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Nix zu verlieren (1997)

Originaltitel: Nothing to Lose
Nix zu verlieren Poster
Nicht mehr im Kino.
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Filmhandlung und Hintergrund

Nix zu verlieren: Turbulente Roadmovie-Komödie um einen betrogenen Ehemann, der mit einem unfreiwilligen Partner auf Rachefeldzug geht.

Als er glaubt, seine Frau in flagranti mit seinem Chef erwischt zu haben, dreht Werbefachmann Nick durch und setzt zur Amokfahrt in seinem Jeep an. Da kommt ihm der schwarze Gelegenheitsgauner T. Paul gerade recht, der Nick um seine Brieftasche bringen will. Mit T. an Bord düst Nick Richtung Wüste – der Beginn einer gemeinsamen Odyssee, bei der die beiden sich entschließen, bei Nicks Chef einzubrechen.

Nick Beam ist beruflich erfolgreich und glücklich verheiratet – denkt er jedenfalls. Als er jedoch eines Tages verfrüht nach Hause kommt, ertappt er seine Frau beim Sex mit seinem Boß. Außer sich vor Wut, setzt der Werbekaufmann sich ins Auto und rast davon. Da wird er an einer roten Ampel auch noch von dem Kleingangster T. Paul überfallen. Nick gerät vollkommen außer Kontrolle und jagt mit seinem Beifahrer mitten in die Wüste von Arizona. Dort überredet Nick Paul, doch zusammen mit ihm bei seinem Chef einzubrechen…

Turbulente Roadmovie-Komödie um einen betrogenen Ehemann, der mit einem unfreiwilligen Partner auf Rachefeldzug geht.

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • 15 Jahre nachdem “Nur 48 Stunden” die Blaupause für die actionorientierte Buddy-Komödie schuf, erlebt das letzthin erschöpft scheinende Subgenre mit einer weiteren Schwarz-Weiß-Kombination gutgelaunte Mini-Renaissance: Als “seltsames Paar” schlagen sich “Bad Boy” Martin Lawrence und Tim Robbins mit verblüffend erfolgreichem Resultaten durch ein haarsträubendes Wahnsinns-Szenario, in dem sich Wortwitz, Slapstick und Situationskomik jenseits jeglicher Wahrscheinlichkeit zu einem unablässigen Pointengewitter vereinen. Zu recht darf Buena Vista hoffen, mit dem pfiffigen Roadtrip von Steve Oedekerk (Regie/Drehbuch “Ace Ventura – Jetzt wird’s wild”, Drehbuch “Der verrückte Professor”) einen Sleeperhit an der Hand zu haben.

    Verblüfft hatte man im Vorfeld noch registriert, daß Tim Robbins seiner Weltklasse-Regieleistung “Dead Man Walking” eine vermeintlich hirnlose Kumpelkomödie folgen läßt – zu allem Überfluß an der Seite des schlimmen Fingers Martin Lawrence, der während der Dreharbeiten für Negativ-Schlagzeilen gesorgt hatte, als er im Drogenrausch auf offener Straße mit einer unregistrierten Waffe herumfuchtelte.

    Dem Film sind Spannungen jedweder Art nicht anzusehen. Im Gegenteil: Im gleichen Maße, in dem das Vorbild “Nur 48 Stunden” Inhalte und Archetypen des Kinos der frühen achtziger Jahre in einen packenden Policier kanalisierte, in dem ebenso scharf geschossen wie gequatscht wurde, holt “Nichts zu verlieren” aus zum gnadenlosen Rundumschlag, in dem hinter zahllosen verrückten Situationen ein gewisses soziales Sendebewußtsein lauert und, wie es sich für unsere Zeit gehört, nichts und niemand so ist, wie es zunächst scheint. Regisseur Oedekerk bringt Robbins und Lawrence als gehörnten Yuppie und verzweifelten Gelegenheitsgauner zusammen und läßt sie bei einer gemeinsamen Odyssee durch das amerikanische Hinterland Abenteuer erleben, die sich in ihrer Absurdität zunehmend steigern und die beiden zu einem eingeschworenen Team zusammenschweißen. Als die beiden sich schließlich entschließen, bei Robbins’ Chef einzubrechen, von dem Robbins glaubt, er sei der Liebhaber seiner Frau, ist das erst der Beginn einer Tour de Force der Irrungen und Verwicklungen. Eine Anzahl von kunterbunten Neben- und Randfiguren – darunter zwei gesuchte Schwerverbrecher (Giancarlo Esposito und John C. McGinley als Yang zu Robbins’ und Lawrence’ Yin), eine schlagkräftige Schwiegermutter, ein tanzfreudiger Polizist – sorgen für Lacher, wenn die beiden Hauptdarsteller kurz die Zügel schleifen lassen. Kurz, wohlgemerkt: Das dynamische Duo hat sichtlichen Spaß, jede sich bietende Chance für neue Albernheiten zu nutzen. Ein unkonventioneller Faustkampf, beabsichtigte und unbeabsichtigte Raubzüge durch Tankstellen und Supermärkte und vor allem eine grandiose Cliffhanger-Sequenz, in der Lawrence buchstäblich auf dem Grat zwischen Leben und Tod balanciert, sind dabei die Höhepunkte einer Komödie, die ihr Genre nicht unbedingt neu erfinden will, dafür aber alle bewährten Zutaten gewinnbringend einsetzt, um als eine Art “Best of”-Spaß, angesiedelt zwischen Power-Späßen à la “Ein Ticket für Zwei” und Warners “Loony Tunes”-Comics, von der ersten bis zur letzten Minute zu unterhalten: Für einen Lacher setzt “Nichts zu verlieren” gerne auch einmal seine Glaubwürdigkeit aufs Spiel. Kein Problem, bei diesen Stars: Tim Robbins überzeugt mit jungenhaftem Charme, während Martin Lawrence mit seinem losen Mundwerk beweist, daß sein “Bad Boys”-Kollege Will Smith seit “ID4″ und “MIB” beim Publikum zu Unrecht die Nase vorn hat: Der einstige Sitcom-Star liefert die womöglich lustigste Vorstellung eines schwarzen Komödianten seit Eddie Murphy in “Nur 48 Stunden” von der Leine gelassen wurde. ts.

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