Robin Hood (2010)

Filmhandlung und Hintergrund

In Ridley Scotts Epos über die Vorgeschichte des Volkshelden dominiert das Kettenhemd über die Strumpfhosen und Realismus über Mythos.

Jahrelang geisterte ein neues Drehbuch über Sherwoods grüne Gefahr in verschiedenen Metamorphosen durch die Filmszene, das in Brian Helgelands Finalfassung den bekannten Figuren neue Entwicklungsgeschichten zuweist. Während dem Sheriff von Nottingham nur kurze Reservisteneinsätze erlaubt sind, spielen andere vertraute Figuren eine zentrale Rolle. Marion ist hier die Frau eines seit 10 Jahren weit entfernt von der Heimat kämpfenden Kreuzritters, Robin ein einfacher, dank Russell Crowes gereifter Lebenserfahrung mehrdeutig mittelalterlicher Bogenschütze, der Richard Löwenherz auf seinem dritten Kreuzzug begleitete. Scotts Film, der vom Charisma seiner Stars und von Cate Blanchetts gewohnt filigraner Darstellung geadelt wird, führt Marion als Frau mit Herz und Bogen ein, springt zu einer XXL-Actionsequenz, in der das Kreuzzugsheer eine französische Burg einzunehmen versucht, bis ein Pfeil das Leben von Löwenherz beendet. Der Tod des Königs ist für Robin und seine drei Mitstreiter das Signal, nach England zurückzukehren. Doch als ein englischer Kapitalschurke, der die französischen Invasionspläne in England vorbereitet, eine Gruppe Kreuzritter, unterwegs mit der Krone ihres Königs, überfällt, fährt Robins Trupp dazwischen. Von nun an hat der Bogenschütze, der hier noch den Namen Longstride führt, in dem geflüchteten Attentäter einen Feind, im Wunsch des sterbenden Ritters Robert Loxley einen Auftrag fürs Leben, denn er soll Loxleys Schwert dessen Vater zurückbringen. Die Umstände zwingen Longstride den Namen des Toten anzunehmen, was sich als positive Fügung erweisen wird, war doch der gefallene Loxley Lady Marions Mann. Die fünfte Zusammenarbeit von Ridley Scott und Russell Crowe ist nicht nur als Leben hinter der Legende, sondern auch als Komplementärfilm zu “Königreich der Himmel” zu verstehen. “Robin Hood” setzt etwa 12 Jahre nach den dort gezeigten Ereignissen ein, zerpflückt im Dialog erneut die hehren Ideale der Muslime abschlachtenden Kreuzritter, und ist erneut von einer Vater-Sohn-Dynamik geprägt, die Robin, wie Balian im Vorgängerepos, ein überraschendes Erbe antreten lässt. Nach einer von Action dominierten ersten halben Stunde kommt der Film zur Ruhe, kontrastiert das Klima von Hunger und Armut im englischen Volk mit der Ignoranz und Arroganz des Königs, lässt Robin und Marion verhalten ihre zweckmäßige zu einer romantischen Beziehung entwickeln und endet schließlich in der Strand-Schlacht zwischen Engländern und Invasoren eindrucksvoll. Wer das Verspielte und entspannt Abenteuerliche früherer Verfilmungen erwartet, muss umdenken. Scott setzt Fight über Fun, Schwert über Bogen, entzaubert den Mythos mit Realismus und bringt malerische Cinemascope-Panoramen, von der nächtlichen Aussaat auf den Feldern bis zur Hommage an “Der Soldat James Ryan”, auf die Leinwand. Zumindest hier wahrt Scott die Tradition, die eigene nämlich. kob.

Robin Longstride ist Bogenschütze im Heer von Richard Löwenherz, bis ihm der Tod des Königs und seines Vertrauten Robert Loxley eine neue Bestimmung zuweist. Um die Krone nach England bringen und Loxleys letzten Wunsch erfüllen zu können, nimmt Longstride die Identität Loxleys an. Auf Wunsch ihres Schwiegervaters lässt Loxleys Witwe, Lady Marion, Longstride das Erbe ihres Mannes antreten. So wird aus einem einfachen Mann ein Held, der Marians Leben und das eigene verändern und England im Kampf gegen französische Invasoren einen wird.

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