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Santa Fe (1997)

Santa Fe Poster
Nicht mehr im Kino.
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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Wie gestalte ich mein Leben? Und vor allem welchen Gurus folge ich dabei? Diesen ernsthaften Fragen des Lebens rückt Andrew Sheas Spielfilmdebüt auf den Leib und die gequälte Seele. Die freche Komödie und augenzwinkernde Satire, die sich zum Geheimtip beim Münchner Filmfest mauserte, nimmt Gurus und ihre Gefolgschaft, New Age und andere neue alte Kulte aufs Korn, denen sich einzelne mit schier unglaublicher Begeisterung unterwerfen.

    Zwischen absurdem Witz und melodramatischer Ernsthaftigkeit pendelt die Story, die in die immer wieder überraschenden Extreme ausschlägt. Cop Paul kehrt nach seiner mehr physisch als psychischen Genesung von einem Sektenmassaker nach Santa Fe zu Frau und Tochter zurück. Doch Lea ist inzwischen mit einem Heil- und Chiropraktiker liiert, und sie und das neunmalklugeTöchterlein Crystal folgen begeistert den Sitzungen des selbsternannten Gurus Leonore. Paul, selbst besonders anfällig für den Guruwahn, verbietet Crystal den Umgang mit der überaus attraktiven Lebenshelferin. Bis er, von Crystal zu einer Kontaktanzeige überredet, ihr beim Blind Date gegenübersitzt und sich Vorurteil in Verliebtheit wandelt. Die Romanze entwickelt sich jedoch bald in totale Gefolgschaft und Götzendienerei…

    Auch wenn die Figuren, v.a. der zwischen den Extremen wandelnde Paul (Gary Cole), weit davon entfernt sind psychologisch schlüssig zu sein, wohnt ihnen doch eine sympathische Menschlichkeit inne. Größte Entdeckung im durchweg gute Vorstellungen liefernden Darstellerensemble ist die als Pauls taubstumme Psychiaterin furios agierende und gestikulierende Phyllis Frelich, die ihr genialisches komödiantisches Talent bisher auf der Bühne unter Beweis stellte. Die Low-Low-Low-Budget-Produktion, die Theatermann Shea v.a. als Satire auf das moderne Phänomen der Abhängigkeit von Kulten (“Ecstasy of Submission”), das sich nicht auf Santa Fe beschränkt, verstanden wissen will, macht auch vor drastischen Darstellungen, z.B. das Massaker aus Pauls Vergangenheit, das an diverse Selbstmord-Aktionen in letzter Zeit, beispielsweise der Sonnentempler, gemahnt, nicht halt. Dem durchweg unterhaltsamen Independent, der nur durch Unterstützung einer Vielzahl von Freunden, Bekannten und Sponsoren zustande gekommen ist, wäre es zu wünschen, daß er einen Verleih findet, da er der Programmkinokundschaft sicherlich viel Spaß bereiten wird. hai.

Darsteller und Crew

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