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Per Anhalter durch die Galaxis (2005)

Originaltitel: The Hitchhiker's Guide to the Galaxy
Per Anhalter durch die Galaxis Poster
Nicht mehr im Kino.
Userwertung (1)
  1. Ø 4
Kritikerwertung (2)
  1. Ø 5

Filmhandlung und Hintergrund

Per Anhalter durch die Galaxis: Fantasievolle Verfilmung des skurrilen britischen Science-Fiction-Kultbuchs von Douglas Adams.

Eben noch war er um sein kleines Häuschen besorgt, das einer geplanten Umgehungsstraße im Wege steht, nun muss Arthur Dent (Martin Freeman aus “The Office”) die Vernichtung des gesamten Planeten durch etwas nassforsche Außerirdische mitansehen. Wenigstens überlebt Arthur den Weltuntergang, weil sich sein alter Kumpel Ford Prefect (Mos Def) ebenfalls als Außerirdischer entpuppt. Außerdem kennt er eine wahrhaft illustre Mitfahrgelegenheit in Richtung Weltall.

Ein britischer Außenseiter namens Garth Jennings erhielt anstatt Ivan Reitman und Spike Jonze den Zuschlag, das originelle und amüsante SciFi-Kultbuch von Douglas Adams in ein ebensolches Hollywoodspektakel zu verwandeln.

Arthur Dent hat einen schlechten Tag: Erst soll sein Haus einer Umgehungsstraße weichen, dann entpuppt sich sein bester Freund Ford als Außerirdischer, und der erklärt ihm auch noch, dass für Mutter Erde das letzte Stündchen geschlagen hat -. Glück im Unglück: Mit Fords Hilfe kann er sich ins All retten – per Anhalter mit dem nächstbesten Raumschiff.

Weit draußen in der Öde der Galaxis kreist eine gelbe Sonne um einen unbedeutenden blaugrünen Planeten – richtig, Mutter Erde! -, der just in dem Augenblick gesprengt wird, in dem Arthur Dent sich anschickt, einen richtig miesen Tag zu haben. Leider bessert sich seine Stimmung auch dann nicht, als ihn Kumpel Ford per Anhalter in einem Raumschiff vor dem sicheren Tod rettet. Was folgt, ist ein haarsträubender Trip zu fernen Planeten und fremden Wesen, auf dem Arthur, man glaubt es kaum, die Liebe entdeckt.

Videos und Bilder

Auf DVD & Blu-ray (1)

Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • ‚The Hitchhikers Guide to the Galaxy’ oder auch ‚Per Anhalter durch die Galaxis’ war schon innerhalb vieler Medien ein großer Erfolg, so war die Produktion eines Filmes nur eine Frage der Zeit. Die Produzenten des Filmes stellen allerdings schon vorab sicher, dass der Film keine 1 zu 1 Übersetzung des Buches ist, so wie es auch auf das Buch und die Radiosendung zutrifft. Allerdings hat der Autor Douglas Adams auch beim Drehbuch mitgearbeitet, so dass das Ergebnis, wenn auch teilweise neu, dennoch nicht verfälscht ist.

    Dies merkt man dem Film deutlich an, er quillt nur so über vor cleveren Ideen und merkwürdigen Handlungsbögen, die jedem Fan der Serie durchaus eine Menge Freude bereiten werden. Aber auch diejenigen, die bisher noch nie auf ‚Hitchhiker’ getroffen sind, werden durch die atemberaubende Geschichte in den Bann gezogen. So macht Kino wirklich Spaß! Was sich auf dem Papier zunächst einfach nur unvorstellbar anhört, wenn man die Zusammenfassung des Filmes liest, funktioniert auf der Leinwand mehr als nur gut.

    Es sind die Details in diesem Film, die begeistern, alle Charaktere sind bis ins kleinste Merkmal gezeichnet und man muss den Film sicherlich mehr als einmal sehen, bis man alle Zitate und Hinweise verstanden hat.

    Ganz zu schweigen von der genialen Besetzung – man gewinnt Martin Freeman als Arthur sofort lieb und identifiziert sich mit ihm. Es ist wirklich ein außergewöhnlich schlimmer Tag für ihn, und zunächst schlurft er noch mit seinem Bademantel mehr staunend als agierend durch die neue Umgebung. Doch irgendwann akzeptiert er diese neue Tatsachengebung und findet sich achselzuckend damit ab, um selbst das beste aus den Dingen zu machen. Was bei der verrückten und schnelllebigen Gesellschaft nicht gerade einfach ist.

    Zooey Deschanel hingegen enttäuscht ein wenig, ihre Performance kommt bei den komischen Momenten nicht ganz auf den Punkt, was sehr schade ist, hat man sie doch in so guter Erinnerung aus ‚Almost Famous’. Dafür sind die Momente zwischen ihr und Arthur umso schöner inszeniert, kleine Ruhepole zwischen den actiongeladenen und schnellen Ortswechseln.

    Besonders muss der depressive Roboter Marvin erwähnt werden, der auch in dieser Umsetzung des Klassikers wieder die Herzen des Publikums im Sturm erobert.

    Es ist ziemlich augenscheinlich, dass die Produzenten dem Film noch eine tiefgehendere Note verleihen wollten, indem sie immer wieder auf die Bedeutung von Umweltschutz eingehen. Eine solche Aussage fällt in diesem Genre selbstredend auf, aber es ist angenehm, dass sie in diesem Falle nicht zu aufgesetzt wirkt.

    Alles in allem kann man diesen Film nur wärmsten empfehlen, ‚The Hitchhiker’s Guide to the Galaxy’ schafft eine cineastische Erfahrung, die man sich bei jedem Kinobesuch wünscht, aber nur äußerst selten bekommt.

    Fazit: Wer das verpasst, ist selbst schuld – anders kann man das gar nicht sagen.
  • Douglas Adams’ Fangemeinde hält schon die Daumen hoch und Handtücher bereit – in gespannter Erwartung dieser Adaption des millionenfach verkauften Science-Fiction-Kultbuchs des 2001 verstorbenen Schriftstellers. Aber auch, wer Slartibartfast von Babelfish nicht unterscheiden kann, kann sich vertrauensvoll in die Hände von Regisseur und Garth Jennings begeben, der als versierter Reiseleiter den Zuschauer gemeinsam mit Arthur Dent, dem Antihelden im Bademantel, nach Vernichtung des Planeten Erde ganz im Adamsschen Sinne durch die Galaxis führt.

    Ursprünglich sollte Ivan Reitman auf dem Regiestuhl Platz nehmen, dann war Jay Roach im Gespräch, dann Spike Jonze. Am Ende fiel Disneys Wahl auf einen Newcomer – den gebürtigen Engländer Garth Jennings, der bei Werbe- und Musik-Clips (u. a. Blurs “Coffee and TV”-Video) bewiesen hat, dass er Spike Jonze näher steht als McG und niemals ohne britischen Humor an die Arbeit geht. Dieser Humor harmoniert hervorragend mit der bestechenden Unlogik der Vorlage, deren Charme vor allem darin besteht, jede Form von Sinn auszuhebeln und die bestehende Ordnung als folgenschweren Irrtum zu entlarven – Verwandtschaft mit anderen britischen Urgesteinen wie den Monty Pythons nicht ausgeschlossen.

    Neben Hollywoods Sam Rockwell und Zooey Deschanel scharen sich um Jennings deshalb vor allem britische Kollegen wie Alan Rickman und Bill Nighy – und last but not least ging die Hauptrolle des ganz gewöhnlichen Erdmännchens Arthur Dent an Martin Freeman, bekannt aus der BBC-Serie “The Office”, der zu Beginn in britischer Verzweiflung zu verhindern versucht, dass sein Haus für eine Umgehungsstraße von Bulldozern platt gemacht wird und sich schließlich in den Pub um die Ecke rettet. Dort eröffnet ihm sein bester Freund Ford Prefect (Rapper Mos Def – der mutigste und gelungenste Besetzungscoup des Films), dass er ein Außerirdischer ist, bestellt erst mal sechs letzte Pints, bevor der gesamte Planet Erde drei Minuten später gesprengt wird und er sich und Dent – per Anhalter mit einem Raumschiff – ins Weltall rettet.

    Bei ihrer anschließenden Odyssee durch unendliche Weiten hält sich Jennings so getreu wie möglich an die Vorlage. Zwischendurch lässt er den “Hitchhiker’s Guide”, das unerlässliche Handbuch, immer wieder als 2-D-Animation aufpoppen und von Stephen Fry vorlesen, um sich die wundersamen Phänomene des Hyperraums erklären zu lassen. Die Reisenden finden sich schon bald an Bord des Raumschiffs “Herz aus Gold” wieder, dem fliegenden Teekessel des überkandidelten galaktischen Präsidenten Zaphod Beeblebrox (Sam Rockwell angemessen hyperaktiv), der von dem paranoiden Androiden Marvin (gesprochen von Alan Rickman, der mit dem chronisch depressiven Roboter für die meisten Lacher sorgt) und Zooey Deschanels temperamentvoller Trillian unterstützt wird. Bei der detailgenauen Gestaltung des außerirdischen Universums vertraut der Film nicht auf ausschließlich gepixelte CGI-Welten, sondern lässt mit Lo-Fi-Charme stets Adams’ philosophische Ader durchscheinen: Bei einem Running-Gag um den “Unendlichen Unwahrscheinlichkeitsdrive” des Raumschiffs verwandelt sich beispielsweise die gesamte Belegschaft in Strickfiguren. Die schrulligen Vogonen, die Sprengung der Erde und die atemberaubende Planetenfabrik sind schlicht beeindruckend.

    “Per Anhalter durch die Galaxis” ist ohne Zweifel einer der komischsten Film des Jahres. Dass das Tempo ein oder zweimal ein wenig hängt, ist verzeihlich, und selbst wenn bisweilen “Das fünfte Element” oder “Brazil” grüßen lassen, ist der liebevoll adaptierte Stoff sowohl visuell als auch in philosophischer Hinsicht absolut originär und beschäftigt sich neben Nonsens durchaus auch mit tieferen Fragen – ungefähr so, als hätte man “I Heart Huckabees” mit 100-Mio.-Dollar-Budget als Science-Fiction-Extravaganz neu verfilmt.

    Puristen mögen über die wenigen dramaturgisch notwendigen Veränderungen zur Vorlage vielleicht murren – hier wurde eine Romanze ergänzt, da ein neuer Charakter (John Malkovichs Space-Prophet Humma Kavala). Aber dafür können die Fans auch Freunde und Verwandte mit ins Kino nehmen, die das Buch nicht gelesen haben und zweifelsohne großen Spaß haben werden – auch wenn sie vorher keine Ahnung von der Bedeutung von Handtüchern hatten, was ein Wal und ein Blumentopf gemein haben und warum man sich für Fisch bedankt. deg.

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