Orphan - Das Waisenkind (2009)

Originaltitel: Orphan
Orphan - Das Waisenkind Poster
Nicht mehr im Kino.
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Filmhandlung und Hintergrund

Orphan - Das Waisenkind: Horrorthriller um ein teuflisches Waisenkind.

Kate und John wollen ein Mädchen adoptieren nachdem das dritte Kind des Paares totgeboren wurde. Sie nehmen die neunjährige, sehr höfliche Esther zu sich, die von sich behauptet, “anders” zu sein als andere Kinder. Als die Chefin von Esthers Waisenhaus stirbt, beginnt ein Verdacht in Kate zu keimen, wie anders Esther wirklich ist.

Kate erleidet eine traumatische Fehlgeburt, was sie in Folge mit der Adoption eines dritten Kindes kompensieren will. Sie hat schon einen Sohn und eine Tochter, die aber taub ist. Mit ihrem Mann John einigt sie sich, die neunjährige Esther zu adoptieren. Das stets adrett mit Kleidern der Jahrhundertwende angezogene kleine Mädchen sagt von sich selbst, dass es “anders” als andere Kinder sei. Und dies stellt sich bald als wahr heraus. Denn Esther beginnt, ihr wahres grausames Gesicht zu offenbaren und steigert sich in einen Mordrausch.

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Kritikerrezensionen

  • Kinder-Horror, nur für Erwachsene: „Orphan“ ist glaubwürdig, clever und sehr, sehr fies.
  • Psychologischer Horrorthriller um ein diabolisches Waisenkind, das meisterhaft manipulierend eine böse Saat in ihrer neuen Adoptivfamilie ausstreut.

    Bei dem atmosphärisch dichten Horrordrama handelt es sich um die zweite Regiearbeit von Jaume Collet-Serra, der seit seinem Debüt “House of Wax” hinsichtlich Storyaufbau und Spannung einiges dazugelernt hat. Der gebürtige Spanier arbeitet dafür mit einem Drehbuch von David Johnson. Der Skriptnovize empfiehlt sich mit einer nuancierten Story, in der sich Schockmomente, falsche Fährten und Hintergrundgeschichte unterhaltsam die Waage halten. Auch bei der Figurenzeichnung wurde für das Genre eine ungewöhnliche Bandbreite verwendet, insbesondere was die teuflisch durchtriebene Titelfigur Esther (Isabelle Fuhrmann) und ihre von inneren Dämonen gebeutelte Adoptivmutter Kate (Vera Farminga aus “Departed”) betrifft.

    Letztere erleidet im Prolog eine traumatische Fehlgeburt, was sie in Folge mit der Adoption eines dritten Kindes kompensieren will. Sie hat schon einen Sohn (Jimmy Bennett aus “Hostage”) und eine Tochter, die taub ist (Aryana Engineer, die tatsächlich nicht hören kann). Mit ihrem Mann John (“Jarhead” Peter Sarsgaard) einigt sie sich, die neunjährige Esther zu adoptieren, die ausgesprochen höflich ist. Das stets adrett mit Kleidern der Jahrhundertwende angezogene kleine Mädchen mit osteuropäischem Akzent sagt von sich selbst, dass es “anders” als andere Kinder sei. Und dies stellt sich bald als wahr heraus. Denn Esther beginnt, ihr wahres grausames Gesicht zu offenbaren, wobei das kaltblütige Töten einer verletzten Taube nur der Anfang ist. Denn tatsächlich ist sie ein ausgekochter Satansbraten, der weder vor Brandstiftung noch Mord halt macht. Kate schöpft Verdacht und versucht sich zur Wehr zu setzen. Doch Esther ist mit allen Wassern gewaschen und bringt die ehemals mit einem Alkoholproblem kämpfende Kate mit falschen Anschuldigungen in Teufelsküche. Das Fundament der ohnehin angeknacksten Familie droht völlig aus den Angeln gehoben zu werden. Das Finale wartet schließlich mit einem überraschenden Schlusstwist auf.

    Verlorene Unschuld und nagende Schuldgefühle bilden die grundlegenden Themen in diesem Psychothriller im Horrorgewand. Am beeindruckendsten ist an dieser insgesamt grundsoliden Genreunterhaltung die schauspielerische Leistung von Fuhrmann, die es in punkto Bösartigkeit mit Damien aus “Das Omen” aufnehmen kann. ara.
  • Zu keinem Zeitpunkt zeichnete sich die „Dark Castle“-Horroreihe von Blockbuster-Produzent Joel Silver durch sonderliche Originalität und Innovation aus. Stets jagen Silver und seine Co-Finanziers (darunter einst Robert Zemeckis und Gilbert Adler) populäre Gruselstoffe durch die Effektschmiede, wobei häufiger eine viel versprechende Ausgangssituation verspielt wird. Bei „House of Wax“, vermutlich Tiefpunkt der unregelmäßig hergestellten Serie, überzeugte dagegen einzig das dramatische Finale mit dem schmelzenden Wachsgebäude.

    Im Vergleich dazu ist „Orphan“, mit dem Silver und Regisseur Jaume Collet-Serra ihre Zusammenarbeit fortsetzen, ein deutlicher Fortschritt - allerdings nicht das Grusel-Highlight, als das es bei vielen Genrefans gehandelt wird. Dafür wurde die Grundidee vom teuflischen Kind schon zu oft durchgekaut, und der Thriller bleibt bewährten Schockeffekten und vorhersehbaren Wendungen verhaftet. Wenn etwa zu Beginn der obligatorische Badezimmerspiegel aufgeklappt wird, steht natürlich Sekunden später eine weitere Person hinter dem Protagonisten.

    Das heißt nicht, dass es der Albtraumvision vom verdorbenen Sonnenschein, welches das Familienglück zuerst durch kalkulierte Manipulationen und später physische Gewalt aus dem Lot bringt, an wirkungsvollen Spannungsmomenten mangelt. Die verschneite kanadische Schneelandschaft und eine überzeugenden Darstellerriege unterstützen die sinistre Atmosphäre um die Intrige eines sadistischen Teufelsbratens, der vor allem die störende Mutter, eine Ex-Alkoholikerin, aus dem Weg räumen will.

    Vera Farmiga wiederholt hier ihre Rolle als gestresste, unglückliche Erzieherin aus dem leider untergegangenen „Joshua“. Gerade im Vergleich zu diesem wesentlich subtileren, hintergründigen kleinen Schocker kann die simple Dramaturgie von „Orphan“ nicht bestehen. Dazu kommen einige Ungereimtheiten wie das lange Stillschweigen und die erzwungene Komplizenschaft der Geschwister, die einfach zusehen, wie das neue Familienmitglied die Eltern ins Verderben stürzt.

    Allerdings fällt die finale Wendung, eingeleitet durch einen Gastauftritt von Dauerschurke Karel Roden („Hellboy“) als Arzt, tatsächlich recht überraschend aus, was die überlange Schauermär doch ganz akzeptabel erscheinen lässt. Wer jedoch beim finalen Zweikampf im Coleman-Haus nicht erwartet, dass die offenbar zur Strecke gebrachte Esther wieder aufersteht, hat die letzten zwanzig Jahre keinen aktuellen Horrorfilm gesehen.

    Fazit: Konventioneller Gruselthriller um ein nur scheinbar unschuldiges Adoptivkind, gerettet von einer cleveren Schlusswendung.
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News und Stories

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