Ratatouille (2007)

Ratatouille Poster
Nicht mehr im Kino.
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Filmhandlung und Hintergrund

Ratatouille: Achtes CGI-Animationsspektakel von Pixar, in dem eine Feinschmeckerratte in Paris um Leckerbissen kämpft.

Noch nie brachte es Ratte Remy übers Herz, Essensabfälle wie seine Artgenossen, Bruder Emile und sein darob verärgerter Vater Django zu verschlingen. Denn Remy hat eine hochsensible Feinschmeckernase und träumt davon, so wie sein im Fernsehen entdecktes Vorbild Gusteau ein Nobelkoch zu sein. Als dieser stirbt und Remy vor dessen Pariser Lokal steht, erscheint ihm Gusteaus Geist und ermuntert ihn, unter der Mütze des Küchengehilfen Linguini die Arbeit aufzunehmen – stets der Gefahr ausgesetzt, von Chefkoch Skinner entdeckt zu werden.

Pixars achte Animationssause, wieder ein Hit – diesmal um eine Ratte mit untypischem Feingeschmack. Brad Bird, der zuletzt mit “Die Unglaublichen” begeisterte, bereitet ein rattenscharfes Vergnügen, das mit viel Herz und Humor dafür eintritt, seinem Traum zu folgen.

Die kleine Landratte Remy will sich nicht mit ihrem Schicksal abfinden, immer nur Abfall zu essen. Seine Geschmackssinne sind so ausgeprägt, dass er sich gar nichts anderes vorstellen kann, als in die Fußstapfen des legendären Meisterkochs Gusteau zu folgen. Immerhin lautet dessen Motto: “Jeder kann kochen.” Auf Umwegen kann Remy in Paris mithilfe des ungelenken Tellerwäschers Linguini unter Beweis stellen, dass er in der Lage ist, es mit den Besten aufzunehmen, und erlangt damit den Respekt seiner Familie zurück.

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Mit „Ratatouille“ hat Pixar wieder einmal den richtigen Riecher für eine unterhaltsame Story bewiesen. Nach altbewährtem Rezept werden Tiere, Menschen, Sensationen mit einer guten Prise Humor und Romance zu einer unterhaltsamen Show verkocht. Da stört es auch nicht, dass einige der Gags manchmal etwas unausgegoren scheinen. „Ratatouille“ hat den Anspruch, mit zeitgemäßem Animationskino zu unterhalten und den hält er auch ein, indem er Spaß für groß und klein bietet.

    Immer wieder lassen sich im bösen Skinner oder Anton Ego die klassischen Disney-Bösewichte erkennen; der tollpatschige Linguini und der clevere Remy bieten einen angemessenen Counterpart. Doch die Geschichte ist in der vom Beginn einer Freundschaft und dem Happy End gerahmten Handlung ohnehin Nebensache. Tollkühne Stunts und aberwitzige Ideen können vielmehr immer wieder begeistern.

    Letztendlich sind es aber die facettenreichen Gesichter, die – mit zahllosen Mimiken belegt –vielleicht die größte Animationsleistung von Pixar darstellen. Am Anfang des Films fliegt die Ratte Remy aus einem Fenster, im Sturz bleibt das Bild stehen – Remy erläutert seine Situation. Besonders in Standbildern lässt sich die Liebe zum Detail, mit der die Figuren gezeichnet sind, nachvollziehen.

    „Ratatouille“ wartet zwar nicht immer mit originellen Einfällen auf, kann diese jedoch mit selbstironischen Seitenhieben kommentieren. Starkoch Gusteau erscheint Remy immer wieder als Geist, weist aber stets darauf hin, ein reines Produkt Remys Phantasie zu sein. Dabei gibt Gusteau derart altkulge Tipps, dass selbst Remy sich über diesen penetrant komischen Running Gag beschwert.

    Letztlich behält aber Gusteau Recht mit dem Titel seines Buches „Jeder kann kochen“. Ratten sind nunmehr keine unwillkommenen Störenfriede, sondern gern gesehene Küchenhelfer. Ob der Film diesen Tierchen in der Realität zu einem besseren Ruf verhelfen wird, bleibt allerdings zu bezweifeln ... .

    Fazit: Ein weiterer Pixar-Film ... schön animiert, gut inszeniert und sicher einen Kinobesuch wert.
  • Achter Film, achter Hit: Pixars Erfolgswelle rollt unvermindert weiter. Mit “Ratatouille” hat sich die Blockbuster-Company einmal mehr selbst übertroffen.

    Ein verhexter US-Kinosommer: Nach Spinnenmännern in der Identitätskrise, Piraten im Rausch der Gigantomanie, fantastischen Superhelden und alternden Cops im Kampf gegen Hacker und Hexenschuss bedurfte es eines Animationsfilms mit einer kleinen Ratte, um sich im Kino endlich mal wieder wie ein Mensch zu fühlen. Zu verdanken hat man das dem Pixelzauber von Pixar, die nach dem technisch beeindruckenden, aber tonal problematischen “Cars” mit dem achten abendfüllenden Film aus dem Computer zu einem neuen Höhenflug ansetzen. Unter der Leitung von Brad Bird, dem Macher des bislang besten Pixar-Abenteuers, “Die Unglaublichen – The Incredibles”, und aktuell vielleicht überzeugendsten Geschichtenerzählers des amerikanischen Kinos, entwickelt sich die vermeintlich simple Mär vom ambitionierten Nager, der seine Bestimmung hinter sich lässt, um sich den Traum zu erfüllen, in Paris zum Chefkoch zu werden, zu einer entwaffnenden, komischen und niemals verkrampften Parabel auf den Mut, gegen alle Widerstände anders zu sein, das Unmögliche möglich zu machen, auf den eigentlichen Wert von Familie und Freundschaft. Gleich zu Beginn des Films erfahren wir, dass sich die kleine Landratte Remy nicht mit ihrem Schicksal abfinden will, immer nur Abfall zu essen. Wie man seinen eigenen Erzählungen und einer ebenso drolligen wie effektiven Exposition entnehmen kann, sind Remys Geschmackssinne so ausgeprägt, dass er sich gar nichts anderes vorstellen kann, als in die Fußstapfen des legendären Meisterkochs Gusteau zu folgen. Immerhin lautet dessen Motto: “Jeder kann kochen.” Wie Remy dann nach einigen Umwegen in Paris mithilfe des ungelenken Tellerwäschers Linguini unter Beweis stellen kann, dass er in der Lage ist, es mit den Besten aufzunehmen, wie er sich gegen den durchtriebenen Chefkoch Skinner durchsetzt, wie er den unerbittlichen Gourmetkritiker Anton Ego (“The Grim Eater”) humanisiert und wie er dabei den Respekt seiner Familie zurückerlangt, hat regelrecht epischen Atem, wäre es nicht obendrein immer auch noch rasend lustig und voller erzählerischer Volten. Dabei handelt es sich nicht im Entferntesten um eine der herkömmlichen Nummer-sicher-Animationsmärchen mit possierlichen Vierbeiner. Im Gegenteil: “Ratatouille” nimmt kreative Risiken auf sich wie kein anderer Film in diesem Sommer: Immerhin steht und fällt dieser wie ein perfektes Soufflé zubereitete Kochkurs à la Pixar mit der begnadeten, aber eben auch weit hergeholten Idee, dass Remy den ungelenken Linguini unter dessen Kochmütze durch beherztes Ziehen am struppigen Haupthaar lenken und steuern kann wie eine Marionette: Nicht nur bezieht der Film seine witzigsten Momente aus diesem irrsinnigen Einfall, er treibt auch den Plot entscheidend voran. Gewürzt mit dem vielleicht tollsten Flashback der Filmgeschichte und zahllosen visuellen Einfällen, gibt es nur ein akzeptables Urteil: “Ratatouille” ist ratatoll! ts.

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