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Sex and the City 2 (2010)

Sex and the City 2 Poster
Nicht mehr im Kino.
Userwertung (1)
  1. Ø 4
Kritikerwertung (4)
  1. Ø 2.3

Filmhandlung und Hintergrund

Sex and the City 2: Neue Abenteuer mit den vier Powerfreundinnen aus New York, die von Mode, Männern und einem Luxusurlaub in Abu Dhabi verführt werden.

Zwei Jahre nach der Hochzeit fürchtet Carrie, dass ihre Ehe mit Mr. Big an Spannung einzubüßen droht. Anwältin Miranda betreibt durch berufliche Veränderung dagegen gezielten Spannungsabbau, während Charlotte misstrauisch beobachtet, ob ihre junge Nanny vielleicht auch ihren Mann betreut. Ganz relaxt wieder im Singleleben angekommen ist Samantha, die mit ihren Freundinnen zum Urlaub in Abu Dhabi eingeladen wird. Dort darf sie in Luxus schwelgen, muss aber ihr zweites Hobby, Sex, deutlich defensiver betreiben.

Videos und Bilder

Auf DVD & Blu-ray (1)

Kritiken und Bewertungen

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  • „Wertvoll”

    Raus aus dem Alltagsstress. Die vier New Yorker Freundinnen verschlägt es in diesem modernen Großstadt- und Orientmärchen nach Abu Dhabi! Carrie, Miranda, Samantha und Charlotte nutzen die Einladung ins orientalische Luxushotel am anderen Ende der Welt, um dem Chaos aus Kinder- und Partnersorgen, ersten Anzeichen der Wechseljahre, Stress am Arbeitsplatz und der Tristesse des Ehelebens zu entfliehen. Auch der zweite Kinofilm geizt nicht mit den Reizen der Serie. Glamourös geht es zu, wo die vier Damen sich in Pose werfen, die neusten Designerkleider vorführen, augenzwinkernden Wortwitz und sexy Charme versprühen, aber auch ihre ganz unterschiedlichen Sorgen miteinander teilen. Erwartungsgemäß ist bei dieser glänzenden Unterhaltung mit einem Schuss 1001 Nacht wieder Trendsetting in Sachen Musik und Lifestyle angesagt. Letztlich liegt die Wahrheit über Frauenträume irgendwo zwischen funkelndem Strass, hohen Absätzen, wildem Sex, Babygeschrei, rasender Eifersucht und lebenslanger Freundschaft. Die opulenteste Show des Jahres!

    Jurybegründung:

    SEX AND THE CITY 2 ist eine in sich perfekte Unterhaltungs- und Modenschau mit einem ironisch-witzigen selbstreferentiellen Blick auf US-amerikanische Lebensvorstellungen. Die bekannten, inzwischen etwas in die Jahre gekommenen vier Ladies aus der Fernsehserie und der ersten Kinofolge, stellen in ihrer Luxusklasse ihre hochhackigen Schuhe und ihre unterschiedlichen Charakterzüge vor: Zum Beispiel die Sexbesessene, die mit ihren Hormonen hadert und ihre beginnende Menopause bekämpft, das Muttertier, das mit den Belastungen mehr schlecht als recht klar kommt, die Karrierefrau, die fast die Bodenhaftung verliert und die Erfolgreiche, die alles richtig machen will.

    Es beginnt mit einer grandiosen Schwulen-Hochzeit vom Feinsten. Mit weißen Schwänen und einer unglaublich munteren und perfekt tanzenden Liza Minelli. Kleine ironisch-homophobe Seitenhiebe trägt der männliche Hauptdarsteller bei, Gast der Hochzeit und Ehemann von Carrie. Er ist seit zwei Jahren mit ihr verheiratet und ihr Alltag bereitet Probleme, die es zu lösen gilt. Er zeigt sich als ein Couch-Potato, der sich von den Abenteuern vor seiner Ehe mit Carrie erholen will, während sie an ihm herumnörgelt. Er nennt sie immer 'Kleines', womit sein Machogehabe geklärt ist. Sie schenkt Aufmerksamkeit, Romantik und Liebe und er zum Hochzeitstag einen riesigen Flachbildschirm fürs Schlafzimmer. Ihr Alltagsehedrama gibt dem Film eine durchgängige Storyline des Ernstfalls in der Glamourwelt. Dazu kommen noch die anderen Sorgen des Freundinnenpakts, die sich geschworen haben, sich immer und jederzeit gegenseitig zu helfen: Miranda wird von ihrem Anwaltsberuf aufgefressen, vernachlässigt ihr Kind und schmeißt den zeitraubenden Job. Charlotte steckt in einer äußerst kräftezehrenden Familienphase und Samantha kämpft mit 40 Pillen pro Tag gegen das Älterwerden, um ihren Körper auszutricksen.

    Der Höhepunkt des Films entwickelt sich aus den Folgen der Einladung eines Scheichs nach Abu Dhabi. Modeplacement in der Wüste und auf dem Kamel, im exorbitanten Luxushotel sowieso. Die vier Freundinnen genießen dort ihr Leben und sind auch immer mit guten Ratschlägen für einander da. Nur helfen diese nicht immer. Vor allem nicht, wenn Amerikanerinnen den Muslimen beibringen wollen, was Freiheit ist. Der Film verheißt zwar Sex and the City, aber der Sex soll auch in diesen Ländern der Wüste neokolonial ausgelebt werden dürfen. Erregung durch öffentliche Liebeshandlungen führen bei den streng gläubigen Mohammedanern zu einem Eklat und Samantha wird vorübergehend verhaftet. Es gibt noch mal eine Runde Stress auf dem Basar, weil unsere Sexbesessene es nicht lassen kann, mit offener Bluse kreischend an den Ständen entlang zu toben. Bei ihrer gemeinsamen Flucht lernen wir dann wenigstens auch, dass die muslimischen Frauen unter den Burkas genauso angezogen mit Designerklamotten von Dior sind wie in der westlichen Zivilisation. So einfach ist die Welt und der Blick darauf, der der unsere ist. Das alles so ironisch überzogen, dass er eher uns einen Spiegel vorhält.

    Alles in allem eine schlüssig inszenierte Hollywoodshow mit leichtem Tiefgang und Kultcharakter für Frauen, bei der exklusive Mode die Hauptrolle spielt. Dem Grunde nach handelt es sich um eine schöne Ausstellung dieser Welt der taffen Frauen, hervorragend umgesetzt von den allseits bekannten Schauspielerinnen. Die Dialoge haben Witz, sind schnell, aber genregemäß etwas oberflächlich, die Versatzstücke der Story versprühen den notwendigen gewissen Charme eines bestens gemachten Films in diesem Milieu. Die Ausstattung ist mit viel Aufwand umgesetzt hervorragend, die Hauptdarstellerinnen fast immer gut drauf und die Männer sind nun mal bei einem Frauenfreundschaftsfilm eher Nebensache.

    Insgesamt betrachtet, hat die Jury das gesehen, was sie erwartet hatte: Einen im Großen und Ganzen sehr gelungenen Film in seinem Genre, ein modernes Märchen über Prinzessinnen, die ihre Prinzen zwar gefunden haben aber noch nicht das Königreich. Warten wir auf die nächste Folge.

    Quelle: Deutsche Film- und Medienbewertung (FBW)

Kritikerrezensionen

  • Die Serie Sex and the City hat eine ganze Generation von Frauen geprägt. Hier durfte endlich mal auch auf weiblicher Seite offen über Sex, kleine und größere Pannen, Bedürfnisse und Obskuritäten geredet und gelästert werden. Und das auf so charmante und witzige Art und Weise, die bis heute keinen Nachahmer findet. Im Serien- und Kinobereich herrscht seit jeher ein Mangel an glaubwürdigen Frauen, die offen über ihre Gedanken sprechen und Themen auf den Tisch bringen, die andere nicht mal mit der Eisenzange anpacken würden. So waren die Kinofilme nur die logische Konsequenz, nachdem die Serie abgesetzt wurde.

    Schon der erste Teil konnte spielend an die Serie anknüpfen und auch in Sex and the City 2 gelingt es den Filmemachern das typische Flair wieder aufleben zu lassen. Man hat tatsächlich das Gefühl nach Hause zu kommen, während die glitzernden Buchstaben der Anfangstitel der silbernen Spitze des Chrysler Buildings Konkurrenz machen.

    Charmanterweise versucht der Film nicht das Alter der Hauptdarstellerinnen zu vertuschen. Hier befinden sich Frauen in ihren goldenen Vierzigern, Samantha feierte am Ende von Kinofilm Eins sogar schon ihren 50. Geburtstag. Dementsprechend prägen mittlerweile andere Themen das Leben der vier Hauptdarstellerinnen.

    Carrie und Mr. Big, die sich seit jeher als untypisches Pärchen bewiesen haben, kämpfen mit ganz anderen Probleme ans Charlotte und Harry, die mit ihrer zweijährigen Tochter ein echtes Herzchen an Land gezogen haben. Samantha verwehrt sich komplett des Älterwerdens, im Gegenteil, sie gibt die Parole aus, sie werde nun mit jedem Tag jünger. Und Miranda, die zwar das heimische Glück endlich wiedergefunden hat, sich aber schon immer über ihren Job definiert hat, verliert ausgerechnet diesen Zufluchtsort.

    Carrie und Mr. Big müssen ihre eigenen Regeln aufstellen, Regeln, die nur sie definieren können, niemand sonst. In dieser prekären Lage ausgerechnet Aidan zu begegnen, wird zu einer Bestandsaufnahme.
    Samantha wird in Abu-Dhabi mit ihrer Persönlichkeit konfrontiert. Darf sich eine Frau in der Öffentlichkeit zur ihrer Sexualität bekennen? Dabei ist ihre Heimat nur unwesentlich toleranter. In New York, so scheint es, darf eine ältere Frau sich nicht mehr sexy kleiden. Von hier bis zum Verbot öffentlicher Küsse, scheinen es nur ein paar Stufen auf der Leiter des Konservatismus zu sein.
    In der ehrlichsten Szene des Filmes beichten sich Miranda und Charlotte, dass sie keine perfekten Mütter sind. Es auch gar nicht sein können, denn manchmal brauchen selbst Allrounder eine Pause.

    Carrie und ihre Freundinnen stehen für starke Frauen, die sich selbst feiern dürfen - hier eindrucksvoll bewiesen, als die vier bei einer Karaokenummer „I am Woman“ singen und nicht nur das weibliche Publikum des Nachtclubs berühren. Das ist übertrieben und kitschig, aber es ist eben auch Sex and the City. Hier geht es um Lebenswillen und ,Everyday Magic‘, und darum ein Lächeln auf all uns Alltagsgeplagte zu zaubern. Das schafft dieser Film wie kein Zweiter.

    Fazit: Carrie und ihre Freundinnen sind auch im zweiten Kinofilm in Höchstform anzutreffen. Ein Film, der einfach gute Laune macht und uns an das Glück glauben lässt.
  • In ihrem zweiten Kinofilm feiern die vier populärsten New Yorkerinnen der Entertainmentwelt ihre Freundschaft und ihren Trip in ein arabisches Luxusparadies.

    Nachdem im weltweit erfolgreichen Vorgänger zwei Langzeitbeziehungen fundamental auseinander genommen und am Ende mit neuer Perspektive wieder zusammengefügt wurden, schraubt Autor-Regisseur Michael Patrick King im Nachfolger den Krisenfaktor deutlich herunter und entlässt die vier Freundinnen in einen Beziehungsurlaub mit nur kleinen disharmonischen Erschütterungen.

    Den Anfang macht eine in Exzessqualität irgendwo zwischen Donald Trump und Liberace angesiedelte Hochzeit von Carries und Charlottes besten männerliebenden Freunden, auf der Gaststar Liza Minnelli mit einem Cover von “Single Ladies” selbstironisch kommentiert, wohin Beyoncés Aufforderung “Put a Ring On It” sie letztlich geführt hat. Die vier gescheiterten Ehen Minnellis sind aber ein Super-GAU, von dem die Glamour-Girls weit entfernt sind. Lustgöttin Samantha, als Einzige wieder Single, fürchtet auf der Jagd nach Frischfleisch nur die hormonellen Auswirkungen der Menopause. Anwältin Miranda hat ihre Ehe wieder im Griff und übernimmt nach beruflicher Veränderung die ungewohnte Rolle als unkomplizierte Spaßbringerin. Charlotte fühlt ihre eigenen Bedürfnisse durch die Konzentration auf ihre beiden Kinder völlig ausgeblendet und verfolgt misstrauisch, ob ihr bisher treuer Ehemann bei der neuen appetitlich gebauten Nanny dem “Jude-Law” zum Opfer fällt. Carrie schließlich, die zentrale Stimme der ehemaligen Single Ladies, ist beunruhigt, dass in ihrer Ehe Reiz von Routine abgelöst wird, weil Traummann Mr. Big mit einem Flatscreen und einem ruhigeren Leben auf der Couch eine unerwartete Affäre hat.

    Auch wenn man auf den ersten Close-up auf einen Designerschuh keine Minute warten muss, halten sich die Shopaholics vergleichsweise zurück, führen aber dennoch mit jeder neuen Szene trendige Fashion vor und schwelgen schließlich im ultimativen Luxus, als sie zu einem All-Inclusive-Trip nach Abu Dhabi eingeladen werden. Helen Reddys Hit “I’m Woman”, den Carrie & Co bei einer Karaokeveranstaltung vortragen, ist programmatisch für die gut einstündige Expedition in die Emirate, die Hollywood wegen verweigerter Drehgenehmigung in Marokko finden musste. Hier nimmt der Film, der in der Powerbindung der Fashion Four seine stärkste Waffe hat und seinen Wortwitz wie gewohnt auch mit einer Fülle von zweideutigen Dialogen entwickelt, einen recht naiven Konfrontationskurs mit den Sitten eines nur technisch progressiven Staates auf, in dem die verschleierten Frauen in den Amerikanerinnen Hoffnungsträgerinnen für ihre eigene Emanzipation sehen. Etwas viel Kulturauftrag für und Entwicklungshilfe durch das klassische Quartett, das Glück und Spaß im Leben sucht und beides den Fans in dieser Komödie über weite Strecken auch bieten kann. kob.
  • Bunt, laut, dämlich: "Sex and the City 2" wirkt wie ein infantiler Mädchentraum.
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