Sherlock Holmes (2009)

Sherlock Holmes Poster
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Filmhandlung und Hintergrund

Sherlock Holmes: Effektive Neuinterpretation der Figur von Arthur Conan Doyle als tatkräftiger Actionheld, der es mit einem Bösewicht zu tun bekommt, für den der Tod erst der Anfang ist.

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Kritiken und Bewertungen

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    Kurztext: London, Ende des 19. Jahrhunderts: Meisterdetektiv Sherlock Holmes und sein treuer Freund Dr. Watson haben es mit den mysteriösen Machenschaften eines okkulten Ordens zu tun. Doch handelt es sich beim von den Toten auferstandenen Anführer Lord Blackwood um einen echten Magier oder operiert er vielmehr mit effektvollen Zaubertricks? Der britische Regisseur Guy Ritchie macht aus der klassischen Geschichte smartes und temporeiches Actionkino mit viel filmischer Finesse, schnellen Schnitten und einer gehörigen Portion Wortwitz. Dabei verlangt er seinen Hauptdarstellern Robert Downey Jr. und Jude Law viel Körpereinsatz ab, denn die beiden charismatischen Detektive sind weniger Gentleman denn toughe und brilliant agierende Gangsterjäger, die einiges einstecken können. Cooler Krimi-Mix! Gutachten: Sir Arthur Conan Doyles berühmte Romanfiguren Sherlock Holmes und sein Freund Dr. John Watson standen schon in einer großen Zahl von Verfilmungen ihrer Detektiv- Abenteuer im Mittelpunkt, meistens nicht zur Freude von Scotland Yard. Doch dieses Mal werden die Beiden von der englischen Polizei ganz offiziell zur Hilfe geholt, um einen mysteriösen Ritualmörder von jungen Frauen zur Strecke zu bringen. Lord Blackwood ist zwar schnell als Täter gefasst und zum Galgen gebracht, durch angebliche Magie aber wieder von den Toten auferstanden und bereit zu neuen Morden. Im Vergleich mit den vorhergehenden Sherlock-Holmes-Filmen unterscheidet sich Guy Ritchies Inszenierung doch sehr von diesen. Zum ersten interpretierte er die Figuren seiner beiden Protagonisten ganz neu: Sherlock ist nicht mehr der etwas weltfremde und geheimnisvolle Kauz, sondern geht keinem noch so gefährlichen Abenteuer mit beachtlicher Kampftechnik und vollem Einsatz seines Lebens aus dem Wege, wobei seine grandiosen Geistesblitze selbstverständlich nicht fehlen. Mit der geheimnisvollen Irene bekommt Holmes eine toughe Gegnerin und gleichzeitig liebreizende Gespielin auf Augenhöhe. Und Watson ist ein gleichwertiger Partner mit eigenständigen Entscheidungen, der kampfbereit zwischen Loyalität zu seinem Freund und der Liebe zu einer Frau schwankt. Dass diese beiden Figuren so gut funktionieren, liegt an der perfekten Besetzung mit Robert Downey jr. und Jude Law und ihrem sehr überzeugenden Spiel. Mit großer Sorgfalt wurden auch weitere Nebenfiguren (Lord Blackwood, Inspektor Lestrade) gezeichnet. Zum zweiten inszenierte Ritchie mit rasantem Rhythmus. Obwohl das Drehbuch nicht den üblichen dramaturgischen Spannungsbogen vorschrieb, sondern actionreiche Episoden aneinanderreiht, hält der Film sein Tempo und seine Spannung bis zum Ende durch. Das intelligente Drehbuch legt den Protagonisten den erwarteten Sprachwitz in den Mund. Der Film geizt nicht mit vielen schönen filmischen Zitaten und liebevollen Details, wie zum Beispiel der mehrfach erfolgreiche Einsatz von Sherlock Holmes Pfeife. Und besonderes Lob verdienen das Szenenbild, die perfekte und historisch genaue Ausstattung, die hervorragende Kamera und Montage und der imponierende Soundtrack. Quelle: Deutsche Film- und Medienbewertung (FBW)

Kritikerrezensionen

  • Ein bisschen skeptisch könnte man nach den Trailern zum neuen “Sherlock Holmes”-Film schon sein. Ein “Action-Holmes” war da zu sehen, mit einem durchtrainierten, faustkämpfenden Robert Downey Jr. in der Hauptrolle und einem nicht weniger schlagfertigen Jude Law als Watson, rasant geschnitten und so gar nicht vergleichbar mit dem gediegenen Tempo und der Gentleman-Attitüde der bisherigen Filme.

    Doch die Skepsis ist nicht gerechtfertigt. Regisseur Guy Ritchie interpretiert die Figur des Sherlock Holmes zwar neu, aber unterm Strich bleibt das Wesentliche erhalten: ein genialer Detektiv, dessen Sinnesschärfe ihresgleichen sucht, der kleinste Details bemerkt und richtig interpretiert und der die kompliziertesten Sachverhalte zu lösen vermag. Der neue Holmes kann sich neben seinem messerscharfen Verstand allerdings auch auf seine Fäuste verlassen. Er ist ein Martial Arts-Spezialist, der jedoch selbst in einem Kampf sein Gegenüber genau analysiert und ganz bewusst zuschlägt, um die gewünschte Wirkung beim Gegner zu erzielen – etwa, ihn eine bestimmte Zeit kampfunfähig zu machen, aber gleichzeitig dafür zu sorgen, keine bleibenden Schäden zu hinterlassen.

    Wie gesagt, das klingt zunächst recht unpassend, aber tatsächlich fügen sich die Action- bzw. Martial Arts-Sequenzen überraschend gut ins Gesamtbild ein. Zumal sie entgegen dem Eindruck, den der Trailer erweckt, gut dosiert sind. Holmes ist nach wie vor in erster Linie Detektiv, und Guy Ritchies Film ist keineswegs ein reiner Actionfilm, sondern funktioniert hauptsächlich als spannend erzählter Kriminalfilm. Der Fall, den Holmes und Watson zu lösen haben, steckt voller Geheimnisse und Rätsel, die das Detektiv-Duo lösen muss. Trotz einer Story um eine großangelegte Verschwörung einer im Geheimen operierenden, einflussreichen Loge und um die augenscheinliche Ausübung von Schwarzer Magie driftet der Film nicht ins Fantastische ab, und trotz der ausgesprochen actionlastigen Inszenierung, der schnellen Montage und der aufwendigen, großenteils computeranimierten Kulissen erzählt er zuallererst eine Detektivgeschichte, die im Kern der berühmten Vorlage treu bleibt.

    Es ist geradezu erfrischend, wie Guy Ritchie und Robert Downey Jr. die Figur des Sherlock Holmes gewissermaßen fit für das neue Jahrtausend machen. Der Regisseur inszeniert seinen Detektiv vor der Kulisse einer bedrückenden, dreckigen Metropole, die London zur Hochphase der industriellen Revolution war. Und er inszeniert Holmes als Dandy anstatt als Gentleman, der perfekt in die Epoche passt. Nicht nur ein Detektiv, sondern ein Universalgelehrter, der sich mit Chemie ebenso beschäftigt wie mit Musiktheorie, der ebenso nach der Erweiterung seines Wissens strebt, wie er keine Gelegenheit auslässt, sein Bewusstsein zu erweitern.. Altbekannte Attribute wie die Geige, die Pfeife oder die Lupe werden kombiniert mit einer neuen Körperlichkeit, die der Figur des Sherlock Holmes durchaus gut zu Gesicht steht.

    Fazit: Überraschend gut gelungene Neuinterpretation der klassischen Figur. Sir Arthur Conan Doyles wandelnder Intellekt bekommt in Guy Ritchies Film eine bisher unbekannte körperliche Komponente, die aber nicht das Wesentliche verdrängt: „Sherlock Holmes“ ist eine spannende Detektivgeschichte vor der Kulisse eines düsteren Londons zur Jahrhundertwende.

Darsteller und Crew

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