Mr. Morgan's Last Love (2013)

Mr. Morgan's Last Love Poster
Nicht mehr im Kino.
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Filmhandlung und Hintergrund

Mr. Morgan's Last Love: Wundervolle Liebesgeschichte mit "Dark Knight"-Star Michael Caine als Witwer in Paris, dem eine junge Französin wieder Lebensmut gibt.

Seit seine geliebte Frau vor ein paar Jahren gestorben ist, verlässt der ehemalige Uniprofessor Matthew Morgan nur noch selten seine Pariser Wohnung, eigentlich nur um zum Friedhof oder den Essensverabredungen mit einer treuen Englischschülerin zu gehen. Von seinen Kindern, die in den USA leben, hat er sich entfremdet. Da wird er im Bus auf die junge Französin Pauline aufmerksam, die ihm sogar anbietet, ihn nach Hause zu begleiten. Nach weiteren Begegnungen mit der jungen Frau lässt er sich sogar zu einem Tanzkurs überreden.

Ein älterer Witwer in Paris trifft auf eine junge Französin, die ihm wieder neuen Lebensmut gibt. In der bittersüßen Liebesgeschichte beweist Michael Caine, warum er auch mit 80 Jahren zu den Großen im Geschäft gehört.

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Nach "Harry Brown" und "The Weatherman" ist der 80-jährige Brite Sir Michael Caine wieder in einer Seniorenrolle zu sehen. Diesmal in einer, in der es um letzte Freuden und Abschiednehmen geht. Als Titelcharakter in "Mr. Morgan's Last Love" wirkt Caine so liebenswert und vornehm, dass seine Erscheinung den ganzen Film adelt. Die Regisseurin Sandra Nettelbeck ("Bella Martha", "Helen") hat für ihr Drehbuch den Roman "Die letzte Liebe des Monsieur Armand" von Françoise Dorner adaptiert. Im wachsenden Segment der Seniorenfilme darf sich dieses Werk zweifellos zu den schönsten zählen.

    Viele Einzelheiten in der Geschichte des trauernden amerikanischen Witwers in Paris erinnern an ähnlich gelagerte Filme. Die hübsche Stadtwohnung sieht fast so aus wie die in Michael Hanekes "Liebe". Die tote Ehefrau Joan (Jane Alexander) taucht gelegentlich auf, um sich mit Matthew zu unterhalten, wie das der verstorbene Ehemann im Margaret-Thatcher-Biopic "Die Eiserne Lady" tat. Auch die Idee, einem Alten eine junge Bekanntschaft zur Seite zu stellen, die ihn für ein neues Hobby begeistert, kennt man beispielsweise aus "Song for Marion". Bald sieht man Michael Caine in Paulines Kurs munter das Tanzbein schwingen, zwischen lauter jüngeren Leuten, aber er macht das so wunderbar, als läge ihm der Rhythmus im Blut.

    Trotz seiner Trauer um Joan hat sich Matthew seinen schlagfertigen, trockenen Humor bewahrt. Er legt außerdem Wert auf Haltung, trägt stets Anzug und Krawatte. Im Umgang kann er aufgeschlossen und höflich sein, wie mit Pauline, oder richtig unangenehm, wie im Streit mit seinen erwachsenen Kindern. Solche realitätsnahe Vielfalt verbindet sich in Nettelbecks Inszenierung ganz unangestrengt mit romantischer Fantasie. In Paris ist es Herbst, die Kastanienbäume im Park, in dem Matthew und Pauline Hotdogs verspeisen, verlieren die Blätter. Später räumt Matthew die Stadtwohnung aus, verbreitet Aufbruchstimmung – aber der Film überlässt es der Vorstellung des Zuschauers, wohin er sich verabschiedet. Vielleicht sollte man diese Gewohnheit im Genre mal überdenken, wonach alte Menschen nach einer späten Phase der Freude alsbald "disapparieren" müssen.

    Fazit: Sandra Nettelbecks ergreifender und elegant inszenierter Seniorenfilm "Mr. Morgan's Last Love" empfiehlt sich schon wegen einem großartigen Michael Caine in der Titelrolle.
  • Warmherziges auch humorvolles Drama um einen Witwer, der durch eine Begegnung mit einer jungen Frau noch einmal Lebenslust verspürt und sich mit seinem Sohn versöhnt.

    Michael Caine in einer fein nuancierten, berührenden Performance ist das emotionale Zentrum dieser melancholischen Tragikomödie von Sandra Nettelbeck (“Bella Martha”). Nach ihrem Drama über eine depressive Frau “Helen” geht sie auch hier ein ernstes Thema an, schildert es aber auch mit Leichtigkeit und Humor. Die Vorlage für ihr Drehbuch lieferte ihr ein Roman von Francoise Dorner. Nettelbeck gelingt es, in der Geschichte eines einsamen Mannes, der sein Leben als nicht mehr lebenswert betrachtet seit seine geliebte Frau vor ein paar Jahren gestorben ist – die auch als reine Tragödie hätte gelesen werden können – Komik ebenso wie Drama angenehm dezent aber wirkungsvoll einzusetzen, ohne je in Kitsch abzugleiten.

    Ein Lächeln auf die Lippen der Zuschauer zaubern etwa die kleinen Culture Clashs – Caine spielt schließlich einen Amerikaner in Paris, der kaum Französisch spricht – oder seine erst unbeholfenen, aber mit der Begeisterung eines Kindes angegangen Tanzversuche im Kurs seiner neu gewonnenen jungen Freundin (natürlich gespielt von Clémence Poésy).

    Überhaupt strahlt der Film Natürlichkeit aus, unterstützt von Makeup, Kostüm und Ausstattung. Nettelbecks üblicher Kameramann Michael Bertl liefert die entsprechenden spätherbstlichen Bilder, schön, aber unaufdringlich. Nichts lenkt von Caine ab, seinem faltendurchzogenen, wissenden Gesicht, seiner Mimik und seinem etwas wackligen Gang. Eine gewisse Künstlichkeit bringt allenfalls Gillian Andersons Auftritt als herrlich zickig-rabiate Tochter von Caines Mr. Morgan mit ein. Sie besucht ihn zusammen mit ihrem Bruder (Justin Kirk) nach Mr. Morgans Selbstmordversuch im Krankenhaus.

    In der zweiten Hälfte verlagert sich der Schwerpunkt des Films von der erfrischenden Begegnung mit der jungen Frau hin zum Aufarbeiten des gestörten Vater-Sohn-Verhältnis, wechselt auch den Schauplatz von Paris zu einem Ferienhaus in der Normandie, und scheut phasenweise vor Melodramatik nicht zurück. Mag die Story manche Wendung am Ende nicht unbedingt nötig haben, bleibt ein wunderbarer Film für ein reifes Publikum, der ehrlich, ungeschminkt, aber mit Herz und nicht so schonungslos wie Michael Haneke von der letzten Liebe erzählt, und die schönen Momente im Leben feiert. hai.

Darsteller und Crew

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  • Michael Caine in Sandra Nettelbecks "Mr. Morgan´s Last Love"

    Die deutsche Regisseurin Sandra Nettelbeck (“Bella Martha”, “Helen”) inszeniert als nächstes den Kinofilm “Mr. Morgan´s Last Love” mit Michael Caine (“Inception”) in der Hauptrolle.Die Geschichte basiert auf der Romanvorlage Die letzte Liebe des Monsieur Armand (La douceur assassine) von Francoise Dorner und wird von der Filmemacherin selbst adaptiert. Im Mittelpunkt steht Mr. Morgan, im Roman als Mr. Armand bekannt...

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