Mr. Holmes (2015)

Mr. Holmes Poster
Userwertung (19)
  1. Ø 4.3
Kritikerwertung (3)
  1. Ø 3.5

Filmhandlung und Hintergrund

Mr. Holmes: Melancholisches Drama um den 93jährigen, ehemaligen Meisterdetektiv Sherlock Holmes, der mit seinem Alter und Demenz kämpft.

Der Meisterdetektiv Sherlock Holmes (Ian McKellen) ist bereits 93 Jahre alt und verlebt seine verbleibende Zeit auf Erden einsam in seinem Haus an der Küste Englands. Da er mit seinen Marotten und Eigenheiten natürlich auch im Alter nicht allein auf sich gestellt bleiben sollte, hilft ihm seine Haushälterin Mrs. Monro (Laura Linney) bei den täglichen Aufgaben. Obwohl diese sichtlich genervt von der Verschwiegenheit in den simplen Lebenslagen ihres Arbeitgebers ist, arrangiert sie sich jedoch mit der Situation. Nicht zuletzt um ihren Sohn Roger (Milo Parker) versorgen zu können. Dieser ist von der schrulligen Art des alten Detektivs trotz dessen schlechter Laune stets vom alten Kauz fasziniert. In seinem fortgeschrittenen Alter konzentriert sich Mr. Holmes lieber auf seine Bienenzucht als auf das Interesse seiner Person. Das Meiste davon sei eh erstunken und erlogen – er nutze weder den ikonischen Hut, noch würde er Pfeife rauchen. Am liebsten würde er allein mit seinen Gedanken gelassen werden. Doch mit einem Fall seiner Vergangenheit hat der große Knobler noch nicht abgeschlossen. Wegen seines hohen Alters beginnt auch sein Verstand ihn öfter zu enttäuschen und so kann er sich an die Ereignisse von vor 30 Jahren nur noch schemenhaft erinnern. Um den Erinnerungen auf die Sprünge zu helfen, folgt er einer Einladung nach Japan seines alten Freundes Tamiki Umezaki (Hiroyuki Sanada). Im Jahr 1947 ist das jedoch nach dem zweiten Weltkrieg und den  Atombomben-Abwürfen über Hiroshima und Nagasaki mehr als verwüstet und Sherlock Holmes muss seinen Verstand ein letztes Mal auf Hochtouren fahren, um den Fall endgültig zu lösen.

Videos und Bilder

Im Kino in deiner Nähe

Auf DVD & Blu-ray (1)

Kritiken und Bewertungen

So werten die User Ø
(19)
5
 
11 Stimmen
4
 
5 Stimmen
3
 
1 Stimme
2
 
2 Stimmen
1
 
0 Stimmen
So werten die Kritiker (3 Stimmen)
5
 
0 Stimmen
4
 
2 Stimmen
3
 
1 Stimme
2
 
0 Stimmen
1
 
0 Stimmen

Wie wertest Du? Klicke auf einen der Sterne:

Kritikerrezensionen

  • Die Figur des Sherlock Holmes wurde in den vergangenen Jahren gleich mehrfach neu erfunden. Diesmal erleben wir ihn als alten Mann auf dem Land. Der ehemlas berühmte Detektiv aus der Baker Street, Sherlock Holmes (Ian McKellen), ist 93 Jahre alt. Er lebt als Bienenzüchter mit einer grantigen Haushälterin und ihrem Sohn. Doktor Watson hat sich der Vermarktung des einstigen Mythos verschrieben, der Sohn der Haushälterin, Roger, bleibt sein letzter Gefährte. Der Mythos und Holmes - zweierlei. Wir lernen, das Holmes nie Pfeiffe rauchte, sondern Zigaretten. Sein karierter Deerstalker-Hut - er trug ihn nie. Holmes ist ein heiterer Geist, sympathisch und mit sich im Reinen. Leider ist er aber auch dement... Wohl deshalb begibt er sich auf eine Reise, alte Fälle wieder aufzunehmen. Die Reise führt ihn nach Japan. Dort hofft er eine Heilpflanze gegen das Vergessen zu finden. Holmes ist immer noch arrogant, aber eben auch verunsichert. Wir erleben die Qual des Verblassens seiner Erinnerungen. Die Kleinigkeiten des Alltags, Holmes muss sie genauso kombinieren wie brisante Kriminalfälle. Das Symbolische ist dabei wichtiger als die Wirklichkeit. Legende und Wahrheit, Wirklichkeit und die eigene Erinnerung - enthält womöglich sogar die Lüge mehr Wahrheit? Holmes selbst ist ein Symbol, ein Wanderer durch Zeit und Raum. mehr auf cinegeek.de
  • Melancholisches Drama um den 93jährigen, ehemaligen Meisterdetektiv Sherlock Holmes, der mit seinem Alter und Demenz kämpft.

    Der Wiederbelebung des Mythos um den legendären Meisterdetektiv Sherlock Holmes durch die geniale TV-Serie “Sherlock” und den brillanten Benedict Cumberbatch folgt mit “Mr. Holmes” eine sanft melancholische Charakterstudie, in der “Herr der Ringe”-Zauberer und “X-Men”-Professor Ian McKellen ein berührendes Porträt des an Alter, Demenz und verschollenen Erinnerungen leidenden Gehirnakrobaten liefert. Mit 93 Jahren kehrt Holmes 1947 von einer Japan-Reise, von der er eine Heilpflanze mitbringt, auf seinen die Küste überblickenden Landsitz in Sussex zurück, wo er Bienen hütet und von der frustrierten Haushälterin (ideales Sorgengesicht: Laura Linney) versorgt wird. Deren junger unehelicher Sohn Roger (wunderbar aufgeweckt: Milo Parker) bringt ihn dazu, das Vergessene zu Papier zu bringen.

    Daraus entwickelt sich ein gegen Ende dramatisches und spannendes Geschehen, das Holmes bruchstückhaft zur Rekonstruktion seines letzten, drei Jahrzehnte zurückliegenden Falles führt. Der brachte einer jungen Frau den Tod und ihm das Ende der Karriere. Wie McKellen gegen Einsamkeit, Vergessen und den Verlust der Erinnerungen ankämpft, wie er in den Rückblenden (wie in den Fällen mit Irene Adler) falschen Kombinationen aufsitzt und seinem durch Watson geschaffenen Mythos im Kino begegnet, ist überwältigend gespielt, so dass man die letzte vergeigte Einstellung des Films verschmerzen kann. Der Stoff, der das japanische Atombombentrauma einbezieht, stammt nicht von Sir Arthur Conan Doyle, sondern aus dem Roman “A Slight Trick of the Mind” (2005) und ist in der langen Reihe von Holmes-Filmen eine würdige Abschiedsvorstellung. ger.
  • Videokritik anzeigen
  • Sherlock Holmes ist hier 93. Was habt ihr erwartet – todesmutige Lianenschwingereien an brennenden Kronleuchtern?
Alle ansehen

Darsteller und Crew

News und Stories

Kommentare