Nichts zu verzollen (2011)

Originaltitel: Rien à declarer
Nichts zu verzollen Poster
Nicht mehr im Kino.
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Filmhandlung und Hintergrund

Nichts zu verzollen: In seiner neuen bissigen Komödie spielt Dany Boon mit nationalen Vorurteilen und lässt französische und belgische Grenzbeamte aufeinander los.

An der französisch-belgischen Grenze pflegen die Zöllner kurz vor dem Schengener Abkommen noch in kleinen Scharmützeln gegenseitige Vorurteile, insbesondere der frankophobe Ruben Vandevoorde mit Mathias Ducatel. Nach einer schlagkräftigen Kontroverse müssen die beiden Streithähne gemeinsam zum mobilen Patrouillendienst. Nach dem Hochtunen ihres R4s gelingt es dem Duo, Drogenkuriere abzufangen. Ihre beginnende Freundschaft geht in die Brüche, als Ruben von der Affäre Mathias’ mit seiner Schwester Wind bekommt.

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Auf DVD & Blu-ray (2)

Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Regisseur und Drehbuchautor Dany Boon bleibt seinem Erfolgsrezept aus „Willkommen bei den Sch´tis“ treu. Auch die Komödie „Nichts zu verzollen“ spielt in einem ländlichen Gebiet weit im Norden Frankreichs, in dem die Uhren ein wenig anders laufen. Mit Fremden hat man hier wenig Kontakt, auch nicht mit den belgischen Nachbarn. Ende 1992, kurz vor dem Wegfall der Grenzkontrollen, möchte der belgische Zollbeamte und Nationalist Ruben Vandevoorde sein Land am liebsten gegen alle „Camemberts“ abschotten, wie er die Franzosen im fiktionalen Grenzort Courquain, natürlich auch die Kollegen vom französischen Zoll, gerne nennt.

    Und wie in „Willkommen bei den Sch´tis“ geht es auch hier um einen Mann, der ein peinliches Versteckspiel zwischen Privatleben und Beruf treibt. Dany Boon, der bei den „Sch´tis“ der Postbote von Bergues war, spielt hier den französischen Zöllner Mathias Ducatel, der seit einem Jahr heimlich mit der Belgierin Louise Vandevoorde liiert ist. Damit die Beziehung eine Chance hat, versucht es Mathias ihrem Bruder gegenüber schließlich mit Nachgiebigkeit. Er will Vandevoordes Vorurteile durch freundschaftliche Annäherung abbauen und meldet sich freiwillig als dessen Partner für die mobile Zollbrigade.

    So warten der Belgier und der Franzose alsbald auf kleinen Straßen zwischen den Feldern, um stichprobenartig Fahrzeuge anzuhalten. Pech nur, dass die Autofahrer nicht mitmachen und der klapprige R4, den die klammen Behörden für das „internationale Experiment“ zur Verfügung gestellt haben, zur Verfolgungsjagd nicht taugt. Aber die gemischte Zweierbrigade weiß sich zu helfen und ist bald schneller unterwegs als ein Ferrari. Mathias´ Laune bessert sich, als wäre er ein Polizist in einem Hollywoodfilm, und er übt gleich den entsprechenden, wiegenden Gang.

    Boon hat für die Figuren passend zu ihrer Landeszugehörigkeit französische und belgische Schauspieler ausgesucht. Der belgische Komiker Benoit Poelvoorde stellt den grimmigen Vandevoorde dar, Karin Viard spielt die Restaurantbesitzerin Irène, während Louise von der Newcomerin Julie Bernard dargestellt wird. In der deutschen Synchronisation erhalten die französischsprachigen Belgier einen ziemlich depperten Fantasieakzent mit langgedehnten Vokalen. Aber das komische Spiel mit scheinbar unbedarften Provinzlern und ihren merkwürdigen Eigenschaften funktioniert auch diesmal. Boon lässt sich dafür außer der gepflegten Grenz-Feindschaft auch noch andere Späße einfallen, wie die Umstellung auf EDV in der französischen Zollbehörde oder ein paar gestresste Drogenschmuggler, die Probleme mit der Rechtschreibung haben.

    Während Mathias und die meisten anderen Zöllner eher gutmütige und vernünftige Charaktere sind, ist Vandevoorde, zumal wenn er seine Dienstwaffe zückt, eine Gefahr für seine Umgebung. Mit dieser überspitzt gezeichneten Figur riskiert Boon schon mal, bis an die Grenzen des Komischen zu gehen, „um den ganz normalen Fremdenhass zu zeigen“, wie er sagt. Zur Belustigung des Publikums ist dieses in jeder Gesellschaft anzutreffende Phänomen in „Nichts zu verzollen“ jedoch zum anachronistischen Krieg der Gartenzwerge verkleinert. Boons Erkundungen in der abgelegenen Provinz sind auch diesmal ein origineller Spaß voller Lokalkolorit und Leben.

    Fazit: Witzige französisch-belgische Provinzkomödie von und mit Dany Boon im Stil von „Willkommen bei den Sch´tis“.
  • Grenzenlos komisch: Wer bei den “Sch’tis” lachte, wird bei Dany Boons Zöllner-Komödie brüllen.

    Multitalent Dany Boon ist nicht zu stoppen: Willkommen an der französisch-belgischen Grenze heißt es jetzt, und da sehen die Einwohner von Courquin schweren Zeiten entgegen. Es drohen so kriminelle Beschlüsse wie das Schengener Abkommen und damit das Ende der stationären Grenzkontrollen. Eine grässliche Vorstellung für die Zöllner. Noch schlimmer finden die Herren in Uniform, dass sie nun gemeinsam arbeiten müssen. Welten prallen aufeinander. Und ausgerechnet der belgische Hardliner Ruben soll mit seinem gallischen Gegenspieler Ducatel im mobilen Patrouillendienst Drogendealer jagen. Nach den ersten Kämpfen raufen sich die beiden zusammen, während sie mit dem hochgetunten R4 durch die Gegend touren. Doch dann kriegt der belgische Frittenfresser heraus, dass der “Camembert” seit einem Jahr mit seiner Schwester liiert ist, die sich nicht traut, ihrer Familie das Verhältnis zum “Feind” zu beichten. Da ist Schluss mit Freundschaft! Drei Jahre nach “Willkommen bei den Sch’tis” begeisterte diese neue und äußerst bissige romantische, von sympathischen Verlierern und fairen Gewinnern bevölkerte Erfolgskomödie in Frankreich schon über neun Millionen Besucher. Kein Wunder bei der Riesen-Ansammlung von absurden Späßen, rasanter Action und wunderbarem Slapstick. Natürlich ist Stand-up-Comedian Dany Boon als französisches Schlitzohr wieder mit von der Partie und streitet sich mit dem frankophoben Knochen Benoit Poelvoorde, dass die Fetzen fliegen. Zwei Super-Cops, die mit überschäumenden Sprachwitz und feiner Ironie versuchen, den anderen auszuschalten. Tempo, Gags und Buddys: gute Laune ist garantiert.

Darsteller und Crew

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