Sound of Noise (2010)

Sound of Noise Poster
Nicht mehr im Kino.
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Filmhandlung und Hintergrund

Sound of Noise: Außergewöhnlicher Musikfilm, in dem sechs Schlagzeuger ihr Unwesen in einer schwedischen Stadt treiben.

Amadeus Warnebring stammt aus einer hochmusikalischen Familie, hat selbst aber keinerlei musikalisches Gehör, weshalb er Polizist geworden ist. Als er zu einem Autounfall vor einer Botschaft gerufen wird, stellt sich heraus, dass es sich bei der angeblich tickenden Bombe um ein Metronom handelt. Dieses bringt Amadeus auf die Spur von Sanna und Magnus, die es sich zum Ziel gesetzt haben, an vier Orten der Stadt auf den sich dort befindenden Objekten Lärmsymphonien für sechs Schlagzeuger aufzuführen.

Videos und Bilder

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Einen originellen Kurzfilm auf abendfüllende Länge auszubauen mag in Einzelbeispielen funktionieren, doch in vielen Fällen merkt man dem Endergebnis an, dass hier eine zunächst perfekt funktionierende Idee in die Länge gezogen wurde. Selbst bei Werken prominenter Regisseure wie Wes Andersons Debüt „Bottle Rocket“, basierend auf seinem gleichnamigen Kurzfilm, kommt die Gaunerkomödie erst gegen Ende auf Touren. Ähnliches gilt für Johannes Stjärne Nillsons und Ola Simonssons „Sound of Noise“, der die Idee ihres Kurzfilms „Music for One Apartment and Six Drummers“ aufgreift (keineswegs nur ein Youtube-Film, wie in einigen Ankündigungen zu lesen war, denn er lief zuvor schon erfolgreich auf zahlreichen Festivals wie dem Wiesbadener Exground). Hierbei war der Titel Programm – sechs Schlagzeuger missbrauchen heimlich das Inventar eines fremden Hauses für wilde Klangexperimente.

    Identisches geschieht in der Langfilmversion – mit dem Unterschied, dass die sechs Musikterroristen gleich eine ganze Stadt für rhythmische Versuche durchforsten, dabei einiges an Menschen und Material verschleißen und erheblich die öffentliche Ruhe stören. Deshalb setzt sich ein verschrobener Kommissar der Stockholmer Anti-Terroreinheit auf ihre Fersen, der zwar einer hoch musikalischen Familie entstammt, aufgrund eines Kindheitstraumas aber erhebliche Probleme mit Musik jedweder Art hat. Der Verfolger der unorthodoxen Schlagzeuger trägt ausgerechnet den Namen Amadeus Warnebring, wobei die Filmemacher jeden seiner anarchistischen Gegenspieler ebenso mit einer eigenwilligen Biografie ausstatten. Dieser Umstand soll für mehr Tiefgang sorgen, aber glaubwürdiger erscheint die skurrile Geschichte dadurch nicht.

    Ihre Attacke gegen Alltagslärm beginnt mit einem urkomischen Vorspann, in dem die Musiker den Geschwindigkeitsrausch ihres Autos und dem damit verbunden Hintergrundgeräusch zu Rhythmuszwecken verwandeln, was die Verkehrspolizei deutlich missbilligt. Noch waghalsiger fällt die Aktion eines verfremdeten OP-Raums samt des Patienten als Resonanzklangkörper aus, was wiederum dem Betroffenen wenig Freude bereitet. Doch nach diesem so originellen wie makaberen Einstieg sind weitere Pointen bald rarer gesät, wenn sich die Inszenierung auf die Hintergründe der unkonventionellen Truppe konzentriert. Mit immer neuen riskanten Ideen zieht das Sextett Infernale alle Register seines musikalischen Einfallsreichtums, womit man die Aufmerksamkeit von Öffentlichkeit und Justiz bewusst erregen will.

    Obwohl sich die versponnenen Happenings durch die ganze Stadt vom Bankinstitut bis zum Elektrizitätswerk erstrecken und die abgedrehte Story zum Krimi ausgebaut wird, hält sich die Spannung eher in Grenzen. Es dauert bis zum pompösen Finale mit der Störung einer traditionellem Konzertzeremonie, bevor der etwas schlingernde Plot erneut Fahrt aufnimmt. Nillson & Simonsson setzen dabei Spitzen gegen den konservativen Musikbetrieb sowie die Attacken der maskierten Musikaktivisten gegen einen selbstgerechten elitären Zirkel zielen, den Warnebrings Familie verkörpert. Obwohl der Einfallsreichtum nicht über die ganze Laufzeit durchgehalten wird, sollten Fans des skandinavischen Humors durchaus einen Blick riskieren.

    Fazit: Nicht durchgehend origineller Musical-Krimi über die Jagd eines musikhassenden Kommissars auf terroristische Performance-Künstler.
  • Die schwedischen Filmemacher Ola Simonsson und Johannes Stjärne Nilsson nahmen die Idee ihres Kurzfilms “Music for One Apartment and Six Drummers” (2001) als Ausgangspunkt für einen Spielfilm mit sozialkritischen Untertönen, der sich Musik für sechs Schlagzeuger in einer Stadt widmet. Begeistern können die vier Aufführungen, bei denen auf Objekten im Operationssaal, in einer Bank, vor einem Konzertsaal und im Stromkraftwerk getrommelt wird. Weniger überzeugend ist hingegen die eigentliche Handlung ausgefallen, in der ein sich nach Stille sehnender Polizist sein Herz für die Organisatorin des lauten Treibens entdeckt.

Darsteller und Crew

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