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Premium Rush (2012) Film merken

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Filmhandlung und Hintergrund

Premium Rush: Atemloser Actionthriller, wie "24" in Realzeit, in dem ein Fahrradkurier beim Ausliefern eines brisanten Briefs mit dem New Yorker Verkehr, Gangstern und korrupten Cops kämpft. Mit "Batman"-Star Joseph Gordon-Levitt.

Der letzte Auftrag des Tages einer Fahrradkurier-Firma geht an den ehemaligen Jurastudent Wilee. Er ist speziell von der chinesischen Mitbewohnerin seiner Freundin angefordert worden einen Briefumschlag nach Chinatown zu bringen. Doch schon kurz nach der Übergabe ergeben sich Probleme. Der korrupte, spielsüchtige Cop Bobby Monday verlangt den Brief von Wilee. Dieser weigert sich jedoch und sucht das Weite. Es folgt eine furiose Verfolgungsjagd durch den gefahrvollen Berufsverkehr von Manhattan.

Ein Fahrradkurier muss den New Yorker Verkehr und Verfolger bewältigen, um einen Brief abzuliefern. Atemloser Realzeit-Actionthriller, der stetig aufs Gas drückt und als übermütig-überspitzter Thrillride funktioniert.

Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Sehenswerter Actionthriller auf zwei Rädern, der besonders in den Stuntszenen überzeugt.
  • Atemloser Actionthriller von Star-Skripter David Koepp (“Jurassic Park”), in dem sich “The Dark Knight Rises”-Mitstreiter Joseph Gordon-Levitt als todesmutiger Fahrradkurier in die Pedale legt.

    Fahrradkuriere gelten als eingeschworener Klüngel von Adrenalin-Junkies, die mit halsbrecherischer Geschwindigkeit durch den Asphaltdschungel amerikanischer Großstädte navigieren. Wie lebensgefährlich dieser Boten-Job ist, wird gleich mit der Opening-Szene vermittelt, in der Protagonist Wilee (Gordon-Levitt) nach einem Crash im Zeitlupentempo durch die Luft geschleudert wird. Im Anschluss wird die Zeit in diesem chronologisch hin- und herspringender Flickwerk-Manier organisierten Thriller (Zeiteinblenden helfen den Überblick zu behalten) 90 Minuten zurückgedreht. Der letzte Auftrag des Tages geht an den ehemaligen Jurastudent Wilee, dessen Beschreibung seines “Fixie”-Fahrrads “eine Gangschaltung, Stahlrahmen und keine Bremsen” seine allgemeine Lebensphilosophie reflektiert. Wilee ist speziell von der chinesischen Mitbewohnerin seiner Freundin Vanessa (Dania Ramirez), die ebenfalls als Kurier jobbt, angefordert worden, einen Briefumschlag nach Chinatown zu bringen. Doch schon kurz nach der Übergabe ergeben sich Probleme. Der korrupte, spielsüchtige Cop Bobby Monday (ein Szenen stehlender Michael Shannon, der an eine Mischung aus Ray Liotta and Malcolm McDowell erinnert) verlangt den Brief von Wilee. Dieser weigert sich jedoch und sucht gewieft das Weite. Es folgt eine furiose Verfolgungsjagd durch den gefahrvollen Berufsverkehr von Manhattan, in dem jede öffnende Autotür und selbst ein harmloser Passant zum tödlichen Hindernis auf einer ohnehin mörderischen Route geraten können.

    Mehrfach bleibt bei potentiellen Kollisionssituationen a la “Sherlock Holmes” die Zeit stehen, und es werden Wilees visuelle Kalkulationen von Alternativrouten samt Grafikeinblendungen gezeigt. Zwecks Zuschauerorientierung benutzen die Filmemacher zudem mehrfach 3D-Landschaftskarten und Stadtbild-Overlays. Dies hilft, das Tempo des Wettlaufs-gegen-die-Zeit straff gespannt zu halten, ohne auf langwierige Erklärungen zurück greifen zu müssen. Darüberhinaus sorgen stetig neue Plot-Komplikationen (wie Menschenhandel und Chinesenmafia) für nervenaufreibende Spannung. Eine Portion schwarzer Humor ergibt sich durch die Figur des gewalttätigen Cops, dem trotz aller Verderbtheit die Selbstironie nicht abhanden gekommen ist. Überhaupt nimmt sich dieser rasante Radl-Reißer selbst nicht allzu ernst, sondern will einfach als übermütig-überspitzter Thrillride unterhalten. Glatte Produktionswerte (wie fließende, aber nicht verwackelte Kameraarbeit) und ein sympathischer Protagonist tragen ebenfalls dazu bei, dies zu erreichen. ara.
  • Wer den Begriff "Actionfilm" noch mit Verfolgungsjagden in schnellen Autos verbindet, sollte allmählich umdenken: Die Straßen großer Städte sind längst zu verstopft, um das Gaspedal noch durchdrücken zu können. Außerdem ist Sprit teuer und umweltschädlich. Wer es in New York mit einer Paketzustellung eilig hat, ruft einen Fahrradkurier, den auch der dickste Stau nicht stoppen kann, schon weil das Fahrrad als so genanntes Fixie keine Bremsen hat. Also wurde es auch für den Actionfilm Zeit, auf diesen Trend aufzuspringen und auf der sekundenschnellen Suche wendiger Kuriere nach einem Schlupfloch zwischen Fußgängern, Lastwagen und geöffneten Taxitüren das Adrenalin hochzutreiben.

    Regisseur und Co-Autor David Koepp hat vor allem als Drehbuchschreiber für Filme wie "Mission: Impossible" oder "Spider-Man" sein Können als Konstrukteur spannender Action bewiesen. Hier vertraut er weitgehend auf den Thrill des Fixie-Rennens. Der sekundenschnelle Entscheidungsprozess der Kuriere wird dabei beeindruckend inszeniert. Wenn Wilee (Joseph Gordon-Levitt) in scheinbar komplett versperrte Kreuzungen hineinrauscht, bebildert der Film seine Gedanken: mit dem dicken weißen Pfeil nach rechts zwischen die Autokolonnen? Nein, da würde er über ein Fahrzeug fliegen. Mit dem weißen Pfeil nach links? Nein, da käme es zum Unfall mit Passanten. Also lieber ab durch die Mitte.

    Das Zelebrieren des Risikos dient hier nicht nur der Action, sondern sucht auch den Schulterschluss mit dem Zeitgeist, der Subkultur der sportlich und alternativ orientierten jungen Wilden, die sich als Davids im Kampf gegen protzige Goliaths, das System, die PS-Jünger, die Karrieristen sehen. Dementsprechend spielt der Umgang der Kuriere miteinander eine wichtige Rolle. Dabei aber ist der Film weniger cool als er aussehen will: Er reduziert Vanessa (Dania Ramirez), Wilees toughe Kurierfreundin, ganz konservativ auf die Rolle der weiblichen Zuträgerin für den männlichen Helden.

    Dem Zickzackkurs der Radfahrer ist auch die Erzählstruktur angepasst. Wilee hat keine zwei Stunden Zeit, seinen Auftrag auszuführen und vieles rauscht an ihm gerade so vorüber. Die Geschichte springt dafür oft wie zurückgespult an frühere Schauplätze, um zu zeigen, was die jeweiligen Protagonisten wirklich dorthin geführt hat. Stück für Stück wird so die ganze Information hinzugefügt, die man braucht, um außer Wilee auch die anderen Personen und ihr Beziehungsgeflecht zu verstehen.

    Das macht den Film im Zusammenspiel mit flotter Musik betont hip, aber auch wieder allzu deutlich auf Wirkung fixiert. Aber seine neue Idee, aus Radfahrer Actionhelden zu machen, setzt er gelungen in Szene.

    Fazit: Regisseur David Koepp präsentiert mit "Premium Rush" einen spannenden Actionfilm der neuen Generation, in dem die Helden Pedalritter statt Autofahrer sind.
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