Sinister (2012)

Sinister Poster
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Filmhandlung und Hintergrund

Sinister: Haunted-House-Horrorfilm um einen Schriftsteller, der dem Fluch in seinem neuen Domizil auf die Spur kommt.

Der einzige Erfolg, den der True-Crime-Autor Ellison Oswalt je erzielte, liegt zehn Jahre zurück und der Familienvater braucht dringend Geld. Damals hatte er es sich mit der Polizei verscherzt, weshalb ihm beim Einzug in sein neues Haus behördliche Feindseligkeit entgegenschlägt. Seine Frau Tracy und die beiden Kinder ahnen nicht, dass die Voreigentümer im Garten ermordet wurden und Ellison auf dem Dachboden das dazugehörige Snuff-Video sichtet. Fortan häufen sich unheimliche Vorfälle einer finsteren Macht, die es auf die Oswalts abgesehen hat.

Ein von Misserfolg verfolgter Schriftsteller entdeckt in seinem neuen Haus ein Snuff-Video – und danach häufen sich merkwürdige Ereignisse. Ungemein effektiver Haunted-House-Horrorfilm von Scott Derrickson und mit Ethan Hawke.

Videos und Bilder

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Regisseur Scott Derrickson ("Der Exorzismus der Emily Rose", "Der Tag an dem die Erde still stand") wandte einen kleinen Trick an, als er "Sinister" den Financiers vorstellte: Er verkaufte ihn als sogenanntes "Found Footage"-Projekt. Also einen Film, der mit Handkameras gedreht wurde und ein Home Video Flair hat. Denn die liegen gerade schwer im Trend, besonders was Horrorfilme angeht, und laufen beim Publikum gut. Streifen wie "Chernobyl Diaries" oder die "Paranormal Activity"-Filmreihe beweisen das. Bei "Sinister" entsprach dies allerdings einer Halbwahrheit, denn eigentlich handelt es sich hier um einen normalen Film, der sich lediglich mit found footage beschäftigt. Und das im wahrsten Sinne: die Box mit Home Videos, die Ellison (Ethan Hawke) auf dem Dachboden findet, spielt eine zentrale Rolle im Film.

    Doch Derricksons Notlüge erweist sich als durchaus nützlich, denn mit "Sinister" hat er einen Horrorfilm gedreht, der Grusel-Fans freudige Gänsehaut bescheren dürfte. Wer wirklich grundlegend Originelles erwartet, wird vielleicht enttäuscht. Aber bei dem Genre gilt sowieso, dass das meiste schon einmal da gewesen ist. Vielmehr geht es also um die originelle Umsetzung konventioneller Stilmittel. Derrickson, der das Drehbruch gemeinsam mit dem amerikanischen Filmkritiker C. Robert Cargill schrieb, bedient sich dieser zu Hauf. Sei es der Stromausfall, der Schreckmoment, der sich als komplett unschuldig erweist oder huschende Schatten, die von Ellison unbemerkt bleiben. Trotzdem wirkt "Sinister" nicht abgekupfert oder nachgemacht. Viel mehr zahlen sich die vielen Genre-Klassiker, von denen sich Derrickson inspirieren ließ, aus. Ähnlichkeiten zu Filmen wie "The Shining" sind durchaus gewollt und für den Kenner schnell ersichtlich. Kleinigkeiten wie die Tatsache, dass Ellison ein abgeschieden lebender Schriftsteller ist, oder dass am Ende des Filmes eine Axt ins Bild schnellt, zollen Derrickson Lieblingsfilmen Tribut.

    Was zu einer müden Hommage an einschlägige Vorgänger hätte werden können, entwickelt sich allen Risiken zu trotz zu einem stimmigen Gruselfilm, dessen düstere Atmosphäre überzeugt. Schön ist auch, dass die wirklichen Schreckmomente zwar rar gesäht sind, dafür dann aber umso mehr in die Knochen fahren. Nebenbei sei noch erwähnt, dass die Rolle des Ellison Ethan Hawke ("Daybreakers", "Before Sunrise") wie auf den Leib geschrieben scheint und dass seine solide Performance grundlegend zur ergreifenden Stimmung des Filmes beiträgt. Damit werden die anderen Charaktere fast nebensächlich.

    Fazit: "Sinister" ist ein gelungener Horrorfilm, der vor allem durch seine schaurige Atmosphäre überzeugt. Altbekannte Stilmittel werden gut genutzt und machen den Film, dessen Grundidee vielleicht nicht neu ist, zu einem spannenden Grusel-Erlebnis für Freunde des Genres.
  • Außerordentlicher, wirklich unheimlicher, smarter Horrorschocker, in dem Ethan Hawke eine grauenvolle Mordserie aufdeckt.

    Es gibt viel zu wenig Horrorfilme, die wirklich unheimlich sind. “Sinister” ist einer davon. Scott Derrickson (“Der Exorzismus von Emily Rose”) läuft damit zu großer Form auf, kreuzt in seinem Script schlau Versatzstücke aus “Shining” und “Ring”. Er verdichtet sie zu einer massierten Abfolge intensiver Spannungs- und Schrecksequenzen, die auf einen wahren Gänsehaut-Rekord abzielen. Das funktioniert u.a. deswegen so gut, weil ein innovativer Score die kreativen Schocks verstärkt und plastische (Neben)Figuren psychologische Glaubwürdigkeit garantieren.

    Ein wenig schräger Humor lockert den höllisch gruseligen Alptraum auf, der mit einem 8-mm-Snuff-Movie beginnt, das den grausamen Mord an einer Familie zeigt, die im Garten erhängt wird. Genau in dieses Anwesen zieht der verzweifelt auf einen neuen Erfolg hoffende True-Crime-Autor Ellison (Ethan Hawke) mit seiner Frau Tracy (Juliet Rylance) und den Kindern Trevor und Ashley, die alle von seinem Beruf genervt sind. Ohne seine Angehörigen über die Vergangenheit des Hauses aufzuklären, legt Ellison los und entdeckt auf dem Dachboden eine Sammlung Homemovies, in denen ganze Familien massakriert werden. Schockiert, aber fasziniert gerät er in den Bann der Filme, die eine nie aufgeklärte, aktenkundige Mordserie dokumentieren, die bis in die 60er Jahre zurück reicht.

    Die Schandtaten eines maskierten Serienmörders wachsen sich in einem “Blow Up”-Effekt zum übernatürlichen Grauen aus: In dem grobkörnigen Material identifiziert Ellison eine Teufelsfratze, die sich hartnäckig in seiner Phantasie festsetzt. Während sich Obsession und Paranoia steigern, erfährt er von einem Okkultexperten (Vincent D’Onofrio) über Skype, dass die Ritualmorde auf einen uralten babylonischen Dämon hinweisen, der Kinderseelen frisst. Das ähnelt dem jüngst angelaufenen “Possession”, bietet aber ungleich stärkeren Tobak und kann auf eine versierte, durchdachte Storykonstruktion zurückgreifen.

    Und auf gute Schauspieler, die auch in Nebenrollen glaubhaft agieren – so holt Tracy ihren Mann in einer grandiosen Gardinenpredigt von seinem “Shining”-Trip herunter und ein skurriler Deputy (James Ransone) sorgt als komischer Lakai ebenfalls für einen genreuntypischen Reality Check. Auf dieser Bodenständigkeit gedeiht eine Fülle fies choreographierter, meist so simpel wie effektiver Angstattacken, die von dem Dark-Electro-Sound potenziert werden. Die daraus erwachsende, bedrohlich-finstere Atmosphäre sorgt für permanent aufgestellte Nackenhaare. Mag das sorgfältig vorbereitete, aber absehbare Finale auch zu ostentativ zelebriert werden, der Pfad ins Okkulte bietet ein sensationell intensives Erlebnis nackter Angst.

    tk.
  • Altbekanntes Horror-Allerlei, das man allerdings auch schon weitaus weniger effektiv aufgetischt bekam. Nichts Neues, aber immerhin solide.
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