ParaNorman (2012)

ParaNorman Poster
Nicht mehr im Kino.
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Filmhandlung und Hintergrund

ParaNorman: Animationsfilm über einen Jungen, der mit den Toten sprechen kann und seine Stadt von einem alten Fluch befreit.

Norman ist krasser Außenseiter in seiner Schule in der neuenglischen Kleinstadt Blithe Hollow, in deren Geschichte eine Hexe die berühmteste Persönlichkeit ist. Nur der dicke Neill, der genauso gehänselt wird wie Norman, will sein Freund sein. Selbst Normans Vater hält ihn für nicht ganz normal. Denn Norman ist nicht nur ein fanatischer Horror-Fan, sondern er sieht Tote und spricht mit ihnen. Als die puritanischen Gründungsväter sich aus ihren Gräbern erheben und der Zorn der Hexe wiedererwacht ist es genau diese besondere Gabe , die Norman zum Helden macht.

Ein Junge, der mit den Toten sprechen kann, befreit seine Stadt von einem alten Fluch. Originelle Stopmotion-Animation der Macher von “Coraline“, die mit ihrem schwarzen Humor aus dem Rahmen fällt.

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Auf DVD & Blu-ray (2)

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Kritikerrezensionen

  • Meisterhaft animierter Stop-Motion-Grusel, der nicht nur die Wartezeit auf Tim Burtons Frankenweenie verkürzt.
  • Stop-Motion-Animationsfilm über einen Jungen, der mit den Toten sprechen kann. Skurril-sympathischer Coming-of-Age- und Horrorfilm.

    Zombiefilm trifft schwarze Komödie, Coming-of-Age- und satirisch angehauchtes Kleinstadtdrama im zweiten abendfüllenden Film der “Coraline“-Macher Laika. Im ungewöhnlichen Düster-Skurril-Look erweist der mit Liebe fürs kleinste Detail – etwa in der mit kuriosen Horror-Memorabilia vollgestopften Zimmerausstattung des Titelhelden – realisierten Stop-Motion-Film in 3D zwischen Aardman, Tim Burton und Disney etlichen Horrorfilmen Referenz.

    Im Zentrum des wilden Genremix steht jedoch die Geschichte eines Jungen, aus dessen Perspektive erzählt

    wird. Der elfjährige Norman ist gehänselter Außenseiter in seiner Schule in der neuenglischen Kleinstadt Blithe Hollow, in deren Geschichte eine Hexe die berühmteste Persönlichkeit ist. Selbst Normans Vater hält ihn für nicht ganz normal. Denn Norman ist nicht nur ein fanatischer Horrorfan, sondern er sieht wie der Junge in “The Sixth Sense” Tote und spricht mit ihnen – und das bezieht sich nicht nur auf seine verstorbene, liebenswerte Oma. Als die puritanischen Gründungsväter sich aus ihren Gräbern erheben und der

    Zorn der Hexe wiedererwacht, ist es genau seine spezielle Gabe, die Norman zum Helden macht. Dabei ist Norman im skurrilen Figuren-Panoptikum der Kleinstadt noch vergleichsweise normal und natürlich Sympathieträger.

    Hier wird Ekelhumor, etwa wenn Norman versucht, seinem toten Penner-Onkel ein Zauberbuch aus den klammen Fingern zu reißen, ebenso wie Slapstick zelebriert, auch in einer rasant-absurden Autoverfolgungsjagd. Aber die Filmemacher Sam Fell (“Flutsch und weg“) und Chris Butler (“Coraline”) halten vor allem gegen Ende auch eini-

    ges an Dramatik bereit und trotz unkonventioneller Figuren und Look eine klare Message.

    Das handwerklich beeindruckend umgesetzte und inhaltlich mit gelungenen Einfällen nur so vollgestopfte Abenteuer skizzieren die Macher selbst als Kreuzung zwischen John Carpenter und John Hughes, wobei auch dieser Vergleich nicht 100-prozentig passt, entzieht sich “Paranorman” doch gängigen Kategorien. hai.
  • Vampir- und Zombiefilme, Mystery- und Horrorgeschichten sind ja eher etwas für ein Publikum ab dem Jugendalter. Der Animationsfilm „ParaNorman“ mit seinem elfjährigen Hauptcharakter aber erzählt eine Schauergeschichte mit Untoten und Geistern für Kinder. Während Gespenster- und Gruselgeschichten in Taschenbuchform bei Kindern im Schulalter schon immer beliebt waren, kommen Filme mit halb skelettierten Toten, die herumtaumeln und ihre Gliedmaßen verlieren, im Fernsehen nach 22 Uhr und sind für Zuschauer unter 16 Jahren nicht geeignet. Aber „ParaNorman“ ist nicht „Shaun of the Dead“, hier sind die Protagonisten Stop-Motion-Figuren, puppenähnliche Kreaturen mit karikierten Formen und Gesichtern. Und dadurch werden irgendwie auch die Zombies unter ihnen niedlicher, verweisen deutlicher auf ihre Herkunft aus dem Reich der Fantasie.

    Norman ist ein schmächtiger, sehr ernst blickender Junge mit steil aufgerichteten Haaren und abstehenden Tellerohren. Er sieht immer nur die schlimmsten Filme im Fernsehen, an der Seite seiner Oma. Aber die ist ja auch tot und für alle außer Norman unsichtbar, und deswegen haben Normans Eltern ihm verboten, mit ihr zu sprechen. Wenn der Junge morgens in die Schule geht, grüßt er überall Geister, die nur er sieht, auf der leeren Straße. Er hat eine besondere Gabe, aber den meisten Menschen gilt er nur als Spinnert. Sein Zimmer ist mit einer Totenkopftapete dekoriert und der Wecker, eine skelettierte Hand, die sich aus einem kleinen Grab erhebt, ächzt und stöhnt wie unter Schmerzen.

    Ein witziger, ironischer Ton begleitet die ganze Geschichte, selbst als die Zombies anrücken, gibt es eine Menge Gags aus dem ganz normalen Leben zu erzählen: Ein Mann steht gerade am Snack-Automaten und wartet, dass eine Tüte mit der Aufschrift „Greasy Pieces“ herausgeschoben wird – und gerät mächtig unter Druck, denn die Zombies nähern sich ihm schneller. Normans menschliches Umfeld besteht aus Typen, wie sie jeder kennt: Die große Schwester Courtney quasselt dauernd am Handy, sie verguckt sich in Mitch, ein Muskelpaket, das nur Hanteltraining im Sinn hat, und in der Schule gibt es den Rüpel Alvin, der Norman mobbt, und den dicken Neil, der sein Freund sein will.

    Die britischen Regisseure Sam Fell und Chris Butler inszenieren für das amerikanische Animationsstudio Laika, das auch „Coraline“ produziert hat, im Grunde eine konventionelle Geschichte: Der Außenseiter, den fast alle schmähen, wird zum anerkannten Helden. Aber wenn sie dem Hexenfluch auf den Grund gehen, betreiben sie auf überraschende Weise Vergangenheitsbewältigung. Anstatt die Hexe zu dämonisieren, lassen sie sie zu einem menschlichen Opfer schrumpfen, wie es hinter jeder realen Hexenverfolgung der Geschichte steckte. Die humane Botschaft, die über die geistigen Hintergründe des Glaubens an Hexen und Untote aufzuklären versucht, mischt sich mit der Gruselspannung des Films. Denn das verurteilte Hexenmädchen von einst ist gleichzeitig eine bedrohliche, violett und neongrün leuchtende Fratze am Himmel, die Geister und die Zombies bevölkern keineswegs nur Normans Fantasie.

    Dieser Film ist erst die dritte Stop-Motion-Animation in 3D nach „Coraline“ von 2009 und nach Aardmans „Die Piraten – Ein Haufen merkwürdiger Typen“ von 2012. Die düstere, gruselige Szenerie im dichten Wald, am Friedhof, in den wenig anheimelnden Straßen oder in dem heruntergekommenen alten Haus, in dem die Leiche von Normans Onkel liegt, ist visuell überzeugend gestaltet. Die Komik der Dialoge und die unbeschwerte Begleitmusik lockern die Bilder auf und schaffen zusammen mit ihnen eine schaurig-spaßige Atmosphäre.

    Fazit: Der witzig-düstere Animationsfilm „ParaNorman“ verbindet Hexen- und Zombiegrusel für größere Kinder mit einer aufklärenden und versöhnlichen Botschaft.
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Darsteller und Crew

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