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Source Code (2011)

Source Code Poster
Nicht mehr im Kino.
Userwertung (1)
  1. Ø 4
Kritikerwertung (1)
  1. Ø 3.5

Filmhandlung und Hintergrund

Source Code: Actionthriller über einen Soldaten, der mit Hilfe revolutionärer Technologie die letzten Minuten vor einem Terroranschlag wiederholt miterleben und damit den Bomber ermitteln kann.

Gerade war US-Soldat Colter Stevens noch im Kriegseinsatz, plötzlich findet er sich in einem Zug nach Chicago wieder – an der Seite einer jungen Frau, die ihn kennt, er sie aber nicht. Kurz darauf explodiert der Zug, und eine Stimme instruiert Stevens, dass er wieder zurück muss. Dank einer revolutionären Technologie kann er im Körper eines Passagiers die letzten acht Minuten vor der Explosion wiederholt miterleben, damit den Bomber ermitteln und dessen nächsten Terroranschlag noch am gleichen Tag verhindern.

Videos und Bilder

Auf DVD & Blu-ray (2)

Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • „Ich habe deinen Rat befolgt“, sagt die Frau, der er unvermittelt gegenübersitzt, die, die ihn mit Sean anredet. Eine andere, die vorbeigeht, schüttet Kaffee über seinen Schuh. Ein Handy klingelt. Der Schaffner kontrolliert die Fahrkarte. Welche Fahrkarte? Wieso ist Captain Colter Stevens in einem Zug? Wer sind die Leute hier? Und wem gehört das Gesicht, das ihm aus dem Spiegel entgegenblickt?

    Und was ist das für eine Kapsel aus marodem, dunklem Blech, in der er sich fest angeschnallt wiederfindet, wer ist die Frau, die aus einem Monitor zu ihm spricht, was will sie? Was war das für eine Explosion beim Sprung von der einen Welt in die andere?

    Die Ursache, den Ursprung, den Verursacher dieses Bombenanschlags auf einen Personenzug kurz vor dem Chicagoer Hauptbahnhof soll Colter Stevens aufklären, dafür wird er in der Zeit zurückversetzt. Acht Minuten im Zug, wieder und wieder, müssen reichen für seine Untersuchungen zur Bombenkatastrophe. Acht Minuten, acht Minuten, weitere acht Minuten, immer mit neuen Einzelheiten, mit neuen Puzzlestücken: Colter wird zurückgeschickt in die letzten acht Minuten des Lehrers Sean Fentress, in den Körper eines Fremden im Zug. Das hat damit zu tun, erklärt Dr. Rutledge, der das Programm des Source Code erfunden hat und mit Colter zum ersten Mal einsetzt, dass das Gehirn die letzten acht Minuten vor dem Tod speichert, und dass man da reinschlüpfen kann von außen, wie in eine imaginäre Parallelwelt: nicht Zeitreise, sondern Zeit-Nachholen. In dieser Welt der letzten acht Minuten kann sich Colter frei bewegen, wie in einem Open-World-Computerspiel, das bei Scheitern am Zeitlimit beliebig oft wiederholt wird.

    Ein Mann allein in einer ihm fremden, unwirklichen Welt, mit einer Identität, die nicht seine eigene ist, mit einer von außen auferlegten Aufgabe, die gar nichts mit ihm zu tun hat und doch so viel: dass sich Duncan Jones nach seinem fantastischen Science-Fiction-Kammerspiel „Moon“ für den Stoff von „Source Code“ interessierte, scheint zwingend. Und ebenso zwingend ist die Inszenierung dieses Thrillers, der in Rückwärtssprüngen vorwärts drängt. Nicht nur muss Colter seine Mission erfüllen, den Bombenattentäter zu identifizieren, der nämlich – in der Realwelt – noch einen weit schlimmeren Anschlag mit potentiell Millionen Opfern plant. Auch will Colter das Mysterium des Source Code erforschen, dem er als Spielball ausgeliefert ist. Und, noch dazu: kann er vielleicht in der imaginären Source-Code-Welt den Anschlag verhindern? Oder ist das alles unwirkliche Simulation, ein Zugang in eine Vergangenheit, deren Verlauf unabänderlich ist und bleibt?

    Jake Gyllenhaal spielt Colter Stevens, einen harten Soldaten und Afghanistanveteranen, der nun die ganz besondere Mission im Zug durchzuführen hat. Befehl und Gehorsam, das ist das System, nach dem er funktioniert. Etwas mehr Information als das, was ihm Kontaktfrau Goodwin, das Gesicht im Monitor, gibt, will er aber doch haben; zumal er im Zug eine andere Person ist, ein Lehrer mit angehender Beziehung zu Christine, der Frau ihm gegenüber. Und so muss Colter seine Härte, sein geradliniges Nach-Vorne-Stoßen, seinen Scheuklappenblick auf das Ziel ablegen: er muss aufhören, die soldatische Maschine zu sein, und beginnen, einen wirklichen Menschen zumindest zu spielen, wo nicht gar einer zu sein.

    Das ist hochspannend, denn Duncan Jones versteht es, die vielen Entwicklungsstränge der an sich einfachen Ermittlungsstory geschickt zu verknüpfen, eines aus dem anderen sich ergeben zu lassen. Die Kampfmaschine Colter muss unter der Maske des Softies Sean zugleich Sherlock Holmes und James Bond spielen, vor einem Hintergrund, der sich aus einer Mischung aus „12 Monkeys“ und „Matrix“ zu einem packenden Zug-Thriller entfaltet.

    Und leider, leider steigt der Film zu früh aus diesem Plot aus, 20 Minuten vor Schluss ist der Täter allzu leicht gestellt und außer Gefecht gesetzt, und der Film ergibt sich den gefühligen Vorbereitungen fürs Happy End. Einschließlich der Aussöhnung mit dem Vater – offenbar haben alle US-Soldaten im Einsatz in Irak oder Afghanistan Familienprobleme, Gyllenhaal zuletzt in „Brothers“; einschließlich einer Liebesgeschichte, der wir von Herzen das Beste wünschen; einschließlich dem Überdenken eines unmenschlichen Gehirn-Experiments eines Mad Scientists. Aber: ohne Logik und Stringenz; die werden über Bord geworfen, und wären doch auch in einer Story mit Science-Fiction- und Phantastik-Appeal nötig.

    Fazit: Ein spannender Thriller, in dem ein Detektivpuzzle mit Actionelementen verbunden ist mit Science-Fiction-Elementen; dem aber leider allzuschnell die Luft rausgeht.
  • Dass sich kopfgesteuert und kommerziell nicht ausschließen müssen, zeigt Duncan Jones’ smarter und spannender Actionthriller mit Sci-Fi-Touch.

    Der menschliche Verstand als Spannungsfeld von ungenutzten Kapazitäten und unberechenbaren Verstörungen ist auch im zweiten Kinofilm von “Moon”-Regisseur Jones zentraler Schauplatz. Nun aber im Rahmen einer Geschichte, die sich vor dem Unterhaltungskino verbeugt, ohne sich diesem, jeden Anspruch opfernd, völlig zu ergeben. Die Prämisse verknüpft Elemente von “Und täglich grüßt das Murmeltier”, “Déjà Vu – Wettlauf gegen die Zeit” oder “Matrix” und wird trotz pseudowissenschaftlichem Technobabble akzeptiert, weil dieser Film sie einmal ohne ärgerliche dramaturgische Nebenwirkungen präsentiert. Zusammen mit Protagonist Stevens (Jake Gyllenhaal) erarbeitet sich auch der Zuschauer die Antwort auf die zentralen Fragen zur Situation des Helden und der Menschen, die er unter extremem Zeitdruck retten muss.

    In einem Zug mit Ziel Chicago taucht Stevens erstmals im Bild auf – ratlos, wie er hierhergekommen ist, warum Christina (Michelle Monaghan) vom Sitz gegenüber ihn kennt, er sie jedoch nicht. Ein Blick in den Spiegel zeigt, dass er im Körper eines Fremden steckt, eine fürchterliche Explosion, dass die Zugfahrt jäh beendet ist. An einem unbekannten Ort isoliert, versucht der Kriegsveteran sich an seinen letzten Einsatz zu erinnern, bevor ihn Carol (Vera Farmiga), über eine Bild- und Tonleitung mit ihm verbunden, aus der Desorientierung holt und ihn auf seine Aufgabe einschwört. Dank einer revolutionären Technologie kann Stevens den Körper eines Mannes in Besitz nehmen, der im Zug mit vielen anderen Passagieren Opfer eines Terroranschlags wurde. Acht Minuten bleiben ihm, um den Bomber ermitteln und damit dessen geplanten zweiten Anschlag in Chicago verhindern zu können, bevor er nach Ablauf dieses Zeitfensters mit der Explosion wieder auf Ausgangsposition zurückgefahren wird – und alles von vorne beginnt. Bei jedem dieser Kurzeinsätze gibt es kleine actiongestützte Variationen, erweitert sich das Blickfeld auf Bombe und Täter, aber auch die emotionale Bindung zu Christina.

    Kontinuierliche Spannung und eine charmante angebahnte Lovestory sind damit garantiert, werden ergänzt von Fragen nach ethischen Grenzen für eine futuristische Technologie, die räumliche Grenzen überwindet – zu parallelen Welten. Kristallklar und in der Lichtsetzung bestechend von Don Burgess fotografiert und von Duncan Jones mit sparsamem Effekteinsatz ohne übertriebene Mätzchen inszeniert, ist “Source Code” die Ausnahme von der Regel. Ein Actiondrama mit Mainstream-Anbindung, das den Kopf nicht narkotisiert und das Herz schneller schlagen lässt. kob.

Darsteller und Crew

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