Seite an Seite (1998)

Originaltitel: Stepmom
Seite an Seite Poster
Nicht mehr im Kino.
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Filmhandlung und Hintergrund

Seite an Seite: Bemühtes Frauen-Melo, in dem Chris Columbus hemmungslos auf die Tränendrüse drückt. Mit Starbesetzung.

Nach der Trennung ihrer Eltern sehen die beiden Kids Anna und Ben ihren Vater zu selten, aber dessen neue Freundin Isabel zu oft. Die aus Verlustängsten genährte Ablehnung wird erst überwunden, als die das Familienleben bisher perfekt organisierende Mutter der Kinder unheilbar an Krebs erkrankt, und Isabel sich ihrer künftigen Verantwortung stellen muß.

Luke, von Jackie geschieden, lebt mit seiner neuen Freundin, der Werbefotografin Isabel, zusammen. Während Jackie sich mit ihrer Rolle als alleinerziehende Mutter arrangiert hat, lehnen die Kinder, die zwölfjährige Anna und der achtjährige Ben, die “Neue” ab und machen ihr das Leben zur Hölle. Haß, Liebe, Verlustängste, Eifersucht, Streß und familäre Verpflichtungen ergeben ein komplexes Beziehungsgeflecht, an dem die Beteiligten manchmal zu ersticken drohen. Da wird bei Jackie eine tödliche Krankheit diagnostiziert…

Während ihr Ex-Mann Luke mit seiner neuen Freundin Isabel zusammenlebt, hat sich Jackie mit ihrer Rolle als alleinerziehende Mutter abgefunden. Als bei ihr eine tödliche Krankheit entdeckt wird, sind die Kinder Ben und Anna gezwungen, ihre Beziehung zur gehassten Stiefmutter zu überdenken. Konventioneller Familienfilm von Chris Columbus, der Stars wie Julia Roberts und Susan Sarandon kräftig auf die Tränendrüse drücken lässt.

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Sie sind Freunde im Leben und nun Rivalinnen im Film, die Superstars Susan Sarandon und Julia Roberts, die jahrelang nach einem gemeinsamen Projekt fahndeten, um schließlich bei diesem Familiendrama fündig zu werden. “Seite an Seite” ist ein kühl durchkalkulierter Tränendrücker, der nichts dem Zufall überläßt, um seinem weiblichen Zielpublikum die Geschichte zweier Frauen, die – eines Schicksalsschlags und der emotionalen Bedürfnisse zweier Kinder wegen – lernen müssen, ihre gegenseitige Abneigung zu überwinden, an die erschütterten Herzen zu legen. Ein Film, der in der winterlichen Jahreszeit das Heizkissen ersetzen soll, der aber weniger echte Wärme freisetzt als Energie in ihn hineingesteckt wurde.

    Sarandon und Roberts sind auch ausführende Produzenten dieses Dramas, das allein fünf Autoren in seinem Vorspann nennt. Das läßt vermuten, daß hier heftig gehobelt wurde, um das Originaldrehbuch von Gigi Levangie den Wünschen der Stars anzupassen. Das Resultat zeigt sich entsprechend poliert und von allen Ecken und Kanten befreit. Schließlich soll “Seite an Seite” berühren, verletzlich machen, aber als potentieller Kassenhit keine häßlichen Wunden reißen. Den richtigen Mann für diese Operation fand man in Chris Columbus, dem Experten für Kinder, die sich im Stich gelassen fühlen (“Kevin”-Filme, “Mrs. Doubtfire”). So empfinden auch die zwölfjährige Anna (Jena Malone bleibt unter ihren, in Anjelica Hustons Regiedebüt “Bastard out of Carolina” gezeigten Möglichkeiten) und ihr achtjähriger Bruder Ben, wenn sie statt von ihrer perfekten Mutter (Susan Sarandon) von Isabel (Julia Roberts), der neuen Freundin ihres Vaters (Ed Harris), betreut werden. Isabel ist das personifizierte Feindbild von Anna, die sich um ihren Vater bestohlen fühlt. Aber auch das von ihrer Mutter, die Ehe und beruflichen Erfolg nachtrauert, den ihre junge hübsche Rivalin als Fotografin genießen darf. Nachdem so von Drehbuch und Regie die Fronten etabliert sind, die Kids ihre Verunsicherung mit Dialogen von erwachsener Reife (“Wenn Du willst, daß ich sie hasse, werde ich es tun”) outen, schlägt mit Sarandons Krebsdiagnose das Schicksal einen Haken und zwingt die Rebellion, eine Wende zur Union zu nehmen. Nach einer familiären Krisensitzung schnellt Toleranzbereitschaft in den Film, zeichnet Isabel mit Anna, singt Isabel für Ben (natürlich beobachtet von Sarandon), stimmen die Kids mit ihrer künftigen “Stepmom” (so der Originaltitel) in “Ain’t No Mountain High Enough” ein. Die Auswahl gerade dieses deskriptiven Titels ist symptomatisch für die Vorgehensweise von Columbus, der mit vollem Geschütz feuert, wenn es gilt, einen bestimmten emotionalen Status oder eine dramaturgische Entwicklung (Karriere oder Familie?) zu illustrieren. Sarandons Muttertier an der Singer Nähmaschine soll der Spiegel einer trotz schwerer Krankheit unendlich engagierten opferbereiten Frau sein, wirkt aber wie ein von den Zucker-Brüdern gedrehtes Outtake aus “Betty und ihre Schwestern”. Um die immanente Tragik des Plots abzufedern, verlegt Columbus die häßliche Seite der tödlichen Krankheit fast völlig ins Off. Das mag dem Film an der Kasse nützen, beeinträchtigt aber seine Glaubwürdigkeit, die ohnehin schon an der Künstlichkeit der abgebildeten Gefühlswelt leidet. Ob sich das von den Stars mit Sicherheit angelockte Publikum, bei dem Frauen wohl die deutliche Mehrheit bilden werden, von diesem manipulativen Ansatz gewinnträchtig einnehmen läßt, entscheidet letztlich vor allem eines: der persönliche Geschmack. kob.

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