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Midnight Special (2015) Film merken

Midnight Special Poster
 

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Filmhandlung und Hintergrund

Midnight Special: Mysteriöses Drama über einen achtjährigen Jungen, der offenbar über übernatürliche Kräfte verfügt.

Der achtjährige Alton (Jaeden Lieberher) ist etwas ganz Besonderes: Er hat mysteriöse Kräfte, die sich als Lichtstrahlen aus seinen Augen und Händen zeigen und ihm eine ungeahnte Macht verleihen. Sein Vater Roy (Michael Shannon) will seinen Jungen um jeden Preis vor der feindlichen Außenwelt beschützen. Eines Tages erfährt eine gefährliche Sekte um den Anführer Calvin Meyer (Sam Shepard) von dem außergewöhnlichen Kind. Die Fanatiker gehen auf die Jagd nach der Familie, um Alton an sich zu reißen und für ihre Zwecke zu benutzen. Unterdessen erfährt die Regierung von den Gerüchten um den kleinen Alton, der zur potentiell gefährlichen Waffe werden könnte. Roy und sein Sohn flüchten in den Untergrund und begeben sich auf eine waghalsige Jagd quer durch das Land. Der Regisseur Jeff Nichols hat bereits mit den Indiefilmen „Mud“ und „Take Shelter“ bei Publikum und Kritik Erfolge gefeiert. Auch wenn Jeff Nichols diesmal mit dem großen Studio Warner Brothers zusammenarbeitete, wurde der Science-Fiction-Film „Midnight Special“ mit 18 Million US Dollar realisiert. Im Vergleich zu dem Budget eines durchschnittlichen Science-Fiction-Blockbusters ist das Budget sehr niedrig. Zudem konnte Jeff Nichols erneut einen hochkarätigen Cast gewinnen. Neben den Hauptdarstellern sind Kirsten Dunst („Melancholia“, „Spider-Man“), Joel Edgerton („Black Mass“, „Zero Dark Thirty“), Sam Shepard („Im August in Osage County“)und Adam Driver („Star Wars: Das Erwachen der Macht“) zu sehen. In seinen früheren Filmen hat er bereits mit Michael Shannon und Sam Shepard zusammengearbeitet, wobei Michael Shannon in „Take Shelter“ die Hauptrolle gespielt hat. Der aufstrebende Regisseur hat in seinen früheren Werken bereits mit Stars wie Jessica Chastain und Matthew McConaughey zusammengearbeitet.

Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Videokritik anzeigen
  • Ein Science-Fiction-Film ist beim Kinopublikum zumeist ein heikles Thema. Wenn nicht gerade apokalyptische Alien-Angriffe à la “Independence Day” präsentiert werden oder Rettungsmissionen im Stile von “Gravity”, ” Interstellar” oder “Der Marsianer” durchgeführt werden, ist es keine leichte Aufgabe, das Publikum von Sci-Fi in seinen unterschiedlichsten Facetten zu überzeugen. Oftmals benötigt es den verbreiteten Zuspruch der Genre-Zuschauer, um einen weiten Kreis in der Filmlandschaft zu ziehen.

    Dem Berlinale-Beitrag “Midnight Special” wäre ein solcher Zuspruch zu gönnen. Mehr noch: Um aus dem Dunstkreis der für gewöhnlich schwierigen – im thematischen Sinne – Wettbewerbsfilme der Berlinale herausgehoben zu werden, bedarf es einiger Hilfe. Auf jenem Filmfestival hat “Midnight Special” einen schweren Stand, zu sehr riecht der Film nach “Hollywood-Kino”. Wer bei dieser Erkenntnis bleibt, verpasst den interessanten und lobenswerten Anspruch des Films, Sci-Fi mit dem vielseitigen Thema von Coming-of-Age zu verknüpfen.

    Dass es das schon gab, beweist ein Blick in die Filmgeschichte: “E.T. – Der Außerirdische”, “Krieg der Sterne”, “Explorers” und einige andere. Doch nur selten sieht man so etwas so konsequent durchgezogen. Zugeständnisse braucht der Film nicht, er fokussiert sich klar auf sein Thema: Mit seinen acht Jahren ist Alton (Jaeden Lieberher) ein außergewöhnlicher Junge, der eine besondere Fähigkeit besitzt. Diejenigen, die davon wissen, wollen ihn für ihre Zwecke missbrauchen, sehen in ihm einen Heiligen. Einzig und allein sein Vater Roy (Michael Shannon) sowie der undurchsichtige Lucas (Joel Edgerton) schützen den Jungen mit allen Mitteln.

    Bei solch einer Konstellation und diesem Thema ist es entscheidend, dass Schauspieler in die Rollen treten, die den Anspruch des Films glaubhaft herüberbringen können. Regisseur Jeff Nichols hatte dabei erneut ein glückliches Händchen: Michael Shannon und Joel Edgerton verkörpern die beiden Schutzpersonen des Jungen, während Adam Driver einen NSA-Agenten spielt, der sich als dritte Partei in den Konflikt einbringt. Im Mittelpunkt steht allerdings der Nachwuchsschauspieler Jaeden Lieberher, der nicht nur schon in “St. Vincent” neben Bill Murray toll spielte, sondern auch in “Midnight Special” wieder die Hoffnung aufkommen lässt, dass wir noch möglichst viel von ihm zu sehen bekommen.

    Nichols’ Konsequenz, die er den ganzen Film über aufrecht erhält, tut “Midnight Special” gut. Er verliert sich nicht im Seitenstrang, der zum Thema haben könnte, wie die US-Regierung Alton theoretisch auch als Waffe einzusetzen versucht, sondern konzentriert sich einzig und allein auf den Jungen, auf dessen Reise zu einem bestimmten Handlungspunkt und auf die Erwachsenen, die unmittelbar mit ihm verbunden sind. Die Coming-of-Age-Momente kommen genau dann zum Tragen, wenn Alton seine Fähigkeiten zu händeln versucht – just wenn auch die Sci-Fi-Elemente mehr oder weniger ersichtlich werden.

    Apokalyptische Szenarien oder weltverbesserliche Ansichten vermeidet “Midnight Special” am Ende bewusst und kristallisiert sich damit als wunderbarer Sci-Fi-Film heraus, den man 2016, gerade nach den letzten Filmen des Genres, auf dem Schirm haben sollte.

    << Philipp Schleinig >>
  • Es gibt eine neue Generation von Filmemachern in Hollywood, die scheinbar alles daran setzen, das Blockbuster Kino der 70er und 80er wiederzubeleben. Jeff Nichols gehörte für mich bis dahin nicht dazu mit seinem spirituellen Stil. Mit dem SciFi Drama Midnight Special scheint aber auch Nichols beweisen zu wollen, wie erfolgreich er sein kann, indem er Bekanntes wiederbelebt. Midnight Special ist ein zeitloses Abenteuer; eine Hommage an die unheimliche Begegnung (aber welcher Art?) und einen Ausserirdischen, der versuchte, nach Hause zu telefonieren. Gefilmt mit demselben selbstbewussten Ton, der auch Nichols früheren Filme auszeichnet. Leider aber fehlt die Magie der Vorbilder und deshalb ist Midnight Special im Ergebnis etwas Enttäuschendes geworden. Im Kern erleben wir eine einzige Verfolgungsjagd. Im Mittelpunkt stehen Vater und Sohn, die sich auf der Flucht befinden vor einer fundamentalistischen Sekte. Der Junge hat übernatürliche Fähigkeiten und wird deshalb für den Erlöser gehalten. Schliesslich ist auch das FBI hinter dem Jungen her und ein paar Ausserirdische... Da der Film mit ungelösten Rätseln und verschlungenen (Erzähl)pfaden nur so um sich wirft, versuchte ich mir Gedanken um den Jungen zu machen: Was hat es mit seiner geheimnisvollen Lichtallergie auf sich? Was haben seine laser-strahlenden Augen zu bedeuten? Wozu trägt er die Schweisserbrille? Will er sich oder seine Umgebung schützen? Lösungen fand ich kaum. Nichols hat es geschafft, einen Science Fiction Film zu machen, der sich von unseren Problemen total abkoppelt. Wir können nach Vorbildern alter Filme in Midnight Special suchen, etwas über uns selbst und die Welt heute werden wir aber nicht finden. mehr auf cinegeek.de
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