deutschland ist vereint und Mike kehrt wieder zurück.

Ein Mädchen aus der DDR will seinen in den Westen geflüchteten Onkel zurück in die Heimat beamen. Originelles Kinderabenteuer, das eine pfiffige Geschichte aus der Zeit kurz vor dem Mauerfall erzählt.

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Der fantasievolle Kinderfilm "Sputnik" verknüpft den Fall der Berliner Mauer mit einer abenteuerlichen Geschichte aus der Perspektive eines zehnjährigen Mädchens. Der aufregende Spaß zwingt die geschichtlichen Fakten regelrecht in eine neue Umlaufbahn. Augenzwinkernd behauptet Regisseur und Drehbuchautor Markus Dietrich in seinem Langfilmdebüt, dass nur Rike und ihre Freunde aus dem Dorf Malkow wissen, was am 9. November 1989 wirklich geschah. Indem die junge Zielgruppe des Films ebenfalls nicht viel über die wirklichen Zusammenhänge erfährt, soll sie dazu angeregt werden, den Eltern Fragen zu stellen.

    Die aufgeweckte Rike und ihre Freunde wachsen in einer Atmosphäre auf, in der sie viele Widersprüche selbst deuten müssen. Das Mädchen versteht nicht, warum Onkel Mike in der DDR keine Zukunft mehr für sich sieht. Niemand sagt offen seine Meinung, denn das Regime ist überall präsent, zum Beispiel in der Schule und in Gestalt des Dorfpolizisten Mauder (Devid Striesow). Der fühlt sich von Rikes eigenwilligen Aktivitäten provoziert und beobachtet sie argwöhnisch. Weil viele Menschen über die sozialistischen Nachbarstaaten in den Westen reisen, denken auch Rikes Eltern daran, sprechen aber mit ihr nicht darüber.

    Kein Wunder, dass sich auch die kindliche Fantasie mit der innerdeutschen Grenze und ihrer Überwindung beschäftigt. Rike will Onkel Mike in ihr Leben zurückbeamen. Mit großem technischen Aufwand bauen sie und ihre Freunde den Apparat, wobei nie ganz klar wird, wie er eigentlich funktionieren soll. Recht verwirrend, aber auch spannend und humorvoll steuert dieser Handlungsstrang zusammen mit der Verkündung der Grenzöffnung am 9. November auf den Höhepunkt zu.

    Die Entdeckung des Films ist Flora Li Thiemann. Sie lässt Rike zu einem so starken und selbstbewussten Mädchencharakter werden, wie man ihn im Kino selten sieht. Die Atmosphäre wirkt sehr zeittypisch, auch dank der sorgfältigen Ausstattung mit damaligem Inventar. Wenn junge Zuschauer dann wissen wollen, ob das innerdeutsche Grenzproblem nicht doch anders als durch Beamen gelöst wurde, hat dieser Versuchsballon trotz leichter Schräglage funktioniert.

    Fazit: Der spannende Abenteuerfilm "Sputnik" schürt das kindliche Interesse für Zeitgeschichte mit der originellen Idee, dass ein paar Kinder die deutsche Teilung im Jahr 1989 mit einem SciFi-Apparat überwinden.
  • Die zehnjährige Rieke (Flora Li Thiemann)?träumt davon, Astronaut zu werden. Heimlich arbeitet sie mit ihren Freunden Fabian und Jonathan an einer spektakulären Erfindung, die ihren Onkel Mike aus West-Berlin über die große Mauer zurück in den Osten beamen soll. Denn es ist Herbst 1989, und keiner ahnt im beschaulichen Malkow im Herzen der DDR, dass die Tage des Sozialismus gezählt sind. Inspiriert von ihrer Lieblingsserie aus dem verbotenen Westfernsehen, Raumschiff Interspace, tüfteln die kleinen, aber gewieften Erfinder an einer Maschine, die Menschen hin und her beamen soll – mit ungeahnten Folgen für das Land und die ganze Welt … Längst ist der linientreue Volkspolizist Mauder (Devid Striesow) ihnen und ihrem Teleporter auf der Spur, während Riekes Eltern (Yvonne Chatterfield, Maxim Mehmet) selbst an einem Fluchtplan basteln. Die Lage spitzt sich zu, als das Experiment am 9. November 1989 einen ungeahnten Verlauf nimmt: Nicht Mike landet in?Malkow, sondern sämtliche Dorfbewohner werden auf die Berliner Mauer gebeamt. Im entscheidenden Moment ihrer Geschichte – was haben die Kinder mit dem Fall der Mauer zu tun?

    Fazit: Eine fantastische, rasante Abenteuer-Komödie mit sympathischem Cast um eine verrückte Erfindung.

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