Mimic (1997)

Mimic Poster
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Filmhandlung und Hintergrund

Mimic: Intelligent fotografierter, atmosphärisch-dichter Insekten-Schocker mit sympathischen Protagonisten.

Als Gegenmittel für einen von Kakerlaken verbreiteten tödlichen Virus züchtet Insektenforscherin Susan Tyler eine kannibalistische Spezies. Doch die kleinen Helfer wachsen zur Menschengröße heran und können dank Mimikry grobe Menschenform annehmen. Als Mitverursacherin steigt Susan mit herunter ins U-Bahn-System zur Seek-and-Destroy-Expedition…

Als in New York eine von Kakerlaken übertragene Infektion serienweise Todesopfer unter Kindern fordert, setzt die junge Wissenschaftlerin Dr. Susan Tyler eine aggressive, neue Schabenart aus den Reagenzgläsern der Genlabors zur Ungezieferbekämpfung ein. Die Operation gelingt, die Kinder sind gerettet. Als jedoch ein paar Jahre später immer wieder auf rätselhafte Weise Menschen in der U-Bahn verschwinden, weiß Dr. Tyler, daß die Schlacht noch nicht gewonnen ist.

Intelligent fotografierter, atmosphärisch-dichter Insekten-Schocker mit sympathischen Protagonisten.

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Nach dem monsterhaften Erfolg von “Scream – Schrei!” serviert Dimension Films mit dem düster-atmosphärischen Insektenschocker einen schleimig-glibberigen Horror-Nachschlag. Überraschenderweise findet sich in der Hauptrolle der unbeabsichtigt eine tödliche Killerkäfer-Epidemie auslösenden Wissenschaftlerin mit Oscar-Gewinnerin Mira Sorvina (“Geliebte Aphrodite”) eine überaus versierte Schauspielgröße. Ihre Besetzung ist Indiz dafür, daß “Mimic” nicht nur schocken, sondern auch auf hohem Niveau unterhalten will.

    Der mexikanische Regisseur Guillermo del Toro gab mit dem eleganten Vampirfilm “Cronos” seine Visitenkarte ab. Für seine kafkaesken Krabbler in “Mimic” stand “Aliens – Die Rückkehr” Pate, das trostlose Ambiente im Halbdunkel und triefendem Regen (plus die minimalistische Collagen-Openingsequenz) verneigt sich vor dem Deprithriller “Sieben”, und die sorgfältig kreierten Bildkonstellationen sind eine Hommage an David Cronenberg. An den Look der stilvoll-makaberen Cronenberg-Alpträume fühlt man sich nicht zuletzt deshalb erinnert, da das Produktionsdesign von Carol Spier (stattete zehn Filme des Kanandiers aus) übernommen wurde. Das genretypische Drehbuch wurde von Del Toro nach einer Kurzgeschichte Donald A. Wohlheims verfaßt.

    Die Story erzählt im vielversprechenden Prolog, wie New Yorks Kinder von einem tödlichen Virus befallen werden, der von der gemeinen Kakerlake übertragen wird. Die Insektenforscherin Susan Tyler (Sorvino) züchtet per DNA-Modifizierung eine sterile Judas-Spezies, die ihre lästigen Artgenossen vernichtet. Drei Jahre später stellt sich heraus, daß die Parasitenvertilger zu Menschengröße angewachsen sind und dank ausgezeichneter Mimikry primitiv-maskenhafte menschliche Gesichter und lange Mäntel imitieren können. Die kakophonisch mit ihren enormen Beißzangen knirschenden Mutationen nisten im U-Bahn-System der Stadt, und so kommt es schließlich denn auch in einem abgelegenen Schacht mit wunderschöner Glaskuppel zum konventionellen Abschlacht-Finale.

    Wenn Sorvino von einem der geflügelten Monster gekrallt wird und in sein ekelerregendes Nest voller menschlicher Überreste getragen wird, dann ist dies der brillanteste der etlichen verstörenden Schockmomente. Del Toro, Besitzer eines Special-Effects-Shops, weiß die vorherrschende, schmierig-schmutzige Tristesse des Untergrundsystems mit morbiden Impressionen von Blutrot zu kontrastieren. Schleimbedeckte, riesige Eisäcke, abgerissene menschliche Extremitäten (selbst Kinder bekommen Saures), aufgespießte Insekten, ein mit Maden bedeckter Killerkreatur-Kadaver – Del Toro reizt den Ekeleffekt bis zum Exzess aus. Damit setzt er sich aber auch den Fallstricken des Genres aus, und der formelhafte Showdown ist hart an der Grenze zur Lächerlichkeit. Humor ist in diesem todernsten Horrorfilm dünngesät, Charles S. Dutton als U-Bahnpolizist verbucht noch einige Lacher. Einen Anflug von Ironie erzeugt der Umstand, daß die Forscherin und ihr Mann (Jeremy Northon) im Gegensatz zu dem stetig sich fortpflanzenden Ungeziefer trotz Anstrengungen kinderlos bleiben. F. Murray Abraham mimt Tylers Mentor, der als Stimme der Vernunft gegen kriminell mit der Natur pfuschende Wissenschaft fungiert und dabei furchtbar gestelzte Dialogzeilen von sich geben muß. Ein wenig ergiebiger Subplot bezieht sich auf einen herzensguten Schuhputzer (Giancarlo Giannini) und seinen geistig zurückgebliebenen Enkelsohn (Alexander Goodwin), der mit Löffeln die grauenvollen Geräusche der Untiere nachahmt. Der ansonsten sehr effektiv Schauder erzeugende Soundtrack setzt bei der Präsenz des Jungen auf aufgesetzt ätherische Frauenchöre à la “Rosemaries Baby”. Insgesamt ein packender Horrorthriller, der sein ganzes Potential nicht auszureizen weiß. ara.

Darsteller und Crew

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