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Naqoyqatsi (2002)

Naqoyqatsi Poster
Nicht mehr im Kino.
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Filmhandlung und Hintergrund

Naqoyqatsi: Abschluss der von Steven Soderbergh produzierten dreiteiligen Dokumentation über die künstlerische Verschmelzung von Musik und Bild.

Das zerstörerische Wirken der Spezies Mensch an Beispielen unberührter Natur und den Errungenschaften der Zivilisation. Ein Kaleidoskop aus mannigfaltigen Impressionen entrollt sich vor dem Auge des Betrachters: Symbole, Codes, Nachrichtenschnipsel und Töne verbinden sich zu einer Sinfonie des Untergangs. Ein frühes Bild zeigt den Turmbau zu Babel, Symbol für ein Kommunikationsgewirr, das durch neue Bild- und Digitalmedien weitergeführt wird.

Komplexe Verschmelzung von Ton und Bild. “Naqoyqatsi” ist nach “Koyaanisqatsi” (1983) und “Powaqqatsi” (1988) der dritte und finale Beitrag zu Godfrey Reggios zivilisationskritischer “qatsi”-Trilogie. Steven Soderbergh produzierte, Philip Glass (“Kundun”) liefert den Soundtrack.

Als Abschluss einer künstlerischen Trilogie, die eine Verschmelzung von Musik und Bild vornimmt, entfaltet sich hier erneut getragen von der Musik von Philip Glass als Leitthema die Zerstörung der Natur durch die Technologie und die Ursprünge des kriegerischen Verhaltens des Menschen.

Videos und Bilder

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Da “Sprache wohl nicht länger die Welt beschreiben kann, in der wir leben”, entwickelte Godfrey Reggio einen assoziativen Filmstil jenseits der Worte, der Bilder mit Musik verwebt und ihn 1976 über Nacht berühmt machte. Nach “Koyaanisqatsi” und “Powaqqatsi” schließt der renommierte, vielfach preisgekrönte Autor, Regisseur und Produzent nun mit “Naqoyqatsi” seine künstlerische Trilogie ab. Das Fehlen echter Handlung und der bewusste Verzicht auf das gesprochene Wort macht die breite Auswertung dieser faszinierenden experimentellen Dokumentation wohl schwierig.

    Godfrey Reggio zum Dritten. Altbekannt, altbewährt. Auch diesmal bezieht sein visueller Essay den Titel aus der Sprache der Hopi-Indianer. Wörtlich übersetzt bedeutet “Naqoyqatsi” entweder “ein Leben gegenseitigen Tötens” oder “Krieg als Form des Leben”. Frei interpretiert, könnte/müsste man also von “kultivierte Gewalt” sprechen. Die beschwört der Filmemacher, der 14 Jahre in einem katholischen Orden mit Schweigen, Fasten und Beten zubrachte, mittels außerordentlich poetischer, manchmal kontemplativer, manchmal erschreckender Bilder und eindringlicher Musik. Die besorgte wieder – und wie immer kongenial – der Elektronik-Minimalist Philip Glass, der für einige wunderbare Soli vom Cello-Virtuosen Yo-Yo Ma unterstützt wird.

    Es geht um den destruktiven Einfluss moderner Technologien auf Natur, Alltagsleben und die Zukunft der Menschheit. Da stürzen gewaltige Wellen auf einen zu, rasen Sternschnuppen über das Firmament, mühen sich Olympioniken über die Tartanbahn und verdunkeln Atompilze den Himmel. Hart dagegen geschnitten grüßt grün auf schwarz (oder ist es anders herum?) die Matrix, blitzen atemlos schnelle Werbespots auf und flimmern altbekannte, grauenerregende Nachrichtenbilder über die Leinwand. Dazwischen: Bildinstallationen – von Adolf Hitler, Elton John, Osama bin Laden, Arafat, Mandela, George W. Bush sowie namenlosen Erdbürger, die milde und in Zeitlupe auf den Zuschauer herablächeln.

    Ein elegisches, esoterisches Gesamtkunstwerk, eine hintersinnige Zivilisationsphilosophie in Form einer Non-Stop-Collage, furios montiert, emotional fesselnd, und zum Nachdenken anregend. Film als Kunstform, sicherlich nicht leicht zugänglich, nicht leicht zu vermarkten, aber, wenn man sich darauf einlässt, höchst unterhaltsam – und verstörend.

    Ging es in ersten Teil der “Qatsi”-Trilogie um den Missbrauch der Welt durch den Menschen, im zweiten um den Einfluss der modernen Welt auf das Leben der Menschen, entwirft der Kinovisionär Reggio nun die Fantasie einer Welt, die nach dem Bildnis des neuen Göttlichen erschaffen wurde – dem Computer. Dem ist eigentlich in Zeiten von Microsoft und “Matrix” nichts hinzuzufügen. geh.

Darsteller und Crew

News und Stories

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