Priest (2011)

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Filmhandlung und Hintergrund

Priest: Vor postapokalyptischer Kulisse angesiedelter Actionthriller nach einer Comic-Vorlage. Der Titelheld versucht seine von Vampiren entführte Nichte zu befreien.

In einer postapokalyptischen Welt kämpfen Menschen seit Jahrhunderten gegen Vampire. Priest bricht mit seinen kirchlichen Herren, um seine von Vampiren entführte Nichte Lucy zu retten. Auf seinem fast aussichtslosen Unterfangen – er hat nur wenige Tage Zeit, bevor Lucy selbst zum Vampir wird – begleiten ihn der junge Freund Lucys, Hicks, ein Halbvampir, und eine Priesterkollegin und Kriegerin mit übernatürlichen Fähigkeiten.

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Kritikerrezensionen

  • Ein postapokalyptischer Sciene-Fiction Thriller, in einer alternativen Welt, in der Menschen und Vampire seit Jahrhunderten gegeneinander kämpfen und die Kirche am Ende die Obermacht hat. Das muss man erst mal auf der Zunge zergehen lassen. Da hat sich jemand getraut eine ganze Menge Genres zu vermischen.

    Das muss nicht partout schlecht sein. In diesem Falle führte es aber zu erheblichen Verwirrungen im Kostüm- und Ausstattungsdepartment. Und ehrlicherweise kann man ihnen das noch nicht einmal übel nehmen.

    Priest basiert vage auf einer Graphic Novel Vorlage von Min-Woo Hyung, die für ihre beherzte Kombination aus östlichen und westlichen Elementen bekannt ist. Diese Versprechung kann der Film nicht einhalten, denn er verliert sich irgendwo in den üppigen Kostümen des Wilden Westens und etwas, was wie mittelalterliche Raver aussieht (achten Sie mal auf die Vampirlakaien).

    Dabei ist die visuelle Umsetzung von Regisseur Scott Charles Stewart und Kameramann Don Burgess für einen Film dieses Formats ansehlich. Die weiten Totalen, in der die Motorräder des Priesters und Sheriffs wie Fremdkörper wirken, tragen enorm zur Atmosphäre des Filmes bei. Ultimativ werden sie dann allerdings überstrapaziert, in dem sie zu oft zum Einsatz gebracht werden. Auch Paul Bettany, der sich scheinbar auf den Charakter des leidenden Einzelgängers eingespielt hat, ist überzeugend. Wer sonst könnte einem blassen Charakter so viel Melancholie, Bitterheit und Sehnsucht einhauchen.

    Doch hiermit ist man schon am Ende der positiven Erwähungen angelangt. Und gelangt zwangsläufig zu dem Schluss, dass der kombinierte Arbeitsaufwand dieser Menschen zum Scheitern verurteilt war. Denn das Drehbuch ist einfach schlecht.

    Dies fängt bei dem blassen Charakter des Protagonisten an, führt über die klischeegetreuen schwachen weiblichen Parts bis hin zum Bösewicht, der zu viel redet und zu wenig handelt. Zwar hat Drehbuchautor Cory Goodman seinem Priester eine rührselige Backstory mit auf den Weg gegeben, doch diese scheint auf den Mann genauso viel Einfluss zu haben, wie Mondlicht auf Vampire. Ein bisschen irritierend vielleicht, aber ganz und gar nicht hinderlich.

    Während Lucys dramaturgische Aufgabe bereits nach fünf Minuten klar festgelegt ist (der Köder), darf die Priesterin noch ein wenig länger hinter unseren Erwartungen zurück bleiben (sie macht noch nicht einmal den Anschein, als würde sie dem Priester im Weg stehen). Als dann noch eine schwelende Liebesbeziehung zwischen den beiden zolibatären Priestern angedeutet wird (mit dem Vorschlaghammer), ist auch ihre Rollenbeschreibung erfüllt. Zumindest weiß man jetzt, warum sie immer so traurig schaut.

    Karl Urban hingegen scheint den gleichen Ratschlägen wie Paul Bettany zu folgen, denn seine Karriere als unterschätzter Bösewicht in B-Movies ist geebnet.

    Es ist wieder einmal erstaunlich, wie das Potential eines durchwachsenen Drehbuchs über dessen Schwächen hinweg täuschen lässt und eine Menge talentierter Menschen anzieht, die alle denken, dass sie das Problem während des Drehs oder in der Postproduktion reparieren können. Man möchte sie anschreien - „Don‘t even try to fix it in the post!“. Aber dafür ist jetzt zu spät. Hätten sie mal früher drüber nachdenken sollen.

    Fazit: Ein durchwachsener Film, der hinter seinem Potential zurück bleibt. Aber Paul Bettany ist wie immer sehenswert.
  • Von Sam Raimi koproduzierte Comic-Verfilmung mit Paul Bettany als Vampirjäger mit Superkräften, die er vor der postapokalyptischer Kulisse des Horroractionthrillers ausgiebig nutzt.

    Die zweite Kooperation des Wiederholungspriesters Paul Bettany (“The Da Vinci Code – Sakrileg”) mit dem Visual-Effects-Zauberer Scott Charles Stewart nach “Legion” basiert diesmal auf einer komplexen Vorlage, der gleichnamigen koreanischen Comicreihe, die Western, übernatürlichen Horror und Dark Fantasy verschmelzt. Mit biblisch-religiösen Motiven kennt sich Stewart nach mordlüsternen Engelsscharen bestens aus und stanzt ein optisch ansprechendes B-Picture aus der Effektfabrik, die naturgemäß Action und Look großschreibt, während dramaturgische Tugenden nur Anhang sind.

    Das Sündenregister des Gottesdieners ist lang, denn ein braver Mönch ist der schlicht Priest (Bettany) genannte nie gewesen: Er gehörte einer mit Superkräften versehenen Kaste kirchlicher Elite-Krieger mit Kreuz-Tätowierung auf der Stirn an. Sie entschieden einst den jahrhundertelangen Krieg zwischen Menschen und Vampiren für erstere, auch wenn dadurch die Welt zur öden Steppe verwüstet wurde. Der Rest der Menschheit vegetiert nun in abgeschotteten Betonsilo-Städten, in denen ewige Blade-Runner-Dunkelheit und die mächtige Kirche herrschen, die das Vampirvolk als für besiegt erklärt und das Vergessen anordnet.

    Als Priest die Nachricht ereilt, seine Nichte Lucy (Phil Collins Tochter Lily) sei von Vampiren entführt worden, riskiert er in dem orwellschen Gottesstaat seine endgültige Exkommunizierung, weil er die Macht der Kleriker in Frage stellt. So bricht er sein Gelübde und rast mit hochfrisiertem Motorrad hinaus in die von der gleißenden Sonne ausgebleichte Death-Valley-Landschaft, die einen reizvollen Kontrast zum düsteren Blau der City bietet. Mit Lucys Freund, dem Wüsten-Sheriff Hicks (Cam Gigandet) und einer Gotteskriegerin (Maggie Q) nimmt er das Rennen gegen die Zeit auf, um das Mädchen zu retten.

    In sehenswerter postapokalyptischer “Mad Max”-Kulisse entdecken sie einen verlassenen Vampirstock, den Ort von Priests persönlichem Trauma, wo ein Höhlenlabyrinth “Aliens”-artige Brutkammern für eine ganze Vampirarmee enthält. Diese rast per Zug auf menschliche Siedlungen zu, um die Vernichtung zu vollenden, was Kampfmaschine Priest mit Martial Arts und Ninja-Waffen zu verhindern sucht. Im rasanten Showdown wird sein Verhältnis zum alten Bekannten Black Hat (Karl Urban) enthüllt und im Etappensieg, der ersten Schlacht eines herannahenden Krieges, die Saat für die Fortsetzung gelegt. Die ausgiebigen Duelle dieser Hochgeschwindigkeits-Videogame-Action, die nachträglich in 3D konvertiert wurde, sind humorlos um Coolness bemüht und in Dialogszenen oft dem Camp nahe. Aber aufgrund des ausgefeilten Steampunk-Designs und furioser Fights qualifizieren sie sich zum Franchise wie “Blade” oder “Underworld”. tk.

Darsteller und Crew

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