Samsara (2001)

Samsara Poster
Nicht mehr im Kino.
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Filmhandlung und Hintergrund

Samsara: Ein junger ladakhischer Mönch kehrt nach drei Jahren einsamer Meditation in sein Kloster zurück und macht entgegen seinen eigentlichen spirituellen Zielen sexuelle Erfahrungen.

Volle drei Jahre betete und fastete der Jungmönch Lama Tashi (Shawn Ku) in einer Felsenhöhle, doch anstatt sich danach wie geplant geistigen Betätigungen im Kloster zu widmen, möchte Tashi lieber die Wonnen der Sexualität ergründen. In der hübschen Pema (Christy Chung) findet er das ideale Studienobjekt, sagt der Entsagung Ade und entwickelt sich zum ebenso reichen wie skrupellosen Geschäftsmann. Aber ist er damit auch glücklich?

In opulenten Bildern und bisweilen naiv wirkenden Episoden erzählt der indische Autodidakt Pan Nalin in seinem nach sieben Jahren zähen Ringens endlich realisierten Debüt vom immerwährenden Widerstreit zwischen Askese und Eros. “Zenematography”!

Nach dreijähriger Meditation in einem Felsstollen wird der junge Lama Tashi vom alten Mönch Apo und dessen Schüler Sonam aus der Trance in die Wirklichkeit geholt. Statt sich geistigen Themen zu widmen, entdeckt Tashi seine Sexualität, lernt die hübsche Pema kennen und heiratet sie. Er wird reich und angesehen, doch entfernt er sich immer weiter von seinen einstigen Prinzipien.

Nach dreijähriger Meditation in einer entlegenen Höhle wird der buddhistische Mönch Lama Tashi von seinem Lehrmeister Apo aus der Trance in die Wirklichkeit zurückgeholt. Doch statt der erhofften Erleuchtung muss Tashi nach der Rückkehr ins Kloster entdecken, dass seine verdrängte Sexualität gedanklich immer präsenter wird. Er verlässt das Kloster und heiratet die hübsche Pema. Jahre später, er ist mittlerweile zu Reichtum und Ansehen gelangt, steht Tashi nach einer vernichtenden Feuersbrunst erneut am Scheideweg.

Videos und Bilder

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Exotik, Esoterik und Erotik, diese Kombination klappt hier bestens. Im fernen Ladakh geht es um den Widerstreit zwischen Askese und irdischen Gelüsten, um Grundwerte und philosophische Lebensfragen, auf die der aus Indien stammende Autodidakt Pan Nalin für die westliche Zivilisation überraschende Antworten findet.

    Sieben Jahre kämpfte Pan Nalin um die Realisierung seiner Idee und konnte letztendlich Pandora-Film überzeugen. Am Set trafen dann Crew-Mitglieder aus 15 Ländern zusammen, allein die Hauptdarsteller stammen aus New York (Shawn Ku), Hongkong (Christy Chung) und Berlin (Neelesha BaVora). Pan Nalin nimmt mit auf eine spirituelle Reise in eine fremde Welt. Nach dreijähriger Meditation in einem Felsstollen wird der junge Lama Tashi vom alten Mönch Apo und dessen Schüler Sonam aus der Trance wieder in die Wirklichkeit geholt. Doch statt sich geistiger Themen zu widmen, entdeckt Tashi seine Sexualität. Als er bei der Erntesegnung in einem Dorf die hübsche Pema trifft, beginnt er ernsthaft über den Sinn seiner mönchischen Existenz nachzudenken. Die Einführung in tantrische Texte und Zeichnungen bringen ihn zum Entschluss, das Kloster zu verlassen. Fast scheint alles wie im Märchen. Er heiratet Pema, genießt die Freuden der Sexualität und als Vater eines Sohnes, wird reich und angesehen, aber ob seiner modernen Methoden auch gefürchtet. Immer weiter entfernt er sich von seinen einstigen Prinzipien. Erst ein sein Besitz zerstörendes Feuer führt zur Katharsis – und zu einer Lebenskorrektur. Das große Plus dieses manchmal naiv wirkenden Werkes ist die Bildopulenz und der besonders am Anfang dokumentarische Look. In Anlehnung an den Zen-Buddhismus spricht der Regisseur von “Zenematography”. Man kann sich kaum sattsehen an der Bergwelt, den leuchtenden Farben der Kleider, die mal mit der Umwelt harmonieren, mal in Kontrast stehen und sukzessive die emotionale Entwicklung wiederspiegeln. Am Ende steht die Frage, was ist besser – sich 1000 Bedürfnisse zu erfüllen oder eines zu besiegen. “Samsara” ist der Begriff für die Welt, in der der Mensch lebt, egal ob im Kloster oder Dorf. Und menschlich ist es auch, Experimente zu wagen, zwischen persönlichen Verlangen und Schicksal einen Weg zu finden wie der Protagonist. Nicht nur eifrige Freunde der Esoterik-Fraktion kommen hier auf ihre Kosten, auch ein spezifisches Publikum, das Gefallen an Filmen wie “Das alte Ladakh” oder “Kundun” findet, sollte sich auf dieses filmische Abenteuer einlassen. mk.

Darsteller und Crew

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