My Soul to Take (2010)

My Soul to Take Poster
Nicht mehr im Kino.
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Filmhandlung und Hintergrund

My Soul to Take: Horrorthriller von Wes Craven über einen untoten Serienmörder, der in einer Kleinstadt sieben Kinder mit demselben Geburtsdatum töten will, an dem er seinerzeit beerdigt wurde.

Die Legende besagt, dass ein Serienmörder in dem Städtchen Riverton geschworen hat, eines Tages von den Toten aufzuerstehen, um die sieben Kinder zu ermorden, die am Tag seines Todes geboren wurden. 16 Jahre später scheint er seine grausige Prophezeiung wahrzumachen. Nur eines der Kinder kann der Wahrheit auf die Spur kommen: Adam ist der Sohn des Mörders, der am Tag von Adams Geburt verrückt wurde. Schnell wird dem Jungen klar, dass sich sein Vater in einem der sieben Kinder eingenistet hat, womöglich sogar in ihm selbst.

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Kritikerrezensionen

  • In den letzten Jahren verlegte sich Horrorpapst Wes Craven stärker auf die Co-Produktion von Remakes früherer Erfolge wie „The Hills have Eyes“ oder „Last House on the Left“. Seine erste Regiearbeit nach vier Jahren (abgesehen von einem Segment des Episodenfilms „Paris, je t’aime“) nach eigenem Skript erinnert allerdings daran, dass der Spezialist des Schreckenskinos in seiner langen Karriere keineswegs nur gelungene Werke vorlegte. Trotzdem hätte man etwas mehr erwarten können als einen wenig aufregenden Teenie-Slasher. Alles hat man schon einmal – teils bei Craven selbst – besser gesehen.

    Zwar wirkt der Prolog mit der Verfolgung des „Riverside Rippers“, der sich im Körper eines bislang harmlosen Familienvaters manifestiert, schon reichlich absurd, aber noch einigermaßen fesselnd. Niemals wird jedoch eine Zeile darüber verschwendet, ob der Täter nur schlicht verrückt war oder ob es sich bei dem Phantom etwa um eine alte Legende handelt. Gleich zu Beginn segnet mit Harris Yulin („Training Day“, „Fell“) als Dr. Blake schon das einzig vertraute Gesicht das Zeitliche. Bei der restlichen Besetzung handelt es sich weitgehend um unbekannte Jungdarsteller, die reihum nicht im Gedächtnis haften bleiben. Ebenso einfallslos wirkt die spätere Maske des Rippers, unter der er 16 Jahre später seine blutigen Untaten fortführt. Eigentlich hätte Schockrocker und Horrorregisseur Rob Zombie die Produktionsfirma für das „Borgen“ seines charakteristischen Outfits verklagen sollen.

    Offenbar fuhr des Killers Geist in den Körper eines Neugeborenen, wozu Craven die Seelentauschidee aus „Schocker“ recycelte – ebenfalls nicht gerade eines seiner Meisterstücke. Fortan wird der innerlich zerrissene Jugendliche Bug Heller von Alpträumen und plötzlichen Auftritten unlängst Verblichener gepeinigt, was an die „Nightmare“-Serie erinnert. Allerdings wäre Bug doch eine zu offensichtliche Wahl für die Ripper-Identität, wobei sich dessen tatsächliche Entlarvung später als mäßig überraschend erweist. Zuvor schlägt der Dämon noch in Bugs Heim zu, was man zur Güte aus den „Scream“- und „Red Eye“-Hetzjagden kennt. Auch der restliche Plot kommt nicht ohne Stereotypen und Unglaubwürdigkeiten aus. Mit Vorliebe halten sich Bugs Freunde und Gegenspieler wie die arrogante Cliquenanführerin, der schnöselige Footballstar oder die religiöse Außenseiterin an abgelegenen Orten auf, wo ein möglicher Anschlag zum Kinderspiel wird. Interessante Ansätze wie die Frage nach der Bewältigung von Trauer und Schuld bleiben ohne Vertiefung. Als überflüssiges Leitmotiv und Todesbote taucht wiederholt ein schwarzer Kondor auf.

    Wie zuletzt George Romero oder John Carpenter scheint Craven inzwischen von seinen Epigonen überholt worden zu sein. Der Verzicht auf Pressevorführungen in Amerika und Deutschland sollte wohl den Umstand verschleiern, dass dieser konvertierte 3D-Gruseler überhaupt keine dreidimensionalen Effekte enthält. Entsprechend setzte der Verleih das mäßig synchronisierte Werk, streckenweise zwischen High School-Komödie und Familien-Soap pendend, ohne viel Werbung als Lückenfüller zwischen zwei Blockbustern ein. Einen halben Bonuspunkt gibt es für den Nachspann, der neben zwei flotten Rocksongs noch Storyboard-Auszüge präsentiert, aber zu diesem Zeitpunkt befindet sich ohnehin niemand mehr im Saal.

    Fazit: Einfallsloser Teenie-Slasher eines Horror-Altmeisters, der hier nur abgestandene Zutaten aufwärmt.
  • Horrorlegende Wes Craven (“Nightmare on Elm Street”) meldet sich mit einem ironiefreien Teenschocker in 3D zurück, zu dem er auch das Drehbuch beisteuerte.

    In den letzten Jahren war der Kultregisseur, der dank Klassiker wie “Das letzte Haus links” und “Hügel der blutigen Augen” als einer der Gründungsväter des modernen Horrors gilt, vorrangig als Produzent und auch als Drehbuchautor tätig. Seine letzte Horrorinszenierung lieferte er 2005 mit dem satirischen Teen-Werwolfschocker “Verflucht”, für den sich seine Fangemeinde wenig begeisterte. Bevor nun nächstes Jahr Teil 4 seines immens erfolgreichen postmodernen “Scream”-Slasher-Franchise Einzug in die Kinos hält, wartet er mit einer eher lustlos anmutenden Fingerübung auf.

    Die abstrus anmutende Story handelt von einem übernatürlichen, Riverton Ripper genannten, Serienkiller, der vor 16 Jahren nach mehreren Morden auch seine Frau grausam abgeschlachtet hat und daraufhin angeschossen spurlos aus dem gecrashten Ambulanzwagen verschwand. In der gleichen Nacht wurden im Ort sieben Kinder (darunter der Sohn des Killers) geboren, die in der Gegenwart an ihrem sechzehnten Geburtstag in unheimlicher Verbindung mit der Seele des Rippers stehen. Er kann von jedem der Teenager Besitz ergreifen und so sein blutiges Machwerk fortführen. Die Gruppe der Teens besteht aus dem typischen demographischen Querschnitt einer (Film)Highschool: der süße Schüchterne (Max Thieriot fungiert als Identifikationsfigur), sein nerdiger Kumpel, das hübsche Biest, die religiöse Moralapostolin, der gemeine Bully sowie ein afro-amerikanischer und asiatischer Junge ohne nennenswerte Eigenschaften. Letzterer wird das erste Opfer des Rippers, der mit langen Dreadlocks eine gewisse Ähnlichkeit mit Rob Zombie zu seinen White-Zombie-Tagen aufweist. Ohne viel Spannung oder sehenswerte Slashereffekte stirbt einer nach dem anderen aus der Gruppe sowie ein paar weitere Pechvögel. Die Verdachtsmomente, die auf verschiedene mögliche Täter hindeuten, bleiben unausgegoren und die Erklärung ist wenig überzeugend. Die schauspielerischen Leistungen der weitgehend unbekannten Akteure sind durchschnittlich, regelrecht ärgerlich sind die quasi nicht vorhandenen 3D-Effekte (der Film wurde im nachhinein konvertiert). Das Gesamtergebnis ist ein seelenloses Slasherflick mit spärlichen Schockmomenten, bei dem man glauben könnte, dass es hier lediglich um “my money to take” ging. ara.

Darsteller und Crew

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