Robin Hood (2010)

Robin Hood Poster
Nicht mehr im Kino.
Userwertung (1)
  1. Ø 3
Kritikerwertung (1)
  1. Ø 2.5

Filmhandlung und Hintergrund

Robin Hood: Ridley Scotts bildgewaltiges Historienepos über die Vorgeschichte des Mannes, der als Robin Hood zur Legende wurde.

Robin Longstride ist Bogenschütze im Heer von Richard Löwenherz, bis ihm der Tod des Königs und seines Vertrauten Robert Loxley eine neue Bestimmung zuweist. Um die Krone nach England bringen und Loxleys letzten Wunsch erfüllen zu können, nimmt Longstride die Identität Loxleys an. Auf Wunsch ihres Schwiegervaters lässt Loxleys Witwe, Lady Marion, Longstride das Erbe ihres Mannes antreten. So wird aus einem einfachen Mann ein Held, der Marians Leben und das eigene verändern und England im Kampf gegen französische Invasoren einen wird.

Videos und Bilder

Auf DVD & Blu-ray (5)

Kritiken und Bewertungen

So werten die User Ø
(1)
5
 
0 Stimmen
4
 
0 Stimmen
3
 
1 Stimme
2
 
0 Stimmen
1
 
0 Stimmen
So werten die Kritiker (1 Stimmen)
5
 
0 Stimmen
4
 
0 Stimmen
3
 
1 Stimme
2
 
0 Stimmen
1
 
0 Stimmen

Wie wertest Du? Klicke auf einen der Sterne:

Kritikerrezensionen

  • Robin Hood ist bei Russel Crowe zunächst kein Gesetzesloser oder Rebell, sondern ein desillusionierter Krieger. Sein Leben besteht nur aus Schlachten, Kämpfen und der Wartezeit dazwischen in den Feldlagern. Nach langwierigen Schlachtszenen scheint es verständlich, wenn er und seine Männer sich auf die Rückkehr nach England freuen. Doch auch hier geht das sinnlose Gemetzel weiter, stets von einem phantasielosen und generischen Soundtrack unterlegt, dessen Anwesenheit auch in den ruhigeren Szenen des Films abzulenken vermag.

    In Nottingham nähern sich Robin und Marion mit biederem Charme in ihrer vorerst zwangsweisen Beziehung einander an. Mit einem Schuss Ironie lädt Marion Robin in ihr Schlafgemach – vor die Feuerstelle, zu den Hunden darf er sich legen. Doch so wie Marion seine Stärken sieht und Robin Nottingham hilft, entwickelt sich aus der opportunistischen Zweckverbindung eine Liebesgeschichte, der Film ist da sehr modern. Angesichts des drohenden Krieges bleibt für Robin und Marion aber nicht viel Zeit. Die Machenschaften des Verräters Godfrey und die Gier von König John bestimmen das Geschehen.

    Bedauerlicherweise ist das Verhältnis zwischen Gut und Böse genauso differenziert dargestellt wie in einem Disneycartoon, auf eine Figurenentwicklung wird zu Gunsten der Opulenz verzichtet. Godfrey ist gerissen und böse, der König ist dumm und böse, dabei bleibt es. Fraglich ist, ob bei einem derart arroganten König die Engländer mit der französischen Invasion nicht vielleicht sogar besser beraten wären. Für einen kurzen Moment kämpft Robin Hood an der Seite von König John, nur aus dramaturgischen Gründen lässt ein Mann wie Robin sich täuschen. Auch Marion steht an der Seite von Robin ihren Mann und greift munter zu Rüstung und Waffen. Wo sie dieses Talent zum kämpfen herhat ist fraglich, zudem geschieht all dies mit bitterem Ernst und besonders Russell Crowe lässt in seine Rolle keine Selbstironie einfließen. Bei so viel Verbissenheit ist es schwer, im Film noch etwas Leidenschaft zu spüren.

    Immerhin die Schlacht gegen die Franzosen hat es in sich. Mit Barken landen die Invasoren an Land und ein erbarmungsloses Gemetzel zu Land, Wasser und Luft beginnt. Aber auch hier verursacht die Filmmusik Kopfschmerzen und degradiert die blutige Schlacht zum filmischen Geplänkel. Selbst wenn die Landung an Englands Südküste wie die Landung der Alliierten in der Normandie inszeniert wird, „Robin Hood“ ist kein „Saving Private Ryan“. Auf der Suche nach Unterhaltungskino im Stile von Ridley Scotts bisherigen Kassenschlagern versucht „Robin Hood“ ein Erfolgsrezept zu kopieren das auch diesmal wieder funktionieren wird, aber Originalität vermissen lässt. Die schönen Kulissen und Landschaften können hierfür zwar entschädigen, machen aber noch keinen guten Film.

    Fazit: Solide, aber sehr technische Unterhaltung. Crowe und Scott könnten mehr.
  • In Ridley Scotts Epos über die Vorgeschichte des Volkshelden dominiert das Kettenhemd über die Strumpfhosen und Realismus über Mythos.

    Jahrelang geisterte ein neues Drehbuch über Sherwoods grüne Gefahr in verschiedenen Metamorphosen durch die Filmszene, das in Brian Helgelands Finalfassung den bekannten Figuren neue Entwicklungsgeschichten zuweist. Während dem Sheriff von Nottingham nur kurze Reservisteneinsätze erlaubt sind, spielen andere vertraute Figuren eine zentrale Rolle. Marion ist hier die Frau eines seit 10 Jahren weit entfernt von der Heimat kämpfenden Kreuzritters, Robin ein einfacher, dank Russell Crowes gereifter Lebenserfahrung mehrdeutig mittelalterlicher Bogenschütze, der Richard Löwenherz auf seinem dritten Kreuzzug begleitete. Scotts Film, der vom Charisma seiner Stars und von Cate Blanchetts gewohnt filigraner Darstellung geadelt wird, führt Marion als Frau mit Herz und Bogen ein, springt zu einer XXL-Actionsequenz, in der das Kreuzzugsheer eine französische Burg einzunehmen versucht, bis ein Pfeil das Leben von Löwenherz beendet. Der Tod des Königs ist für Robin und seine drei Mitstreiter das Signal, nach England zurückzukehren. Doch als ein englischer Kapitalschurke, der die französischen Invasionspläne in England vorbereitet, eine Gruppe Kreuzritter, unterwegs mit der Krone ihres Königs, überfällt, fährt Robins Trupp dazwischen. Von nun an hat der Bogenschütze, der hier noch den Namen Longstride führt, in dem geflüchteten Attentäter einen Feind, im Wunsch des sterbenden Ritters Robert Loxley einen Auftrag fürs Leben, denn er soll Loxleys Schwert dessen Vater zurückbringen. Die Umstände zwingen Longstride den Namen des Toten anzunehmen, was sich als positive Fügung erweisen wird, war doch der gefallene Loxley Lady Marions Mann. Die fünfte Zusammenarbeit von Ridley Scott und Russell Crowe ist nicht nur als Leben hinter der Legende, sondern auch als Komplementärfilm zu “Königreich der Himmel” zu verstehen. “Robin Hood” setzt etwa 12 Jahre nach den dort gezeigten Ereignissen ein, zerpflückt im Dialog erneut die hehren Ideale der Muslime abschlachtenden Kreuzritter, und ist erneut von einer Vater-Sohn-Dynamik geprägt, die Robin, wie Balian im Vorgängerepos, ein überraschendes Erbe antreten lässt. Nach einer von Action dominierten ersten halben Stunde kommt der Film zur Ruhe, kontrastiert das Klima von Hunger und Armut im englischen Volk mit der Ignoranz und Arroganz des Königs, lässt Robin und Marion verhalten ihre zweckmäßige zu einer romantischen Beziehung entwickeln und endet schließlich in der Strand-Schlacht zwischen Engländern und Invasoren eindrucksvoll. Wer das Verspielte und entspannt Abenteuerliche früherer Verfilmungen erwartet, muss umdenken. Scott setzt Fight über Fun, Schwert über Bogen, entzaubert den Mythos mit Realismus und bringt malerische Cinemascope-Panoramen, von der nächtlichen Aussaat auf den Feldern bis zur Hommage an “Der Soldat James Ryan”, auf die Leinwand. Zumindest hier wahrt Scott die Tradition, die eigene nämlich. kob.

Darsteller und Crew

News und Stories

  • "Robin Hood: Origins" - Bonos Tochter spielt Maid Marion

    Seit die Bilder laufen lernten, gab es kaum eine Zeit ohne einen Robin Hood-Film. Schier endlos wurde die Geschichte um den unfehlbaren Bogenschützen bereits verfilmt, der mit seinen getreuen Mannen im mysteriösen Sherwood Forest lebt, die Adligen um ihren unredlich angehäuften Reichtum erleichtert und es den Armen zurückgibt. Nachdem diese Story über die Jahrzehnte hinweg wieder und wieder erzählt wurde, widmete...

  • Reist Taron Egerton zum Sherwood Forest?

    Wieder einmal befindet sich eine Robin Hood-Story in der Entwicklung. Ähnlich Ridley Scotts Film aus dem Jahre 2012 mit Oscar-Preisträger Russel Crowe in der Hauptrolle wird Robin Hood: Origins ein Prequel werden, das die Geschichte um den unfehlbaren Bogenschützen auf neue Weise zu interpretieren sucht. Für die Hauptrolle ist Taron Egerton im Gespräch. Der Hollywood-Jungstar der in Kingsman: The Secret Service an...

  • Robin Hood kehrt zurück - gleich in vier Filmen

    Busytime in Sherwood Forrest. Vier Robin Hood-Filme sind derzeit in Hollywood in der Mache. Und nicht etwa, dass es sich um einen Vierteiler handelt, der den Volksmythos um den vogelfreien Bogenschützen, der dem Sheriff von Nottingham das Leben zu Hölle macht, auf ein hohes episches Niveau befördern soll. Nein, gleich vier Studios arbeiten – jedes für sich – an einer Rückkehr des Rächers der Entrechteten. Nachdem...

  • Erster Trailer zu Schwarzeneggers "Maggie"

    Mit viel Gefühl statt brachialer "Äkschn" spielt Arnold Schwarzenegger den Vater eines "Zombie"-infizierten Mädchens.

Kommentare