Rio (2011)

Rio Poster
Nicht mehr im Kino.
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Filmhandlung und Hintergrund

Rio: Turbulentes CGI-Animations-Erlebnis aus der "Ice Age"- Schmiede, in dem zwei ungleiche blaue Aras Abenteuer in Brasilien zu bestehen haben.

Blu ist fest davon überzeugt, der Letzte einer blau gefederten Spezies von Ara-Papageien zu sein – bis er entdeckt, dass es wenigstens noch einen weiteren gibt und dieser eine ein Weibchen ist. Von seinem Käfig in Minnesota aus macht Blu sich schwer verliebt auf den Weg nach Rio, um die Artgenossin kennenzulernen. Doch die resolute Jewel teilt die Gefühle zunächst nicht, zu unterschiedlich sind die beiden Papageien. Doch dann schweißt ein unerwartetes Abenteuer die beiden schrägen Vögel zusammen.

Videos und Bilder

Auf DVD & Blu-ray (6)

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Kritikerrezensionen

  • Regisseur Carlos Saldanha, der mit den „Ice Age“-Filmen berühmt wurde, besucht mit der lebenslustigen Animationsgeschichte „Rio“ seine brasilianische Heimatstadt. Die Stadt am Zuckerhut ist im Sambafieber des Karnevals, als Linda und ihr Papagei Blu aus dem verschneiten Minnesota in den USA hier eintreffen. Der Blau-Ara soll mit dem Weibchen Jewel die Liebe entdecken und seine Art vor dem Aussterben retten, aber zunächst muss das ungleiche Paar den skrupellosen Dieben entkommen, die es verfolgen. Die turbulente Jagd durch Rio ist gespickt mit Tanz und Gesang, lustigen Tiercharakteren und Dialogwitz.

    Die Geschichte beginnt im Dschungel Brasiliens, wo die bunten Vögel auf jedem Ast das Tanzbein schwingen. Mit ihren Sambarhythmen stimmen sie auf die sommerlich-lockere Party-Atmosphäre ein, die den ganzen Film durchzieht. Wenn Jahre später der Ara Blu und seine amerikanische Besitzerin in Rio landen, geht die Party augenblicklich wieder los. Nicht nur die Menschen ziehen tanzend durch die Straßen, auch Vögel wie Pedro und Nico wippen im Takt der Musik. Der Film malt die Postkartenkulisse von Rio mit dem Zuckerhut und der Copacabana zu einer Stadt wie aus einem lustigen Bilderbuch aus, mit fröhlichen und hellen Farben. Sie besitzt eine naive Zeitlosigkeit, die Lust auf Erkundungen macht.

    Blu und das Ara-Weibchen Jewel sitzen später einmal entspannt auf dem Dach einer Straßenbahn und lassen sich auf ihrer Stadtrundfahrt vom Licht, den blühenden Bäumen, dem Charme der Viertel verzaubern. Überhaupt haben die Vögel in dieser Geschichte erstaunlich menschliche Eigenschaften und sehen dennoch sehr natürlich aus in ihrem Federkleid. Außer den schönen Kulissen beeindruckt vor allem die minutiös genaue Darstellung der Vögel, jede einzelne Feder sieht dabei wie echt aus. Der böse Kakadu Nigel ist optisch besonders gut geraten, wodurch sein Gefieder ein Gegengewicht zu seinem Charakter bildet.

    Mit großer Sorgfalt sind die verschiedenen Ebenen des 3D-Raums ausgestaltet. Es sieht immer wieder wunderbar aus, wenn im Vordergrund einer der Vögel einen Flügel spreizt, gestochen scharf und zum Greifen nah, während man gleichzeitig in der Szenerie dahinter forschen kann. Auch in den geschlossenen Räumen wirkt 3D gewinnbringend eingesetzt und es gibt keine störenden Unschärfen. Einige Aufnahmen bleiben als markante Bilder im Gedächtnis, wie die Christus-Statue mit ihren ausgebreiteten Armen, der sich die Kamera aus der Luft nähert. Auch Sturzflüge in die Tiefe gibt es, aber der 3D-Genuss in diesem Film ist nicht auf die schrille Sensation angewiesen.

    Die optische Qualität wird jedoch erst im Zusammenspiel mit der pfiffigen Handlung zum Filmvergnügen für die ganze Familie. Es gibt viele verschiedene inhaltliche Glanzlichter, wie die Figur des gestressten Familienvater-Vogels Rafael, oder die Szene, in der Blu und Jewel auf einem Drachenflieger landen. Ein paar hübsche Gesangsnummern begleiten die Dialoge mit ihrem frechen Witz, der auch erwachsene Zuschauer zu erheitern versteht.

    Fazit: Auf der Flucht vor Gangstern erleben zwei Papageien den Karneval in Rio: pfiffiges, hervorragend animiertes Vergnügen in 3D und Sambalaune.
  • “Ice Age”-Macher Carlos Saldanha lässt der gechillten Eiszeit heiße Samba-Rhythmen folgen und setzt fiese Tiernapper auf die Spur eines ungleichen Ara-Paars.

    Nicht auf den Hund – obwohl ein solcher in Form einer dauersabbernden Bulldogge auch vorkommt – ist man bei Blue Sky Studios gekommen, schräge Vögel stehen bei den Machern der innovativen “Ice Age”-Trilogie auf dem Programm. Zurück in seine Geburtsstadt Rio de Janeiro hat sich Regisseur Carlos Saldanha begeben, um der Eiszeit zu entfliehen und sich mittels heißer Samba-Rhythmen wieder aufzuwärmen. “Rio” heißt sein neuester Streich schlicht – und der fulminante 3D-Spaß hält all das, was man mit dem Titel assoziiert: Exotik, Farbenpracht, Lebenslust und Karneval.

    Vom kalten Minnesota verschlägt es Ara Blu – “Der Vorleser” David Kross leiht ihm die deutsche Stimme -, den vermeintlich letzten seiner Art, in die südamerikanische Metropole. Hier lebt sein weibliches Pendant, Jewel – Synchronsprecherin Johanna Klum trällerte einst in der Girlgroup Samajona -, ein feuriges Urwald-Juwel, das von Nahkontakt zwecks Artensicherung (zunächst) nichts hält. Denn Stubenhocker Rio ist a) ein besserwisserischer Provinz-Piepmatz und b) des Fliegens nicht mächtig. Da geraten die beiden in die Hände fieser Tiernapper, die sie in Fußeisen legen, was eine “Flucht in Ketten” bedingt.

    Mit einer furiosen, im Stil an den legendären Busby Berkely erinnernden Choreografie beginnt das stereoskope Abenteuer. Bunte Vögel tanzen und vollführen waghalsige Loopings, perfekte Symmetrie ist angesagt beim musikgetriebenen Opener, der wie ein Feuerwerk zündet. Bossa-Nova-Legende Sergio Mendes zeichnet für die Musiküberwachung verantwortlich, seinen Brasil ’66-Hit “Mas Que Nada” hat er unter anderem neu eingespielt. Tempo und Takt werden durch die Zusammenstellung des Scores bestimmt, für jeden Musikgeschmack ist etwas dabei: “Hot Wings (I Wanna Party)” rockt der rote Kardinalsvogel Pedro alias will.i.am im Duett mit Sidekick Jamie Foxx als Kanarienvogel Nico, “Telling the World” schmachtet R&B-Star Taio Cruz, “Let Me Take You to Rio” lockt Ester Dean.

    Figuren und Kulisse mögen neu sein, der verspielte Umgang mit den sympathischen Charakteren, der liebenswerte Humor und die ausgefeilten Actionsequenzen, die in der Tradition des Slapsticks stehen, entlarven Saldanha jedoch als Liebhaber klassischen Zeichentricks. Furchterregend ist sein Bösewicht, ein Kakadu, dessen Musical-Karriere torpediert wurde, großartig sind dessen Helfer, fiese, diebische Seidenaffen, die die brasilianische Kampfsportart Capoeira beherrschen und vor keiner Untat zurückschrecken.

    Nicht ganz gelungen ist die Kombination aus Menschen- und Tierfiguren, Vierbeiner und Federvieh spielen die gezeichneten Menschen an die Wand und haben die Lacher stets auf ihrer Seite. Dafür gehört Blus Besitzerin, einer bebrillten Bibliothekarin, die Actionszene der Nonstop-Jagd, mit dem Motorrad darf sie durch Rios Straßen räubern, während ihrem love interest, einem biederen Ornithologen, nichts anderes übrig bleibt, als sich an ihr festzuklammern.

    Schön anzusehen sind die Totalen der Stadt, Zuckerhut, Christus-Statue und Copacabana inklusive – die “Schauplätze” werden ideal genutzt, selbst die Seilbahn auf den Pão de Açúcar wird in die Handlung integriert. Höhepunkte bilden das furiose Finale beim Karnevalsumzug und die abschließende Flugzeug- und Flugnummer. Mit breitem Pinselstrich wird hier punktgenau gemalt – gestaltet mittels CGI modernster Prägung. geh.

Darsteller und Crew

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