Saving Mr. Banks (2013)

Saving Mr. Banks Poster
Nicht mehr im Kino.
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Filmhandlung und Hintergrund

Saving Mr. Banks: Warmherzige Erinnerung an den Klassiker "Mary Poppins" und die Auseinandersetzungen um die Verfilmung zwischen der Autorin des berühmten Kinderbuchs und Walt Disney.

Nachdem P.L. Travers sich viele Jahre geweigert hatte, die Filmrechte an ihrem Kinderbuch “Mary Poppins” an Walt Disney zu verkaufen, stimmt sie, finanziell angeschlagen, einem Besuch in Los Angeles zu. 14 Tage lang ringt die Autorin dort mit den Kreativen um jedes Detail, zermürbt alle mit Sturheit und Exzentrik. Doch Disney und seine Mitarbeiter werden erkennen, warum sich Travers dem geplanten märchenhaften Musical widersetzt, warum ihre Vergangenheit mit der Zukunft ihrer berühmtesten Schöpfung im Kino unvereinbar scheint.

Widerwillig hat P.L. Travers die Filmrechte an “Mary Poppins” verkauft und befindet sich fortan im kreativen Clinch mit Walt Disney. Gewitzte Nacherzählung der Kämpfe zwischen der Autorin des Kinderbuchs und Walt Disney.

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Kritikerrezensionen

  • Differenziert in seiner Darstellung, akkurat in seiner historischen Dimension. Ein wundervoller Film, nicht nur für Fans von Mary Poppins.
  • Walt Disneys langjähriger Kampf um die Filmrechte an “Mary Poppins” ist Keimzelle einer bittersüßen Geschichte um zwei unterschiedliche Persönlichkeiten und Lebensmodelle.

    “Chim chiminey, Chim chiminey, Chim chim cher-oo, ich tu was mich freut und mich freut, was ich tu!” Programmatisch bringt Bert, Straßenkehrer, Lebenskünstler und Gute-Laune-Philosoph von “Mary Poppins”, Walt Disneys Lebensmotto auf den Punkt. Wie dessen Weltsicht mit der von P.L. Travers, der Autorin der Poppins-Bücher, kollidierte, davon erzählt John Lee Hancocks Film in Harmonie von komischen und traurigen Momenten.

    Auf zwei Zeitebenen entfaltet sich die Geschichte einer künstlerischen Konfrontation, die zunächst in eine Kapitulation von Travers mündete und danach, aller Versuche Disneys zum Trotz, ohne Aussicht auf Versöhnung weitergeführt wurde. Mit einer darstellerischen Glanzleistung erfüllt Emma Thompson die kratzbürstige, unverbiegbare, exzentrische Nervensäge mit Leben, deren Verteidigungsmauern nach über 20 Jahren Belagerung durch Disney aus finanziellen Gründen porös werden. So macht sich Travers 1961 von London ins Land der Barbaren nach Los Angeles auf, wo die Sonne und strahlende Gesichter einen Bund fürs Leben eingegangen sind. Zwei Wochen wird sie Gast von Disney sein, mit dem Drehbuchautor und den Sherman-Brüdern, den musikalischen Magiern, die Poppins zur Musicalheldin machen sollen, um jedes Detail ringen und dann entscheiden, ob sie Disney endlich die Filmrechte abtritt.

    Tom Hanks hat kaum Ähnlichkeiten mit der Ikone, aber deren Lebenssicht vermittelt er authentisch und überzeugend. Vertraulichkeit, Optimismus, Sentimentalität – Disneys Markenzeichen – sind Travers ein Grauen. Komik entsteht durch Travers’ Exzentrik und den Versuchen der kalifornischen Glückspropheten, ihr Bollwerk zum Einsturz zu bringen. Tragik schält sich in den Rückblenden ins Jahr 1906, in die Kindheit der Autorin, heraus, die Inspiration für die Kult-Nanny wurde, wenn auch anders, als Disney vermutet. “Saving Mr. Banks” ist warmherzig, amüsant, charmant, manchmal auch etwas kitschig und damit ein klassischer Disney. Es ist mehr als ein Film über einen Film, er erzählt von prägenden Kindheiten, unterschiedlichen Wahrnehmungen und Lebensmodellen, vom Gefangensein im Gestern und der Möglichkeit, sich von diesen Fesseln zu befreien. Es ist kein Film für Zyniker, sondern ein Plädoyer, den Disney in uns, der an das Schöne erinnert oder das Hässliche vergessen lässt, zu finden oder wiederzuentdecken. kob.
  • Jeder kennt den Filmklassiker "Mary Poppins" aus dem Jahr 1964, aber kaum jemand seine schwierige Entstehungsgeschichte. Walt Disney hatte sich 20 Jahre lang bei der Buchautorin Pamela L. Travers um die Filmrechte bemüht. Der charmante, auf Tatsachen basierende Spielfilm "Wenn der Wind sich dreht" von Regisseur John Lee Hancock ("Blind Side – Die große Chance", "Die Entscheidung – Eine wahre Geschichte") erzählt sehr amüsant über den schwer erkämpften Durchbruch im Jahr 1961. Parallel taucht er in Rückblenden in Travers' Kindheit ein und verrät, welche realen Personen Paten standen für den Familienvater George Banks und das legendäre Kindermädchen ihrer Romane.

    Pamela L. Travers hat ganz konkrete Vorstellungen davon, was alles nicht zu ihrer Mary Poppins passt. Drehbuchautor Don DaGradi (Bradley Whitford) und die beiden Songwriter Richard (Jason Schwartzman) und Robert Sherman (B.J. Novak) schwitzen Blut und Wasser, während sie mit ihr im Disney-Studio das Skript durchgehen und ihr die Filmsongs vorspielen. Die Schriftstellerin gibt sich so britisch-spröde, dass der herzliche Walt Disney kurz davor steht, zu kapitulieren. Der Film stilisiert den Konflikt in köstlichen Szenen zum veritablen Clash of Cultures. Die Disney-Produktion ist dabei auf uneitle Weise selbstironisch: Sie scheut sich nicht zu zeigen, wie kitschig und kindisch Travers fast alles fand, womit Walt Disney und sein Team sie begeistern wollten. Im Kontrast dazu steht eine anrührende Szene, in der Disney von seiner schweren Kindheit erzählt.

    Dazwischen werden die Erinnerungen der Autorin an ihr Elternhaus in Australien geschnitten. 1906 himmelt die kleine Helen Goff (Annie Buckley) ihren Vater Travers an, der fantasievolle Spiele für sie ersinnt. Aber der Bankmanager trinkt, wird krank und zieht seine Familie ins Unglück. Helens Drama weckt Verständnis für die altjüngferliche Erwachsene. Emma Thompson spielt die Schriftstellerin bewegend als einsame, im Grunde liebenswerte Frau. Wegen ihrer von feiner "Mary Poppins"-Nostalgie durchzogenen Atmosphäre mutet die Geschichte selbst wie ein charmantes Prequel an.

    Fazit: Die bezaubernde Komödie "Wenn der Wind sich dreht" verwebt den Konflikt zwischen Walt Disney und der Schriftstellerin Pamela L. Travers gekonnt mit "Mary Poppins"-Nostalgie.
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Darsteller und Crew

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