Michael (1996)

Michael Poster
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Filmhandlung und Hintergrund

Michael: Luftige Komödie aus himmlischen Gefilden, mit John Travolta als allzu menschlichem Engel.

Der Erzengel Michael soll bei einer schrulligen Witwe in Iowa untergeschlüpft sein. Die berufliche Zukunft eines Journalistentrios hängt davon ab, ob sie den Himmelsboten nach Chicago transportieren können. Michael, ein rauchender, trinkender und weiteren weltlichen Genüssen nicht abgeneigter Zeitgenosse, willigt ein – aber nur, wenn man die Reise per Auto unternimmt. Auf dem langen Weg darf Michael eine Reihe von Wundern wirken.

Ein Journalisten-Trio wird zu einer schrulligen Witwe nach Iowa geschickt, wo sich angeblich der leibhaftige Erzengel Michael aufhalten soll. Die drei stehen unter großem Druck, denn sollte es ihnen nicht gelingen, den Himmelsboten nach Chicago zu bringen, sind sie ihren Job los. Tatsächlich willigt Michael, ein rauchender und trinkender Zeitgenosse, ein – unter der Bedingung, die Reise mit dem Auto zu unternehmen. Auf dem Weg nach Chicago läßt der Engel seine übernatürlichen Fähigkeiten spielen und wirkt ein Wunder nach dem anderen.

In den 90er Jahren lebt auch ein Engel alles andere als lasterlos. Erzengel Michael wohnt bei einer Witwe irgendwo in Iowa und ist den weltlichen Genüssen durchaus zugewandt. Als ein Reportertrio eines krisengebeutelten Chicagoer Blättchens anreist, um den Engel für neue Schlagzeilen mitzunehmen, willigt dieser gerne ein. Turbulente Komödie mit John Travolta.

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Kritikerrezensionen

  • Wir sind im Auftrag des Herrn unterwegs: Nachdem Denzel Washington in Penny Marshalls “Rendezvous mit einem Engel” Gutes tun durfte, schickt Nora Ephron (“Schlaflos in Seattle”) nun der Traumfabrik Wunderwaffe John Travolta als Erzengel Michael in einer letzten Mission auf die Erde, um die Seele eines verhärmten Journalistens auf einer endlosen Autofahrt von Iowa nach Chicago zu erretten. Mag die Fahrt in einzelnen Etappen auch eine holprige sein, das US-Einspiel von 52,7 Mio. Dollar nach nur zwölf Tagen Kinoeinsatz ist Indiz genug für den kommerziellen Zug dieses Capraesken Romantikmärchens – zumal ein völlig relaxter John Travolta das Vehikel als beeindruckendes Showcase für seine Talente nutzt.

    Konnte man Denzel Washington trotz einiger unfrommer Gedanken noch relativ einfach mit der gängigen Vorstellung von einem Engel in Einklang bringen, macht es einem John Travolta – trotz auffälliger Flügel auf dem Rücken – nicht ganz so einfach. Denn sein Michael, der seinerzeit immerhin den Teufel aus dem Himmelsreich verbannte, ist zwar ein Engel, aber, so unterstreicht es der amerikanische Werbeslogan, er ist kein Heiliger: Und so bringt er einen unbändigen Hunger auf Leben, Zucker und das weibliche Geschlecht mit zu seinem irdischen Auftrag. Wenn Michael von John und Paul spricht, meint er nicht die Apostel, sondern die Beatles. Und seine Bartstoppel und eine ganz ungeheure Plauze (mutig, mutig, Herr Travolta), Zigarettenstummel und Bierdose inklusive, sichern ihm den schlicht unglaublichsten Auftritt eines 20-Mio.-Dollar-Stars im Filmjahr 1996. Kurzum: Von der Frömmelei und Treuseligkeit seiner enttäuschenden Figur aus “Phenomenon” ist Mr. Comeback der neunziger Jahre meilenweit entfernt: Mit sichtlichem Gusto und jenem Hauch von Cool, mit denen er sich in “Pulp Fiction” und “Schnappt Shorty” in die Herzen der Fans spielte, kostet er jeden Moment der maßgeschneiderten Rolle aus.

    Das Publikum ist von diesem komischen Heiligen kaum weniger erstaunt als das Journalistentrio William Hurt, Andie MacDowell und Robert Pastorelli. Von dem Herausgeber der Boulevardzeitung zu einer schrulligen Witwe nach Iowa geschickt, bei der der unkonventionelle Erzengel untergeschlüpft sein soll, hängt ihre Zukunft bei dem Blatt davon ab, diese journalistische Sensation in Fleisch und Blut nach Chicago zu transportieren. Michael willigt ein – doch nur, wenn das Kleeblatt bereit ist, die Reise per Auto zu unternehmen. Die Fahrt durch den mittleren Westen nutzt Travolta, um in einigen glänzenden Szenen für uneingeschränkte Heiterkeit zu sorgen: Wenn er im direkten Duell gegen einen Stier antritt oder bei einer Pause in einem Truck Stop mit seiner magischen Anziehungskraft alle Frauen auf der Tanzfläche für sich gewinnt, hat er die Zuschauer spielend auf seiner Seite. Und er findet auch noch Zeit für seine eigentliche letzte Aufgabe: Hurt und MacDowell trotz ihrer pausenlosen Streits zusammen zu führen und den abgehalfterten Pessimisten Hurt somit mit neuem Lebensmut zu erfüllen.

    Während Michael stets genau zu wissen scheint, wohin ihn sein Weg führt, strahlt Nora Ephron in ihrer vierten Regiearbeit weniger Souveränität aus. Der Stoff vom zu erlösenden Zyniker ist Frank Capra pur: Der Macherin von “Schlaflos in Seattle” fehlt jedoch die Originalität, Vision und Zielstrebigkeit des Meisters, um die romantische Mär nach überzeugendem Anfang ohne Spannungsverlust über die Runden zu bringen: Vor allem Andie MacDowell in der Claudette-Colbert-Rolle wird von ihrer Regisseurin ein wenig im Stich gelassen. Zur Rettung eilen William Hurt, der eine gewohnt bewegende Darstellung in einem für ihn ungewohnt stromlinienförmigen Stoff liefert, und natürlich John Travolta: Untiefen im speziell zum Schluß unausgereift wirkenden Drehbuch fegt er routiniert zur Seite: Von nichts und niemand läßt er sich den Spaß verderben. Und sein Vergnügen ist hier verdammt ansteckend. ts.

Darsteller und Crew

News und Stories

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