Quartett (2012)

Originaltitel: Quartet
Nicht mehr im Kino.
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Filmhandlung und Hintergrund

Quartett: Das Regiedebüt von Dustin Hoffman: eine Komödie um die Bewohner eines britischen Alterswohnsitzes für Opernsänger. Nach Ronald Harwoods Theaterstück.

Beecham House ist eine Seniorenresidenz für Orchestermusiker, Sänger und Operndiven, deren Herz immer noch für die Musik schlägt. Die fragile Harmonie wird gestört, als die einstige Primadonna und Ex-Gattin eines dort lebenden berühmten Tenors auftaucht und Wunden der Vergangenheit wieder aufreißt. Als sie sich weigert, bei der jährlichen Verdi-Gala für Sponsoren im Rigoletto-Quartett mitzusingen, steht die Zukunft des Hauses auf dem Spiel. Erst in letzter Minute raufen sich die Vier zum gemeinsamen Auftritt zusammen.

Die Bewohner eines britischen Alterswohnsitzes für Opernsänger müssen sich zusammenraufen. Das Regiedebüt von Dustin Hoffman ist eine Komödie nach Ronald Harwoods Theaterstück.

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Dustin Hoffman feiert in seinem Regiedebut nach Ronald Harwoods Bühnenerfolg “Quartett” die unsterbliche Musik von Giuseppe Verdi und die Lust am Leben.

    Mit 75 Jahren will es Dustin Hoffman noch einmal wissen und wechselt hinter die Kamera. Für sein Regiedebut suchte er sich einen charmanten Stoff aus, Ronald Harwoods Bühnenhit “Quartett”, die Geschichte von betagten Operndiven, Sängern und Orchestermusikern, die auch im Alter ihre Sehnsüchte nicht aufgeben und deren Mentalitäten und Marotten in einer Seniorenresidenz aufeinanderprallen. Berühmtes Vorbild für das komfortable Beecham House ist die von Giuseppe Verdi selbst als Altersheim gestiftete “Casa Verdi” in Mailand für verarmte Musiker, weltbekannt durch Daniel Schmids Dokumentarfilm “Il Bacio di Tosca” von 1984.

    Das hier in England angesiedelte Domizil, eine Art luxuriöses “Best Exotic Marigold Hotel”, ist letzte Station für Künstler, die einst im Scheinwerferlicht standen und heute immer noch singen und musizieren. Da fliegen schon manchmal die Fetzen, wenn Eitelkeiten und Eifersüchteleien überhand nehmen, oder Wunden der Vergangenheit wieder aufbrechen, weil plötzlich die einstige Primadonna Jean Horton sich einquartiert, Ex-Gattin des dort ebenfalls wohnenden berühmten Tenor Reginald Page, der ihr die Jahrzehnte zurückliegende Untreue nie verzeihen konnte. Obgleich die starrköpfige Lady gemeinsam mit Page und zwei weiteren Insassen mit dem Rigoletto-Quartett “Bella figlia dell’amore” Musikgeschichte geschrieben hat, weigert sie sich, damit bei der traditionellen Verdi-Gala für Sponsoren mitzuwirken, von der die Zukunft des Hauses abhängt.

    Dass die beiden Gefühlsbündel, wunderbar dargestellt von den britischen Schauspiellegenden Maggie Smith und Tom Courtenay, letztendlich doch zusammenkommen, überrascht nicht, aber das Suchen und Wiederfinden der Liebe ist einfach herzzerreißend romantisch. Ein Film, der rundum glücklich macht mit subtilem Humor, pointierten Dialogen, scharfsinnigem Witz und einer Traum-Besetzung, darunter Billy Connolly und Pauline Collins als die andere Hälfte des Quartetts. Und Original-Arien von internationalen Größen wie Dame Joan Sutherland, Huguette Tourangeau, Luciano Pavarotti oder Sherrill Milnes sollten nicht nur Freunde der klassischen Musik begeistern. mk.

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