Moonrise Kingdom (2012)

Moonrise Kingdom Poster
Nicht mehr im Kino.
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Kritikerwertung (2)
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Filmhandlung und Hintergrund

Moonrise Kingdom: Feine Komödie mit Bruce Willis, Bill Murray und Edward Norton um ein junges Paar, das von einer Insel in Neuengland durchbrennt. Gewohnt schön schräg von Wes Anderson.

Die zwölfjährige Suzy Bishop (Kara Hayward) lebt zusammen mit ihren drei Brüdern und ihren Eltern auf der fiktiven Insel New Penzance vor der Küste Neuenglands. Durch diverse Zufälle trifft sie auf den jungen Sam (Jared Gilman) und die beiden merken sofort, dass sie füreinander bestimmt sind. Doch die beiden Verliebten stoßen schnell auf Widerstand, denn ihre Umgebung steht der erblühenden Liebe skeptisch gegenüber und versucht, die beiden voneinander fernzuhalten. Das lassen sie natürlich nicht mit sich machen und flüchten von zu Hause und kündigen ihre Mitgliedschaft bei den Pfadfindern.

Das löst eine riesige Suchaktion aus. Der Dorfsheriff (Bruce Willis) macht sich sofort auf die Suche und auch der Leiter der Pfadfindergruppe (Edward Norton) möchte die Beiden schnellstmöglich wiederfinden. Nicht zuletzt die Eltern von Suzy (Frances McDormand und Bill Murray) setzen alles daran, ihre Tochter unbeschadet wieder in die Arme zu schließen. Im Laufe des Abenteuers stellt sich dann auch noch heraus, dass Suzys große Liebe Sam ein Waise ist, woraufhin such das Sozialamt in der chaotischen Suche nach dem Pärchen mitmischt. Ein Gewitter braut sich über der Insel zusammen und auch die Ereignisse spitzen sich auf dramatische Weise zu.

Regisseur Wes Anderson arbeitet auch bei „Moonrise Kinggom“ wieder mit seinen alten Wegkumpanen zusammen und so ist nicht nur Bill Murray erneut in einem Wes Anderson Film zu sehen, sondern auch das Drehbuch zu „Moonrise Kingdom“ stammt wieder von Roman Coppola, der auch schon das Skript zu „Darjeeling Limited“ verfasste. Auch der Produzent Scott Rudin gehört seit „Die Royal Tenenbaums“ zum Stamm-Mitarbeiter bei Wes Anderson-Filmen.

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Ein skurriler Film über die erste Liebe. Wes Anderson erinnert daran, wie es war, als alles so unendlich intensiv und bedeutsam erschien.
  • Mit viel Humor und viel Liebe schickt Wes Anderson jugendliche Love-Birds und Erwachsene auf einen abenteuerlichen Trip durch absurdeste Situationen.

    You love him, or you hate him. Wes Anderson polarisiert, irritiert und provoziert – mit seinem ihm eigenen Humor nimmt er erneut mit auf einen Trip durch tragikomische und absurde Situationen. Im Mittelpunkt stehen wieder seine Kernthemen: dysfunktionale Familie, Blick hinter die heilen Fassaden, Lachen als Therapie. “Du hast eine herrliche Stimme. Du warst mein Lieblingstier im Stück. Mit Abstand”. So muss ein richtiger Liebesbrief anfangen. Jedenfalls 1965 auf der kleinen Insel Neuenglands Küste, als es weder SMS noch e-mail gab. Und Liebesbriefe tauschen der zwölfjährige Pfadfinder Sam und Suzy, Töchterchen eines neurotischen Ehepaars, über ein Jahr aus – seitdem das als Rabe verkleidete Mädchen bei einem Kirchenspiel dem Jungen den Kopf verdrehte. Nach einem genau ausgetüftelten Plan beschließen sie, in die Wildnis zu flüchten und entdecken ihr “Moonrise Kingdom”. Bald sind ihnen nicht nur Edward Norton als desorientierter Oberpfadfinder und sein Pfadfinderstamm auf den Fersen, auch Suzys Eltern und das Jugendamt, das den Waisen einsperren will, blasen zur Jagd auf die Ausreißer. Die finden mit List und Tücke, gegen Sturm und Inselchaos doch noch eine Chance für die Liebe.

    Der große Meister des Skurrilen, eröffnete unter großem Applaus das 65. Festival de Cannes und begeistert in seiner neuen und zugänglicheren Regiearbeit nach Filmen wie “Die Royal Tenenbaums“, “Die Tiefseetaucher” oder “Darjeeling Limited” mit einem absurden Universum und eltsamen Figuren. Erneut sammelt er Getreuen wie Bill Murray um sich, der hier den besorgen Daddy spielt, den seine Frau (Frances McDormand) mit dem Sheriff (Bruce Willis) betrügt. Das Ensemble läuft in den verrücktesten Situationen zu Hochform auf. Macken haben sie alle.

    Mit visuellen Spielereien und Liebe zum Detail ohne Manierismus – da stimmt alles von den Kniestrümpfen über die Pfadfinder-Zelte und -Uniformen bis hin zur alten Schreibmaschine und zum nostalgischen Plattenspieler- inszeniert Anderson eine sehr komische Love-Story zwischen zwei Jugendlichen, die in einem verstohlenen Kuss ihren Höhepunkt findet. Er kombiniert in dieser romantischen Geschichte die kindliche Welt der Fantasie mit der Magie eines Sommers, entwirft eine neue Welt, weitab von der Wirklichkeit. Und die Erwachsenen, die immer alles besser wissen wollen und sich kindischer aufführen als die jungen Helden, müssen viel lernen, auch über sich selbst. “Moonrise Kingdom” richtet sich mit Charme, Witz und Nostalgie an diejenigen, die sich ihre Träume bewahrt haben und von niemandem nehmen lassen wollen. Der junge Jared Gilman meistert seine erste Filmrolle als verknallter Knabe mit Bravour. Andersons eingeschworene Fangemeinde kommt voll auf ihre Kosten. mk.
  • Zwei zwölfjährige Außenseiter laufen gemeinsam fort, um als Paar in der Wildnis die Sommertage so zu verbringen, wie es ihnen gefällt. Aber weil es sich dabei um einen Film von Wes Anderson handelt, passiert noch viel mehr: Die gewohnte Ordnung einer Gemeinschaft, ja sogar ihrer Traditionen und Werte muss sich einer Revision unterziehen. Auffallend wenig zueinander passende Zutaten werden vermischt, um zu schauen, was sich daraus ergibt. Nicht nur Sam und Suzy genießen das Abenteuer, ihre Träume zu erproben und damit die Wirklichkeit zu verändern.

    Man kennt das schon, zum Beispiel aus „Rushmore“: Andersons Helden strampeln sich abseits der Erfolgsstraße ab, werden oft verkannt, besitzen aber ein großes Potenzial, das nur auf Entfaltung wartet. Das geschieht in Form eines Ensemblespiels unterschiedlicher Typen, die verborgene Gemeinsamkeiten haben. Der junge Sam, gespielt von Jared Gilman in seiner ersten Rolle, wird von den anderen Pfadfindern so lange verachtet, bis er sich aus dem Staub macht – nur um mit seiner Suzy endlich nach Pfadfinderart zu leben und all das in der Wildnis anzuwenden, was er die ganzen Sommer über gelernt hat.

    Suzy, gespielt von Newcomerin Kara Hayward, lacht kaum jemals – wie auch die anderen Darsteller beschränkt sie sich weitgehend auf die schräge Pose, das Widerspenstige und Sperrige. Sie hat sorgfältig gemalte Lidschatten, trägt ein rosafarbenes Kleidchen und einige Köfferchen: Die Katze, ihr Dosenfutter, ein Plattenspieler und die geliebten Fantasy- und Abenteuerbücher müssen mit. In der Bucht ohne Namen, zu der Sam und Suzy auf einem alten Indianerpfad gelangen, schlagen sie ihr Zelt auf, tanzen, probieren einen Zungenkuss. Sam malt auf einer Staffelei und schenkt Suzy Ohrringe aus aufgespießten Käfern.

    Im Pfadfinderlager überwacht der von Edward Norton gespielte, linkisch-lakonische Scout Master Ward penibel die Einhaltung der Regeln, schon morgens nicht ohne Zigarette im Mund. Bruce Willis spielt Sheriff Sharp, eigentlich eine Paraderolle für einen Darsteller harter Burschen, nur dass er hier auch mal nach einem Insekt schlagen muss. Ein Sheriff, wie man ihn aus den alten Western kennt, verkörpert das Gute, auf ihn ist Verlass. Hier muss er den Waisenjungen Sam der Frau vom Jugendamt (Tilda Swinton) abliefern, die am Telefon sogar von Elektroschocks spricht. Was passiert mit der kollektiven Zuversicht, wenn ein Sheriff solche Aufgaben übernimmt? Sharp ist in Suzys Mutter (Frances McDormand) verliebt, welche wiederum mit ihrem Mann – gespielt von Bill Murray, der in keinem Anderson-Film seit 1998 fehlen darf - eine desillusionierte Beziehung führt.

    Die beiden Kinder entpuppen sich als aufrichtiger und somit auch logischer denkend als die Erwachsenen. Manche Dialoge erinnern jäh an solche verdeckten Zusammenhänge: Weil Kinder stärker glauben und die Dinge ernster nehmen, begreifen sie oft mehr, als ihrer Rolle im sozialen Gefüge entspricht. Was hier aber nicht heißt, dass sie gewaltfrei handeln. Denn um ihren ganzen Humor zu entfalten, lenkt die Geschichte jede einfache Gewissheit erst einmal in eine Sackgasse. Die schwelgerisch bunte Mischung in diesem Abenteuer spiegelt sich in der opulenten Musik mit Country von Hank Williams bis zu Kinderchören in Stücken von Benjamin Britten. Die minutiös auf Details achtende Ausstattung macht jede Szene zur kunstvoll arrangierten Augenweide. Das Tempo und die Spannung bilden ein sorgsam austariertes Gegengewicht zur naiv-charmanten Betulichkeit, so dass diese den Spaß nur anfüttert, nicht ausbremst.

    Fazit: Wes Anderson bringt die eingespielte Ordnung mal wieder auf skurrile Weise durcheinander: „Moonrise Kingdom“ verzaubert mit einem ereignisreichen Sommerabenteuer im Retrolook.
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Darsteller und Crew

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