Mitten ins Herz - Ein Song für Dich (2006)

Originaltitel: Music and Lyrics
Mitten ins Herz - Ein Song für Dich Poster
Nicht mehr im Kino.
Userwertung (1)
  1. Ø 5
Kritikerwertung (1)
  1. Ø 3.5

Filmhandlung und Hintergrund

Mitten ins Herz - Ein Song für Dich: Charmante, mit Hugh Grant und Drew Barrymore ideal besetzte romantische Komödie über das Comeback eines Popidols.

Der gescheiterte 80er-Jahre-Popstar Alex Fletcher (Hugh Grant) quält sich mit Auftritten auf Kirmesplätzen herum. Da erhält er unerwartet die Chance auf ein Comeback: Die angesagte Pop-Prinzessin Cora Corman (Haley Bennett) bittet ihn, für sie beide ein Duett zu schreiben. Leider ist Alex völlig aus der Übung und hat noch nie komponiert. Es hilft nichts, ein Hit muss her. Gut, dass seine kauzige Pflanzenpflegerin Sophie Fisher (Drew Barrymore) eine lyrische Ader hat. Nur will die Beziehungsgeschädigte nichts von Männern wissen.

Das erfrischend romantische Gipfeltreffen zwischen Barrymore und Grant sollte die Herzen höher schlagen lassen, wenn sich Marc Lawrence (“Ein Chef zum Verlieben”) wieder auf Hitkurs begibt, getreu dem Motto: Liebe geht durch die Ohren.

15 Jahre nach Auflösung seiner Hit-Band “Pop” tingelt Alex über zweitklassige Bühnen. Das mögliche Comeback, das ihm Teenidol Cora mit einem Duett offeriert, stellt Alex vor ein Problem. In wenigen Tagen soll er für Cora einen Song schreiben. Musikalisch ist das zu meistern, textlich aber nicht. Wie schön, dass Sophie in sein Leben tritt, die gut mit Texten, Gefühlen und auch mit Alex umgehen kann.

15 Jahre nach Auflösung seiner Hit-Band “Pop” tingelt der abgetakelte Star Alex über zweit- und drittklassige Bühnen. Da bietet sich ihm durch Zufall die Möglichkeit zum Comeback, ein Duett mit dem Teen-Idol Cora. Dafür muss er nur einen Song schreiben. Musikalisch bereitet dies Alex trotz Zeitdrucks keine Probleme, nur mit den Worten hat er zu kämpfen. Da begegnet ihm Sophie, die hervorragend mit Texten umgehen kann. Und nach und nach entwickelt sich zwischen den beiden viel mehr als nur eine rein berufliche Beziehung.

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Hugh Grant und Drew Barrymore sind nicht unbedingt zwei Schauspieler die man sofort als das perfekte Liebespaar besetzen würde. Er hat seine besten Jahre schon hinter sich. Er trägt schon seit einiger Zeit eine 4 vor seinem Alter und sie lediglich eine 3. Auch sonst sind die beiden optisch nicht das perfekte Traumpaar. Genau das wird auch durch kleine Merkmale wie Kleidung und Musikgeschmack der beiden im Film erzählt. Er trägt Jeans und ein Hemd während sie im New Yorker Indie-Look gekleidet ist. Trotz dieser zunächst erscheinenden Widrigkeiten, wird am Ende eine glaubhafte Romanze erzählt.

    Hugh Grant wagt es nach „American Dreamz“ das zweite Mal einen gealterten etwas peinlichen, dieses Mal keineswegs zynischen, Typus zu verkörpern. Es ist als ob er sich und die Gesetze des Showbusiness damit selbst auf die Schippe nehmen würde.
    Die Figur des Alex ist im Grunde eine gescheiterte, wenn auch nicht bittere Person. Letzteres verhilft ihm wohl auch dazu, dass man ihm sein Comeback abnimmt. Denn er hat es sich sozusagen mit den Jahren der Abstinenz verdient.

    Er nimmt seine wenig aufregenden One-hit Wonder Shows vor seinen 40-50 jährigen weiblichen Fans mit großer Gelassenheit hin, auch wenn er mit seinen komischen Hüftbewegungen und seinem peinlichen Getue auf der Bühne eher zum ausbuhen aufruft, aber seine alten Fans lieben ihn.

    Beide, Alex und Sophie sind gewissermaßen Außenseiter. Menschen, die ihre Talente nicht genügend zur Geltung bringen, davon aber reichlich haben. Sophie kann dichten und Alex komponiert Lieder.

    Neben der Liebes- und der Aufsteigergeschichte der beiden, wird auch immer wieder von den kleineren und größeren Peinlichkeiten des alltäglichen Lebens erzählt. Alex versucht Sophie ritterlich vor ihrem snobistischen Exfreund zu beschützen und blamiert sie und sich selbst, nur umso mehr. Und es sind keine komödiantisch peinlichen Situationen, es geht ans Eingemachte.

    In einer Szene wird auch gewagt, ein peinliches Schweigen auf der Leinwand zu zeigen und es so zu einem peinlichen Schweigen für die Zuschauer zu machen, denn es herrscht für wenige Minuten Stille. Dies sind kleine Dinge, die diesen Film ein wenig von seinen allzu glatten Hollywoodliebeskomödien-Geschwistern abheben, dennoch bleibt der Film in harmlosen Gewässern.

    „Mitten ins Herz“ ist durchaus unterhaltsam und wartet, besonders mit Drew Barrymore, mit einem sympathischen Schauspielerensemble auf.

    Fazit: Recht überzeugende Hollywoodromanze über das Comeback eines achtziger Jahre Popstars, mit einigen Versuchen anders zu sein, viel Musik und einer interessanten Schauspielerkombination.
  • In ihrem ersten gemeinsamen Film finden Drew Barrymore und Hugh Grant die Harmonie nicht nur in der Melodie.

    Auch ohne Sandra Bullock, bisher vier Mal seine Schleife für locker geschnürte Romantic-Comedy-Pakete, bestätigt sich Marc Lawrence als Amerikas Antwort auf Richard Curtis. “Mitten ins Herz” ist eine Elefantenrunde der romantischen Komödie, war doch Lawrence als Autor-Regisseur bisher fünf Mal, sein Starduo Hugh Grant und Drew Barrymore neun bzw. sechs Mal in diesem Genre unterwegs. Dessen Strukturschwäche, begründet in den ausformulierten Verhaltensmustern, den Zuträgerdiensten der Nebenfiguren und dem Bemühen, eher sanft als bissig zu sein, ist auch hier sichtbar. Trotzdem zählt “Mitten ins Herz” zu den gelungeneren Vertretern des Genres. Denn er übt sich in Zurückhaltung, wo andere dick auftragen. Und er kennt nicht nur das Dilemma, dass man sich Beziehungsidylle (hier identisch mit eingängigen Pop-Ohrwürmern) wünscht, einem die süßliche Glätte aber auch etwas peinlich ist, sondern er thematisiert es auch im Film, wenn sich ein “künstlerisch ambitionierter” Texter am Happy End symbolisch die Kugel gibt.

    Der Plot ist genretypisch simpel, lebt einmal nicht von Gegensätzen und ausgewalzten Konflikten, sondern von der Instant-Harmonie seiner Hauptfiguren, die wie zwei süße Welpen von Beginn an für eine gemeinsame Hütte bestimmt sind. Grant spielt Alex, Ex-Mitglied einer poppigen Achtzigerjahre-Band, der mit seinem Repertoire durch Vergnügungsparks und andere demütigende Resteverwertungsschauplätze tingelt. Barrymore ist Sophie, eine vom letzten Lover schmerzlich geknickte Blumenpflegerin, die völlig unerwartet, aber höchst willkommen in Alex Leben tritt. Denn für das regierende Pop-Sternchen Cora und damit sein eigenes Comeback soll Alex in wenigen Tagen einen Song schreiben. Eine Melodie zu finden, im Film die Entsprechung für den Aufbau eines Erstkontakts, fällt ihm nicht schwer, wohl aber der Songtext, in dem sich das Kennenlernen inklusive tieferer Gefühle manifestiert. Hier kommt Sophie zum Einsatz, die schneller, als es ihr lieb ist, auch bei Alex über die Melodie zum Text findet. Als Ratgeber fungieren der Manager von Alex und Sophies Schwester, als Modellform für das verzogene Teenstarsyndrom auf den Spuren Britneys und Christinas rotiert Cora ihre Hüften. Ausbaufähiges humoristisches Material wie die Revanche an Alex arrogantem Ex-Freund nutzt der Film nicht, wie auch zu wenig die komische Naturgewalt von Kristen Johnston, die nicht nur ihrer 183 Zentimeter wegen ein “Giant Groupie” von Grants Figur ist. Charme und Timing stimmen aber von Anfang an, ergänzt von einigen guten onelinern, Seitenhieben auf die Sexualisierung des Pop und die Geschmacksverirrungen der Achtziger. Über allem aber thront der singende, tanzende, hüftschwingende Grant, der das sympathische Auslaufmodell in mehreren Gigs und einem hinreißenden Retro-Clip aus der Dekade von Wham und Spandau Ballet zum Besten geben darf. Das wirkt und klingt auch dank “Fountains-of-Wayne”-Songwriter Adam Schlesinger hitverdächtig. kob.

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