Oi! Warning (1999)

Oi! Warning Poster
Nicht mehr im Kino.
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Filmhandlung und Hintergrund

Oi! Warning: Packendes Jugenddrama, aggressive Skinhead-Tragödie, stimmungsvolle Punk-Elegie und brutaler Proll-Konflikt mit Todesfolge.

Janosch flieht vor seiner Glucken-Mutter zu seinem Idol, dem Skin, Kickboxer und Oi-Konzerte-Abtänzer Koma und quartiert sich bei ihm am Dortmunder Stadtrand ein. Er wird in die Skin-Szene eingeführt, lernt aber auch den netten Punk Zottel kennen und lieben. Schließlich muss er sich zwischen Koma und Zottel entscheiden.

Der junge Janosch findet es bei seiner extrem fürsorglichen Mutter sterbenslangweilig und flieht eines Tages zu seinem alten Schulkameraden Koma nach Dortmund. Dieser ist inzwischen Skin, Kickboxer und Oi-Konzerte-Abtänzer. Koma kann einen Bewunderer wie Janosch ganz gut gebrauchen und lässt ihn bei sich wohnen. Doch dann lernt Janosch den liebenswert-chaotischen Punk und Feuerschlucker Zottel kennen und lieben. Als er sich schließlich für Zottel und gegen Koma entscheidet, hat dies furchtbare Konsequenzen.

Janosch findet sein Idol in dem überzeugten Skin Koma. Als er den chaotischen Punk Zottel kennen und lieben lernt, kommt es zur Tragödie. Packendes Jugenddrama.

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Einer der besten deutschen Debütfilme der letzten Jahre, der erst eine Filmfestival-Auszeichnungskarriere brauchte, um verdient in die Kinos zu kommen, ist “Oi! Warning” packendes Jugenddrama, aggressive Skinhead-Tragödie, stimmungsvolle Punk-Elegie und brutaler Proll-Konflikt mit Todesfolge. Seine kontrastreiche und ästhetisch gemeisterte Schwarz-Weiss-Fotografie lädt den fiebrigen Film mit einer hyperrealistischen Kraft auf und schafft Bilder, die visionär sind und, auch wenn sie an den frühen Fassbinder und den Underground-Filmer Kenneth Anger erinnern, sich erfolgreich von den filmhistorischen Größen abheben, um eigenständig wirken zu können.

    Die Brüder Dominik und Ben Reding machen aus der Region am Rande von Dortmund eine Landschaft, die die rauhen Verhaltensweisen der männerbündischen Tattoo-Freaks und schnellen Zuschläger als seelisches Karst-Gebirge kongenial einfängt. Dorthin flieht der junge Janosch (Sascha Backhaus) vor der Glucken-Mutter, um sich bei seinem Idol, dem Leib-und-Seele-Skin, Kickboxer, Biertrinker und Oi-Konzerte-Abtänzer Koma (Simon Goerts) einzuquartieren. Komas wasserstoffperoxydblonde Freundin Sandra (Sandra Borgmann, “Im Juli”) erwartet Zwillinge, hat eigentlich die Nase voll von Komas geheimer Burg am Baggersee, wo Waffen und Ikonen 30 Jahre Skinhead-Geschichte erzählen. Der seine Identität suchende Janosch wird Skin wie Koma, von der hübschen Blanca (Britta Dirks), die ihn domestizieren will, entjungfert, hat sein schwules Commig Out mit dem Feuerschlucker-Punk Zottel (Jens Veith) und muss sich in einem flammenden Inferno zwischen Zottel und Koma entschieden.

    Den Redings gelingt dabei das Kunststück, eine mit Vorurteilen belastete Szene ohne moralinsaure Belehrung in all ihren Ritualen und Eigenheiten mit fesselnden Kinohelden zu etablieren, wobei ihnen der Verzicht auf neonazistisches Gedankengut geholfen hat. Denn in ihrer pur nihilistischen Existenz werden die Skins transparent und autonom zugleich. Der Gefahr der Heldenverehrung entgehen sie durch ihre ästhetische Verfremdung und die rasant düstere Story, die mit einigen gelungenen Wendungen (Sandras Rolle bei der Entsorgung von Komas Schrein, Zottel als lieber Tabaluga-Puppenspieler, Janosch als bis zur letzten Sekunde Unentschiedener) aufwartet und die Spannung hält. Für Programmkinos ein idealer Reizstoff. ger.

Darsteller und Crew

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