Shanghai (2010)

Shanghai Poster
Nicht mehr im Kino.
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Filmhandlung und Hintergrund

Shanghai: Romantisches Drama über einen US-Geheimagenten, der im Shanghai des Jahres 1941 in ein Netz aus Verführung und Verrat mit politischen und romantischen Geheimnissen gerät.

1941, kurz vor dem Eintritt Japans in den Zweiten Weltkrieg, ist die Dominanz der Inselmacht auch in Shanghai zu spüren. Der japanische Geheimdienst jagt den chinesischen Widerstand und eine Frau, die geheime Kriegspläne enthüllen könnte. Zwischen diese Fronten gerät der amerikanische Agent Soames, der den Mord an seinem besten Freund aufzuklären versucht und sich dabei in die schöne Chinesin Anna verliebt. Sie ist die Frau eines charismatischen Triadenchefs, der ihr ergeben ist, aber politisch andere Wege als Anna einschlägt.

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Kritikerrezensionen

  • „Morocco“, “Algiers”, „Casablanca“, „Macao“ – schon der Titel “Shanghai” zeigt unmissverständlich, in welchen Bahnen sich der aufwändige Historienthriller bewegt. Kurz nach ihrem unheimlichen Spukthriller „Zimmer 1408“ setzten John Cusack und Regisseur Mikael Hafström ihre Zusammenarbeit mit „Shanghai“ fort, doch die Hommage an das klassische Noirkino verzögerte sich lange Zeit aufgrund von Problemen bei den Dreharbeiten in China. Nachdem man das Projekt in England und Thailand beendete, verloren die produzierenden Weinstein-Brüder (einmal mehr) das Interesse am fertigen Film. Immerhin weist das Copyright des Nachspanns das Jahr 2008 auf. In Amerika wurde „Shanghai“ bislang nicht gestartet, während Hafströms später entstandener Horrorfilm „The Rite“ längst seinen Kino- und DVD-Einsatz hinter sich hat.

    Die Entscheidung verwundert nicht völlig, denn wer interessiert sich heute noch für traditionelle Abenteuerepen? Immerhin funktioniert das international besetzte Spionagedrama, ein Herzensprojekt des renommierten Produzenten Mike Medavoy („Amadeus“), über weite Strecken, obwohl die Story reichlich kompliziert entwickelt wurde, letztlich aber auf eine eher simple Auflösung hinsteuert. Nach einem atemlosen Einstieg vermag die verwickelte Geschichte streckenweise durchaus in den Bann zu schlagen. John Cusack auf Bogies Spuren muss sich durch eine undurchschaubare Intrige kämpfen, wobei er nie genau weiß, wer wirklich zu ihm hält.

    Nicht nur im Bezug auf seine Recherchen in fremdem Terrain geht dieser Paul Soames, Agent des Nachrichtendienstes der US-Marine, ein riskantes Spiel ein. Während er zuvor mit der Gattin eines deutschen Konsuls eine Affäre hatte, die bald hinter seine wahren Absichten kommt, zeigt sich der Undercoveragent nun an der Frau des mächtigen Gangsterbosses Lan-Ting interessiert, so dass amouröse Verwicklungen nicht ausbleiben. Mit Chow Yun-Fat, Gong Li, Rinko Kikuchi („Babel“) als süchtige Geliebte des Opfers und Ken Watanabe als verschlagener japanischer Geheimdienstchef besetzte man vor allem in Amerika vertraute Namen. Neben der respektablen Darstellercrew glänzt das historische Melodram in Sachen Ausstattung, Dekor und Design durch seine glamouröse Atmosphäre, womit die Kolonialismusära vor der japanischen Besatzung wieder auflebt.

    Leider verspielt „Shanghai“ im Finale einige der positiven Aspekte durch eine zu unglaubwürdige Storyentwicklung und zu aufdringliche Inszenierung. Unterstützt wird das Schlusspathos einmal mehr durch Klaus Badelts schwelgerisch-übertriebenen Score, der zuvor noch die Balance aus romantischer und bedrohlicher Stimmung hielt. Die besseren Beispiele des klassischen Spannungskinos unterlaufen meist die Kitschfalle, während die schwächeren sich ganz dem Schnulzengefühl hingeben. Somit bietet Mikael Hafstöm eine durchaus beachtliche, aber nicht völlig geglückte Neuauflage eines fast vergessenen Genres.

    Fazit: Visuell aufregender, aber zu stark den Genremustern verhafteter Kriegs- und Spionagethriller.
  • Mit seiner erlesen fotografierten Lovestory vor Kriegshintergrund erinnert Mikael Håfström an die Aura von “Casablanca” und vergleichbarer romantischer Dramen.

    Ähnlich wie Chinas Küstenmetropole 1941 von Japans Expansionsgelüsten schien auch Håfströms ehrgeiziges Großprojekt von einem Titanen verschluckt zu werden. Zwei Jahre etwa lag es nach Drehende auf Eis, und in der Diskussion darüber, wie weit Harvey Weinstein, der “Shanghai” zusammen mit Mike Medavoy gestemmt hatte, dafür verantwortlich war, ging der Film selbst in der medialen Wahrnehmung unter. Unverdientermaßen, denn seine künstlerischen Qualitäten sind unübersehbar. Lichtsetzung und Produktionsdesign, romantischer Ton und historisches Drama, Glamour und ein komplexes Netz aus Verführung, Verrat und Intrigen – all das harmoniert im bisher größten Projekt des Schweden Håfström, der mit Weinstein und John Cusack bereits die Stephen-King-Adaption “Zimmer 1408″ realisierte.

    In “Shanghai” ist Cusack der stille Amerikaner, der 1941, kurz vor Japans Eintritt in den 2. Weltkrieg, zwischen die Fronten gerät. Um die Ermordung eines Freundes aufzuklären, der wie er für den amerikanischen Geheimdienst arbeitete, kommt Cusacks Figur Soames nach Shanghai. Misstrauen und Angst bestimmen das Klima in der Stadt, die nur in einer Zone von Japan besetzt ist, aber den Atem des Inselriesen überall spürt. Der japanische Geheimdienstchef (Ken Watanabe) jagt den chinesischen Widerstand, dem auch Anna (Gong Li), die schöne Frau des Triadenchefs (Chow Yun-Fat), angehört. Sie ist der Schlüssel bei der Suche nach einer Frau, die nicht nur den Mörder des amerikanischen Agenten, sondern auch geheime politische Pläne Japans enthüllen könnte.

    Benutzen und Begehren sind die dominanten Verben in dieser von Drehbuchautor Hossein Amini entwickelten Geschichte über Liebe in den Zeiten des Chaos’. Persönliche und politische Interessen kollidieren in dieser Hommage an “Casablanca”, die wie das Vorbild fast komplett im Studio gedreht wurde und Action vorwiegend als Enthüllung von Verrat und unerwarteten Loyalitäten versteht. Eine klaustrophobische Atmosphäre prägt den Film, über den eine riesige Glasglocke gestülpt zu sein scheint, unter der unterdrückte Emotionen hochkochen und schließlich explodieren. Håfström holt das Maximum aus seinem begrenzten Budget und den Figuren heraus, versucht dem Film Leben einzuhauchen, wenn ihm in seinem Anspruch, ein zeitlos intelligentes romantisches Epos zu produzieren, etwas die Luft auszugehen droht. “Shanghai” setzt andere Schwerpunkte als “Casablanca” einst mit smartem Humor und Charme, hat einen Helden, der im Unterschied zu Bogart sofort als solcher markiert ist, komplexere Frauenrollen und drei Männer, die auf verschiedenen Seiten stehen, für ihre Ziele auch töten, letztlich aber aus Liebe handeln. kob.

Darsteller und Crew

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